Route du Rhum: Thomson nach 24-Stunden-Strafe auf Rang drei – “Ich habe es nicht verdient”

"Er ist der Boss"

Alex Thomson zeigt in der Reaktion seinen fatalen Fehler wahren Sportsgeist. Die Bestrafung wirft ihn auf Rang drei zurück. Aber er zeigt sich als echter Champion.

Es hätte eine triumphale Rückkehr werden können. Als Alex Thomson seine schwarze “Hugo Boss” über die Ziellinie in Pointe à Pitre bugsierte, hatte der nächste Gegner noch mehr als 13 Stunden zu segeln. Eigentlich Grund genug, um nach 12 Tagen auf See ein kleines Tänzchen aufzuführen und die brennenden Sieger-Fackeln zu schwingen.

Aber der 44-Jährige Extremsegler sparte sich den großen Auftritt vor Tausenden Zuschauern. “Das wäre unangebracht gewesen.” Er wusste, was da kommen könnte.” Und es kam sogar noch schlimmer.

Thomson beschreibt den Moment etwa 40 Minuten nach dem Zieleinlauf : “Zwei Vertreter der Jury kamen an Bord. Der eine sagte schließlich: ‘Wir können dich das Rennen nicht gewinnen lassen. Du hast die Maschine benutzt.’ – Ich muss sagen, das habe ich nicht erwartet. Ich habe auf eine geringere Strafe gehofft.” 24 Stunden Zuschlag bekommt er zu  seiner Zeit addiert. Das lässt ihn von Rang eins auf drei zurückfallen.

Pressekonferenz:

Diese Nachricht war ein Schock. Der zweite nach dem Crash in der Nacht. Es wäre der Moment gewesen, die Augen zu verdrehen, genervt zu sein, die Regeln oder die Kompetenz der Schiedsrichter in Frage zu stellen, oder ein Komplott der Franzosen zu vermuten, die einem Briten nicht den Sieg bei ihrer Regatta gönnen. Die Strafe scheint auf den ersten Blick ungerecht. Mit dem Benutzen der Maschine, hat sich “Hugo Boss” keinen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschafft. Thomson musste sein Schiff aus einer klaren Notlage  befreien.

“Ich denke, das ist fair”

Aber Alex Thomson sagt mit etwas Abstand: “Wie fühle ich mich? Nun, Ich denke, das ist fair. Ich habe es nicht verdient, dieses Rennen zu gewinnen, nachdem ich in Guadeloupe aufgelaufen bin.” Kein Hadern, kein Anklagen, kein Suchen nach Fehlern bei anderen. “Was ich getan habe, ist unverzeihlich. Ich habe mich selber disqualifiziert.”

Thomson, Hugo Boss

Die Jury gibt ihre Entscheidung an Bord von “Hugo Boss” preis. © Alexis Courcoux

Wow, der Brite zeigt wahre Größe in der Niederlage. Ein echter Sportsmann. Eine Niederlage mit Stil. Das muss man erstmal schaffen nach so einer emotionalen Achterbahn-Fahrt.

Die wunderschöne Nordküste von Guadeloupe namens Pointe à Claude, die Alex Thomson zum Verhängnis wurde.

Die Jury hatte offenbar keine andere Wahl. Sie sagt, die 24-Stunden-Strafe war die geringst mögliche für so einen Fall. Die Entscheidung der fünf Männer sei schnell und einstimmig ausgefallen. Jury-Chef Georges Priol war offensichtlich erleichtert ob der Reaktion von Thomson. “Er hat wirklich sehr sportlich reagiert. Der Sicherheitsaspekt konnte zwar als ein mildernder Umstand gewertet werden, aber den Penalty nicht verhindern. Die 24-Stunden-Strafe war das Minimum, das wir im Falle von Hugo Boss anwenden konnten.”

“Tolles Rennen von Paul”

Thomson fügte hinzu: “Bei diesem Sport geht es um Details, und in den letzten Minuten habe ich ein Detail nicht richtig hinbekommen. Ich bin sehr glücklich, überhaupt hier mit dem Boot ohne allzu große Schäden angekommen zu sein – ein paar kleine Löcher, aber  ich bin aus eigener Kraft hierher gesegelt. ”

Thomson stellt sich den Medien. © Alexis Courcoux

Der Brite lobt die Gegner und spricht in höchsten Tönen von der Leistung Paul Meilhats, der ohne Tragflächen unterwegs ist. “Ich hoffe, er gewinnt. Er hat wirklich ein tolles Rennen gesegelt. Er hat den Sieg verdient.”

