Route du Rhum: Beam gebrochen auf Ultim “Sodebo” – Coville dreht ab nach Spanien

Da waren es nur noch drei

Die fünf Exemplare der riesigen Ultim Trimarane waren die Attraktion der diesjährigen Einhand-Atlantik-Regatta Route du Rhum. Nach nur einem Tag segeln nur noch zwei ohne Probleme. Sodebo ist der nächste Ausfall.

Die Situation bei den großen Trimaranen. Zwei sind nach La Coruna abgedreht.

Die Ultim-Klasse erlebt eine schwere Zeit an der Spitze der Route du Rhum-Flotte. Nach Sébastien Josse muss nun auch Thomas Coville mit einem Schaden abdrehen. Er berichtet von seiner Sodebo Ultim’, dass der vordere Beam gebrochen ist. Der Unfall passierte 100 Meilen nördlich von Cape Finisterre. Der Franzose, der Ende 2016 den Einhand-um-die-Welt-Rekord gebrochen hatte, bevor Fracois Gabart seine Fabelzeit hinlegte, steuert nun  den spanischen Hafen La Coruna an.

Coville, ultim, Trimaran, route du rhum

Für Thomas Coville sollte die Route du Rhum die letzte Regatta auf der guten alten Sodebo sein.

Der Rückschlag für Coville folgt auf die schweren Schäden, die Seb Josse am frühen Morgen an seinem Maxi “Edmond de Rothschild” gemeldet hat. Er verlor einen großen Teil seines Steuerbord-Rumpfes und humpelt ebenfalls nach La Coruna.

Rothschild im Sicherheitsmodus

Cyril Dardashti, Managing Director des Gitana-Teams, hat inzwischen mehr Details zu den Problemen von Josse preis gegeben. “Seb hat das Boot sofort gebremst und ist zum zweiten Reff gewechselt. Seitdem fährt im Sicherheitsmodus mit nur 7 Knoten Speed bei den 4-5 Meter  hohen Wellen und 30 Knoten Wind.

Thomas Coville

Thomas Covilles Emotion, als er die Bestzeit seines Atlantik-Rekord erfährt.

Wir wissen nicht, ob es eine Kollision gegeben hat. Auf jeden Fall ist der Luv-Schwimmer beschädigt. Seb war gut im Rhythmus des Rennens und hatte keine technischen Probleme an Bord. Es lief alles gut. Jetzt ist unser technische Team bereits auf dem Weg nach La Coruna, um das Boot zu sichern. Aber Sebastien ist ruhig und einigermaßen in Sicherheit. Es besteht keine unmittelbare Gefahr. Aber der Wellengang wird immer stärker. Man kann sich sicher vorstellen, wie enttäuscht er und unser Team ist, nachdem alles so gut angefangen hatte.”

Die ULTIME-Flotte wird derzeit von François Gabart auf MACIF angeführt, der vor Armel Le Cleac’h auf “Banque Populaire” liegt, Francis Joyon hält sich gut knapp auf dem dritten Platz mit seiner alten IDEC Sport.

Eigentlich ist somit die Luft raus aus dem spannenden Fünfkampf der großen Trimarane nachdem ja auch schon Le Cleac’h einen Schaden hatte und er 70 Meilen verlor. Aber der aktuelle Vendée Globe Titelhalter ist schon wieder bis auf 20 Meilen an Gabart herangekommen. Möglicherweise kann Le Cleac’h doch noch einmal zeigen, wozu seine Rennmaschine der jüngsten Generation in der Lage ist.

Route du Rhum Tracker

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *