SailGP in Kopenhagen: 4 Siege in 4 Rennen für Kiwi-Überflieger – Ainslie rast auf einen Felsen

Plötzlich wieder gut

Beim SailGP in Kopenhagen rasen die Neuseeländer zum zweiten Erfolg in Folge nach zuvor großen Enttäuschungen. Woher kommt diese dieser plötzliche Leistungssprung?

Man musste schon zweifeln an Peter Burling und Blair Tuke, dem vermeintlich besten Segel-Duo der Welt. Erst holte die Crew 2021 im 49er “nur” Olympia-Silber, dann fuhr sie 2021 beim SailGP eine ganze Saison chancenlos lang hinterher. Zwischendurch gewannen die beiden Neuseeländer zwar den America’s Cup, aber sie saßen eben auf dem deutlich schnelleren AC75. Dass es im Finale überhaupt so knapp gegen Luna Rossa wurde, lag an schlechten Starts.

Ainslie knallt vor Kopenhagen auf einen Felsen:

Wurde die seglerische Ausnahmestellung der kongenialen Partner möglicherweise jahrelang überbewertet? Sind die zweifachen Weltsegler des Jahres vielleicht nicht so gut, wie gedacht? Solche Majestätsbeleidigungen mussten sich Burling und Tuke schon anhören, weil sie 2021 im SailGP auf den schnellen Einheits-Foilern wahrlich keinen Fuß auf den Boden brachten. Dabei müssen sie niemandem etwas mehr beweisen nach allein sechsmal WM-Gold im 49er.

Aber die Serie 5/4/7/5/4/5/5/5 mit dem F50, der eine Onedesign-Version des AC50 ist, mit dem sie 2017 in Bermuda den Cup gewannen, war tatsächlich rätselhaft und ein wenig erschreckend. Es gab keine Entwicklung, die auf Besserung hätte hoffen lassen können.

Und es genauso ging es weiter 2022 mit den Plätzen 6/4. Selbst die Beendigung der Olympia-Karriere schien nicht zu fruchten. Die Negativ-Serie färbte auf das gesamte Team New Zealand ab und drohte den hart erkämpften Unbesiegbar-Nimbus zu zerstören. Denn neben Burling und Tuke segeln gehören auch die beiden Finn-Dinghy Weltmeister Josh Junior und Andy Maloney zum Cup- und SailGP-Team.

Die Kiwis siegen vor vollen Tribünen in Kopenhagen. © SailGP

Aber nun ist der Knoten geplatzt. Die Kiwis haben nicht nur das vergangene SailGP-Event in Plymouth so dominiert wie selten ein Team zuvor. Sie wiederholten den Coup

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Carsten Kemmling

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