Route du Rhum: Arnt Bruhns für legendäre Atlantik-Einhand-Regatta qualifiziert – 50 Class40s

Eine Woche alleine auf See

Der Hamburger Arnt Bruhns hat sich für die legendäre Einhand-Regatta Route du Rhum qualifiziert, die im November von Saint Malo nach Gouadeloupe führt. Er segelte mit seiner Class40 “Iskareen” 1360 Einhand-Meilen.

Iskareen, Heidenreich

“Iskareen” segelte vorher als “Nivea” und gehörte vorher Beiersdorf-Chef Stefan Heidenreich.© RORC

Wo kann man besser seine Einhand-Qualifikationsmeilen abreißen als in der Karibik. Arnt Bruhns (48) hat mit seiner Class40 “Iskareen” 1360 Meilen im Einhand-Modus zwischen Antigua, Puerto Rico, Haiti und Martinique absolviert. Er segelte acht Tage nonstop und  erfüllte damit die Voraussetzungen für einen Start bei der französischen Atlantik-Regatta “La Route du Rhum – Destination Guadeloupe”.

Arnt Bruhns, Iskareen

Arnt Bruhns nach einer Woche alleine auf See. © Iskareen

Arnt Bruhns erklärt: “Wir haben alles erlebt: Puertoricanische Fischernetze am Kiel, heftige tropische Gewitter, gerissene Segel und das alles für ein Steg-Bier! Nun ist alles bereit für die Route zur Route.” Damit spielt der Hamburger auf die Atlantik-Regatta AAR an, in deren Rahmen er zum 150. Geburtstag seines Heimat-Vereins NRV den großen Teich mit Crew überqueren will.

Arnt Bruhns, Iskareen

Abschied zum Quali-Törn. © Iskareen

Die Route du Rhum im November wird aber der absolute Höhepunkt. Zum 40. Jubiläum des Atlantik-Klassikers ist der Melderekord gebrochen. 122 Skipper werden ihre Yachten alleine von Frankreich in die Karibik steuern, darunter Boris Herrmann mit seiner IMOCA60. Gleich 50 Starter sind in der Class40 vertreten und Bruhns ist der einzige Deutsche bei seiner ersten große Einhand-Premiere.

Ex “Nivea” von Anna Maria Renken

Das Schiff hat er schon erfolgreich bei der Carribean 600 gesegelt. Der langjährige Drachen-Segler machte mit Crew der erprobten “Red” von Matthias Müller von Blumencron ordentlich Feuer und konnte sie schließlich schlagen.

Arnt Bruhns, Iskareen

Unter Gennaker durch die karibische Inselwelt. © Iskareen

Bei der “Iskareen” handelt es sich um eine Pogo 3 von Finot-Conq, die sich der Brite Phil Sharp 2014 bauen ließ. Stefan Heidenreich, Vorstandsvorsitzender bei Beiersdorf, erwarb das Schiff 2015, und Anna Maria Renken steuerte es 2016 unter dem neuen Namen “Nivea” beim Transat Bakerly über den Teich.

Am Seegras-Teppich vorbei. © Iskareen

Offizieller Eigner ist seit diesem Jahr Bruhns Bruder Sönke, der unter dem Namen “Iskareen” mit seiner Frau seit mehr als 30 Jahren auch internationale Yacht-Rennen segelt. 2012 kaufte er eine M34 Archambault und nahm damit viermal an der Tour de France à la Voile teil sowie 2014 beim Kapstadt-Rio-Race, das sie berechnet auf Rang drei beendeten.

Das Iskareen-Team vor der Caribbean 600:

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Carsten Kemmling

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