Er selber wolle aus dem Fehler lernen. “Man muss versuchen, stark zu bleiben; man muss lernen, man muss besser werden, und letztendlich wollte ich natürlich dieses Rennen gewinnen. Aber das große Ziel ist es, die Vendée Globe zu gewinnen. Und ich denke, ich habe in diesem Rennen bewiesen, dass ich die Vendée Globe gewinnen kann.”

Stromschlag klappte nicht

Der Skipper beschreibt noch einmal den Moment des Auflaufens. Er schlief fest und habe den Wecker nicht gehört. Eine Armbanduhr, die ihm in solchen Fällen einen Stromschlag zum Aufwecken geben soll, funktionierte nicht. Die Batterie war leer. 

Thomson, Hugo Boss

Ein enttäuschter Alex Thomson mit seiner Frau. © Alexis Courcoux

“Als ich aufwachte, gingen die Alarme los und das Boot fühlte sich seltsam an. Ich ging an Deck und konnte Guadeloupe sehen – ich wusste nicht, dass es Guadeloupe war – ich konnte nicht verstehen, was passierte, bis ich mir die Karte ansah und dann konnte ich sehen, dass ich auf Guadeloupe war….haha…ich war angekommen!”

In der Pressekonferenz lässt Thomson noch einmal das Rennen Revue passieren. Er habe sich mit dem Team schon vorher für den Weg um das Sperrgebiet bei Ushant entschieden. Die Position im Westen habe ihm danach mehr Optionen gewährt.

Wellenhöhe moderater – von 12 auf 8 Meter gesunken

So richtig glaubte er wohl auch nicht an die Möglichkeit im Süden. Es passiere einmal in 40 Fällen, dass der Weg zu den Passatwinden so weit südlich verlaufe. Das Fenster hätte sich wohl auch ganz schnell schließen können. Aber mit der West-Option habe er eben auch die Möglichkeit gehabt, die Schoten zu fieren und nach Süden abzulaufen. Und so sei es schließlich gekommen.

Thomson, Hugo Boss

Die Jury gibt ihre Entscheidung an Bord von “Hugo Boss” preis. © Alexis Courcoux

Die Konstruktion seines Schiffes habe auch mit dem anders gewählten Kurs zu tun. Es sei speziell für Vorwindbedingungen konstruiert. Die Hälfte der Vendée Globe finde schließlich vor dem Wind statt. Wenn man nur am Wind segeln müssten, könne er auch gleich zuhause bleiben. Er fühle sich auch bei harten Bedingungen sehr sicher nach gut 60 bis  70.000 Meilen mit dem Schiff. Die Wellenbedingungen nach dem Sturm im Westen seien ja auch moderater geworden – statt 12 nur noch 8 Meter.

Thomson, Hugo Boss

Thomson bei der Arbeit. © Yvan Zedda

Für Thomson war es das letzte Rennen mit seiner “Hugo Boss”. Der neue Racer wird bald fertig, und er soll noch radikaler als “Charal” ausfallen. Der Brite mag verloren haben, aber er befindet sich längst an der Spitze der IMOCA-Klasse.

Thomson, Hugo Boss

Da kann er schon wieder lachen. © Alexis Courcoux

Das können ein Paul Meilhat und auch ein Yann Elies nicht von sich behaupten. Sie haben diese Route du Rhum auf den ersten beiden Plätzen beendet, stehen aber beide vor dem Ende. Ihre Sponsoren-Verträge laufen aus, und nach dieser Regatta hoffen sie, auf neue Geldgeber, um sich die nächste Vendée Globe leisten zu können.

Paul Meilhat lässt den Korken knallen. © Alexis Courcoux

Sie haben Werbung in eigener Sache gemacht, und ein wenig unfreiwillig hat Thomson ihnen dabei geholfen. Seglerisch befinden sie sich sicher auf Augenhöhe mit dem Briten. Aber dessen Umgang mit der Niederlage hat dazu beigetragen, dass sein Beliebtheit-Status ein noch höheres Niveau erreicht. Yann Eliès zollt dem Gegner Tribut: “Alex Thomson hat ein meisterhaftes Rennen gesegelt. Es ist ein Teil des Spiels, Fehler zu machen. Aber er hat gezeigt, dass er der Boss ist.”

