SailGP Fazit: Die Probleme der Final-Übertragung – Aufarbeitung von zwei Kollisionen

Schade eigentlich

Wie ärgerlich. Da richtet Russell Coutts sein SailGP-Event perfekt auf das eine Millionen-Dollar-Finale als TV-Event aus, um die Fernsehsender gerade in den USA von seinem neuen Produkt zu überzeugen, und dann läuft alles schief.

Kollision zwischen USA (l.) und Spanien nach der Leetonnenrundung. © Simon Bruty SailGP

Das so windsichere “Segelstadion” San Francisco präsentiert umlaufende Winde, die Richtung dreht schließlich sogar auf Süd – direkt aus der Stadt – die Kurse können der variablen Windrichtung kaum angepasst werden. Das erste Fleetrace des Tages muss wegen einer vertriebenen Leetonne abgebrochen werden, der Restart wird in der Übertragung fast verpasst, der Hubschrauber scheint noch nicht in Position.

Danach kommt es am Leetor zum Crash zwischen Spithill und Spanien. Umpire Mitchell meldet sich und bestraft die Spanier, bei denen nach einem unrühmlichen vorzeitigen Abgang von Interim Steuermann Phil Robertson (NZL) nun 470er-Skipper Jordi Xammar erstmals am Steuer steht und eine beeindruckende Leistung abliefert.

War Spanien wirklich im Unrecht? Beim Eintauchen in die markierte Zone könnte ESP durchaus eine Innenüberlappung (rote Linie am Heck) gegenüber USA etabliert zu haben.

(direkter FB-Link)

So klar wie Mitchell und Kommentator Steve Morrison (“leichtsinnig”) die Situation sehen, scheint sie nicht zu sein. Vielmehr erstaunt es, dass James Spithill aggressiv die Türe zumacht und die Kollision riskiert. Schließlich ist dieses Rennen für ihn ohne Bedeutung – den Platz im Finale hat er sicher.

Diese Situation wird genauso wenig aufgelöst wie die Frage, warum USA nach der Rundung lange sichtbar über den Spielfeldrand hinaussegeln darf, ohne eine Strafe dafür zu erhalten. Funktioniert die Overlay-Technik nicht richtig?

Immerhin gibt es ausreichend Aufregung und Drama

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Carsten Kemmling

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