Schiffbruch beim Golden Globe Race: US-Skipper Guy de Boer bei Fuerteventura aufgelaufen

Ende eines Abenteuers

Der amerikanische Einhand-Skipper Guy de Boer ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag bei der Kanaren-Passage gestrandet. Er lag beim Golden Globe Race auf Platz fünf. 

Die Tashiba 36 “Spirit” (Bj 1986) am Strand von Fuerteventura. © GGR

Guy de Boer (66) aus New Orleans ist bei der Passage zwischen Lanzarote und Fuerteventura auf einen Felsen aufgelaufen und am nördlichsten Strand der Insel angespült worden. Der Amerikaner war als Fünfter der 16 am 6. Oktober gestarteten Golden Globe Einhandskipper bei der Meerenge angekommen, wo er laut Regularien Film- und Foto-Material abgeben sollte. In der Nacht geriet er aber bei moderaten Windbedingungen zwischen 10 und 15 Knoten aus bisher noch ungeklärter Ursache auf Legerwall.

Am Tag vor der Abreise aus Sables-d’Olonne tauchte Guy de Boer noch einmal, um seinen Rumpf zu inspizieren. © JLLHOMOND / GGR_2022

Die erste Information kam um 04:10 Uhr Ortszeit von Kirsten Neuschäfer die knapp achteraus in de Boers Kielwasser segelte. Sie kontaktierte die Wettfahrtleitung per Satellitentelefon, um über einen Mayday-Funkspruch zu berichten. Daraufhin reagierte auch die örtliche Küstenwache. Der Amerikaner konnte zu diesem Zeitpunkt nicht genau übermitteln, wo er sich befand.

Am Strand von Fuerte endet das Rennen von Guy de Boer.

Um 04:24 Uhr gelang de Boer der direkte Kontakt mit der Rennleitung. Er berichtete, dass er nach dem Kontakt mit einem Felsen festsaß und dann von einer starken Welle getroffen wurde. Er machte seine Rettungsinsel bereit und übermittelte schließlich seine GPS-Position der Küstenwache.

Die Position der Strandung. ©GGR

Per Funk sprach er mit den Rettern und berichtete,

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Carsten Kemmling

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