Route du Rhum Tracker

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden

19 Kommentare zu „Route du Rhum: Thomson nach 24-Stunden-Strafe auf Rang drei – “Ich habe es nicht verdient”“

  1. avatar oh nass is sagt:

    “Es hätte eine triumphale Rückkehr werden können.” Nun, es war eine. Denn allen ist klar: Er HAT diese Regatta gewonnen. Das ihm das aberkannt wurde, ändert nichts an seiner Leistung.

    Was wohl passiert wäre, wenn ein Franzose in seiner Position gewesen wäre…?

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 7 Daumen runter 13

    • avatar jorgo sagt:

      Du meinst nicht im Ernst , dass die Franzosen ungestraft motoren dürfen?
      Ich denke Alex meint es durchaus ernst wenn er sagt: “Ich habe es nicht verdient”.

      Realität ist eben auch, dass er die ganze Zeit von einem Non-Foiler gejagt wurde und offensichtlich bis zur totalen Erschöpfung gekämpft hat.

      Es ist tragisch …. aber wahr und Alex ist professionell genug das zu erkennen.
      Er ist mit einem “Blauen” davon gekommen und freut sich tatsächlich darüber.

      Viele, mich eingeschlossen, hätten es dem Mann ehrlich gegönnt endlich einmal zu siegen. Dennoch habe ich auch irgendwie immer noch darauf gewartet, dass doch noch etwas passiert. Er gibt ja immer Alles und liebt scheinbar irgendwie auch das Risiko. Ich werde nie diese Bilder vergessen, wo er in den hohen Breiten mit abgebrochenem Lee-Foil völlig übertakelt durch die Seen stampft …….und mit einer riesigen englischen Flagge übers Deck läuft…. .Da lief mir ein kalter Schauer über den Rücken.

      Starker Typ!

      Dennoch sollte man sich nicht darüber hinwegtäuschen, dass alle anderen ebenso Alles geben.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 23 Daumen runter 4

    • avatar Felix sagt:

      Ich gebe dir Recht er hat die Regatta gewonnen und damit gezeigt was er kann. Was er mit dem neuen boot erst leisten wird (direkte Weiterentwicklung des aktuellen) möchten sich die Gegner wohl gar nicht ausmalen.
      Aber bei einer Sache bin ich morgen ganz sicher…einem französischen Gegner wäre wohl exakt das gleiche passiert! Und zwar wie bereits Thomson sagte zu Recht. Motoren während einer Segelregatta kann auch eine Disqualifikation Bedeuten ebenfalls zu Recht.
      Thomson hat in der imoca Klasse einen wahnsinnig guten Ruf, er ist im Vorstand und im Komitee für die neuen Boote, wird von jedem respektiert und selbst die Gegner hätten ihm den Sieg absolut gegönnt.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 17 Daumen runter 0

  2. avatar Drachenfan sagt:

    Einfach ein Großer – Segler, Sportler, Mensch. Man kann sich nur verneigen vor der großartigen Leistung – seglerisch, sportlich, menschlich.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 16 Daumen runter 0

  3. avatar Geronimo sagt:

    Sehr unglücklich, diese Jury-Entscheidung.

    Es fehlt übrigens auch noch die Begründung, warum die Jury angeblich keine andere Wahl gehabt hätte..

    Die von Franzosen dominierte Jury setzt sich mit der harten Strafe, die einem Franzosen den Sieg schenkte, dem Verdacht aus, parteiisch zu sein

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 12

    • avatar Tom sagt:

      Doch diese gab es, der Präsident der Jury hat direkt danach verkündet, auch Thomson gegenüber, das 24h laut Regelwerk das absolute Minimum für Motoren ist, eigentlich steht darauf die Disqualifikation. Zusätzlich war die Jury, die gar nicht so französisch dominiert ist (2 Engländer ein deutscher 2 Franzosen) einstimmig der Meinung das jemand der den Motor verwendet hat die Klasse nicht Gewinnen kann. Wäre er auf Platz 5 gewesen wäre er möglicherweise auch mit einer geringeren Strafe davon gekommen aber es ist nicht argumentierbar Warum jemand der eindeutig gegen die Regeln verstoßen hat noch gewinnen darf. Die Jury ist Alex im übrigen bekannt und dank seines exzellenten Rufs innerhalb der imoca Klasse kann ihn eigentlich jeder aus diesem Berich sehr gut leiden und hätte ihm Wohl den Sieg gegönnt. Leider war es aber absolut mit tragbar. Naja unabhängig davon hat er sowohl sein können als auch seine Leistungsfähigkeit eindrucksvoll bewiesen und spätestens bei der VG wird er wohl seinen verdienten Sieg einfahren können.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 2

