Route du Rhum Start am Mittwoch: Schnelles Rennen mit der Aussicht auf Rekordzeiten

Harte Startphase

Wenn die 12. Route du Rhum nach der Startverschiebung nun am 9. November um 14.15 Uhr beginnt, lassen die Wetterbedingungen ein außerordentlich schnelles Rennen erwarten.

In weniger als sechs Tagen über den Atlantik? Gitana 17 könnte den Rekord schaffen. © Eloi Stichelbaut – polaRYSE – GITANA SA

Die Wettermodelle sagen einen eher schwierigen Start für die 138 Einhand-Skipper voraus. Der Gegenwind aus westlicher Richtung mit bis 15 Knoten sorgt für eine anspruchsvolle Kreuz mit einer verbleibenden Wellenhöhe von 1,50 Metern. Beim Ausgang des Ärmelkanals rollen dann auch  4 Meter-Brecher auf die Flotte zu und der Wind wird stärker. Aber Vorhersagen zeichnen auch eine relativ direkt zu steuernde Route vor, mit der sich viele Meilen sparen lassen.

Aus diesem Grund gehen viele Beobachter davon aus, dass auf dem Weg nach Guadeloupe Rekorde fallen können. Insbesondere die riesigen Ultim-Trimarane schielen darauf. Denn ihr Rekord von 7 Tage und 14 Stunden wurde von Francis Joyon mit IDEC Sport 2018 aufgestellt. Sein Nicht-Foiler von 2006 ist allerdings weit hinter der aktuellen Entwicklung zurückgeblieben. Die Prognosen besagen, dass die schnellsten großen Trimarane diesmal weniger als 6 Tage benötigen werden.

Der direkte Kurs (rot) im Vergleich zu der normalerweise deutlich schnelleren Route weiter südlich mit dem Passatwind.

Morgan Lagravière, der sich zusammen mit Franck Cammas um das bei den Ultim erlaubte externe Wetterrouting für Charles Caudrelier (Maxi Edmond de Rothschild) kümmert, erklärt: “Wären wir am Sonntag losgefahren, hätten wir kaum Chancen gehabt, den Rekord zu brechen. Das sehr schwere Wetter hätte sich negativ auf die Steuerung des Bootes und seine Geschwindigkeit ausgewirkt. Aber nun hat sich die Situation erheblich verändert. Wir kommen auf einige sehr schnelle Rennzeiten. Einen solchen Rekord zu erreichen, wäre ein schöner Bonus”.

IMOCAs weniger als 11 Tage

Auch der Imoca-Rekord könnte fallen. Dieser wird seit 2014 von François Gabart mit einer Rennzeit von 12 Tagen, 4,5 Stunden gehalten.

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Carsten Kemmling

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