      • avatar Fabian Tillig sagt:

        “Wäre er auf Platz 5 gewesen wäre er möglicherweise auch mit einer geringeren Strafe davon gekommen”. Das is mal das schlechteste Argument. Die Strafe sollte immer die gleiche sein, egal auf welchem Platz man segelt. Ansonsten kommt nur bullshit bei raus.

        Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

      • avatar Geronimo sagt:

        Tom nenne doch bitte das Regelwerk, welches aussage, dass 24 h das Minimum für das Motoren sei.

        Ich kann den Rules leider nur entnehmen, dass Motoren erlaubt ist, in den Ausgangshafen oder einen anderen Hafen zwecks Reparatur zu erreichen.

        “.-RRS 42.3 (h)
        :
        a boat may use its engine or be towed to return to Saint Malo or to another port agreed
        with the race direction to re pair and resume the race after the authorisation of race direction direction of the race (modified in § 20.3”

        Demnach wäre die 24 h Strafe unverhältnismässig hart, da Thomson die Maschine schliesslich nur zur Rückwärtsfahrt verwendete, ihn also dem Zielhafen nähergebrachte.

        Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

        • avatar Geronimo sagt:

          Fazit: Die Jury, welche unter französischen Vorsitz stand, kann ja viel behaupten, muss die Entscheidung aber auch begründen können. Dies ist bisher nicht geschehen.

          Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 2

        • avatar Tom sagt:

          Naja er wurde aber weder zurück nach saint Malo noch zu einem anderen Hafen gezogen/gefahren sondern hat ihn wie du bereits sagtest verwendet um aus den Felsen zu kommen. Der große Unterschied ist…wen er nen Hafen anfährt hat er sowieso ne riesige Zeitverzögerung und ein offizieller kann den Motor wieder verplomben. Wenn die Plombe allerdings unterwegs gebrochen wird ist es ziemlich schwierig nachzuweisen wann dies getan wurde (ich bin mir sicher Thomson ist absolut ehrlich und habe höchsten Respekt vor ihm) aber man könnte die Plombe auch in den doldrums Brechen um sich einen kleinen Schub zu geben und dann später behaupten man habe sie nun gebrochen und sofort erneuert. Wie gesagt ich bin mir absolut sicher Thomson hat sowas nicht gemacht und es gibt auch noch andere Mechaniken um sowas zu überwachen, aber die Möglichkeit besteht. Für die Verwendung des Motors werden deshalb meist sehr große Strafen ausgesprochen.

          Diese Jury funktioniert im übrigen so dass jeder eine Stimme hat,deswegen auch 5, welche gleich gewertet wird unabhängig davon ob der aktuelle Vorstand ein Franzose oder Grieche ist sollte die Entscheidung eigentlich ziemlich fair sein.

          du kannst einfach niemanden gewinnen lassen der einen groben Regelverstoß begangen hat, die Verwendung des Motors ist unabhängig des grundes ein grober Verstoß, dafür muss also auch eine große Strafe ausgesprochen werden. Ich selbst habe eigentlich mit 12h gerechnet, allerdings ist wohl festgelegt dass bei groben Verstößen eine Strafe von 24h- Disqualifikation angebracht ist. Nun kann ich mir sehr gut vorstellen dass als Beispiel für einen groben Verstoß irgendwo in den Regeln die Verwendung des Motors steht. Normalerweise ein legitimer grund für eine Disqualifikation. Allerdings mildert der Umstand der Notsituation die Strafe, also geht man auf das minimalmaß für einen groben Verstoß, 24h Strafe runter. somit eigentlich ziemlich klar.
          Ich wüsste auch nicht welchen Ansporn eine Jury mit einer Unterzahl an Franzosen hat unbedingt einen Franzosen gewinnen zu lassen. Wäre die Strafe Thomson gegenüber nicht argumentiert worden hätte er ziemlich sicher Protest eingelegt. Dann wäre es vor einem Schiedsgericht gelandet und erneut geklärt worden. Hat er allerdings nicht getan also ist er mit der Strafe absolut einverstanden.

          Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 1

          • avatar Geronimo sagt:

            Thomson hat die Strafe ebenfalls als zu hart empfunden. Er kannte ebenso wie ich offenbar kein Regelwerk, welches eine 24h Strafe in dem Falle vorsieht. Dass er sie schliesslich akzeptiert hat, ist eine andere Sache.

            Das Regelwerk, welches der Jury angeblich keine andere Wahl liess, konntest Du nicht nennen.

            Dass Thomson keine Machine benutzte um den Zielhafen zu erreichen, beweist der Tracler. Ich denke darüberhinaus, dass die Verplombung der Maschine auch fotografisch dokumentiert wurde.

            Die Juryentscheidung stand unter enormen Zeitdruck, da die Entscheidung vor dem Zieleinlauf Thomsons fallen sollte.
            Ob sie überhaupt zusammengetreten ist oder ob die Entscheidung des franz. Vorsitzenden nur abgenickt wurden, ist ebenfalls ungeklärt.

            Ich gehe davon aus, dass die Juryentscheidung anders ausgefallen wäre, wenn mehr Zeit zur Verfügung gestanden hätte, um eine gerechte Entscheidung zu finden.

            Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 1

    • avatar Geronimo sagt:

      Danke,

      Es gilt aber auch, dass die Maschine unter bestimmten Umständen eingesetzt werden kann, wenn das Schiff dadurch der Ziellinie nicht näher kommt.

      After approval of the race direction
      at the agreed location, the repairs to be carried
      out and possibly the equipment to be changed, the vessel may be towed or put its
      engine in and / or out of the agreed harbor or anchorage with the race direction and
      within an agreed distance provided that it can be shown that the overall result of
      such towing or engine operation has not favored the boat’s progress towards the
      finish line.

      https://www.imoca.org/modules/courses/getFile.asp?id=31&complement=documents&name=Amendement_n_1_NOR_RDR%202018_V0603-2018.pdf

      Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

    • avatar Geronimo sagt:

      19

      ENERGY SOURCE
      19.1
      No means of propulsion other than wind force may be used in a race (RRS 42.1)

      !9.1 wurde m.E. gar nicht verletzt, da die Maschine nicht für “Propulsion”, d.h. Vortrieb eingesetzt wurde, wenn das Schiff per Maschine wenige Meter rückwärts fuhr.

      Die Frage ist auch, ob sich Thomson nach der Strandung im Rennen befand oder ob es sich eher um einen Pit-Stop handelte.

      Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  4. avatar Watermsm 2000 sagt:

    Was für ein greiler Typ und was für teiweise bescheuerte Kommemtare der “Fachleute” hier. Ein wemig mehr Lockerheit und so Eier in der Hose wie AT würde so manchem gut stehen und dem Segelsport verdammt gut tun.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 10 Daumen runter 2

    • avatar eku sagt:

      denke ich auch die letzten 2 Tage schon – volle Zustimmung!
      einfach nur kopfschüttel. Statt ein verrücktes Event mit ebensolchem Ausgang, mit dem alle Beteiligten “irgendwie” zufrieden sein können (incl der Sesselbeobachter, der Sponsoren, der …) müssen unsere Regelwerker sich gegenseitig Unfähigkeit/ Verschwörungstheorien/ etc vorhalten statt sich einfach nur zu freuen.

      Was Sieger angeht, kann man es mit Connor MacLeod halten – kann man aber auch anders sehen.
      Speziell im Sport (was “Sportlichkeit” angeht) halte ich letzteres für angebracht.

      War jedenfalls eine spitzenmäßige Unterhaltung und ich beglückwünsche virtuell noch den letzten der ankommt und denke mit Bedauern an die, die aufgeben mussten.

      Grüße
      eku

      Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 2

    • avatar Geronimo sagt:

      Thomson erklärte in der oben verlinkten Pressekonferenz, er habe diese Strafe nicht erwartetet sondern mit einer geringeren Bestrafung gerechnet.

      Es ist daher vollkommen in Ordnung, wenn auch von den SR-Lesern die Strafe als zu hoch empfunden wird.

      Völlig legitim ist auch die Frage, wie das Urteil zustande kam und worauf die Aussage der Jury beruhte, man habe keine andere Wahl gehabt.

      Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *