Segel-Bundesliga 2. Liga: Ehepaar Willim in der 1. Liga – Die vier Aufsteiger stehen fest

Nie mehr zweite Liga...

Beim finalen Segel-Bundesliga Spieltag für die 2. Liga in Kiel sind Entscheidungen für den Auf- und Abstieg gefallen. Clubs aus Hamburg, Schleswig-Holstein, Berlin und Nordrhein-Westfalen sind erstklassig.

1. und 2. Liga auf einem Kurs. Selten segelten sie so ineinander. Meistens ging es gut. © DSBL/Lars Wehrmann

Die Saison 2018 ist für die zweite Liga entschieden und selten war die Hierarchie so eindeutig wie in dieser Saison. Besonders die ersten drei Vereine haben klar dominiert. Der Mühlenberger Segel-Club aus Hamburg war schon vor dem Finale aufgestiegen, und deshalb konnte sich auch mal eine andere Kombination beweisen.

Der beste Aufsteiger: Mühlenberger Segel-Club. © DSBL/Lars Wehrmann

Während der etatmäßige Steuermann Magnus Simon gerade in Porto Cervo auf der Swan50 “OneGroup” von Stefan Heidenreich die WM gewonnen hat, übernahm sein Taktiker Till Krüger und fuhr mit Platz vier souverän den Gesamtsieg nachhause. Das Team der Mühlenberger von der Elbe ist offenbar so tief aufgestellt, dass es eine Bereicherung für die 1. Liga sein kann.

Für den Schlei Segel-Club segelt das schnellste und einzige Ehepaar in die erste Liga © DSBL/Lars Wehrmann

Das gilt nicht unbedingt für die zweiten der Gesamtwertung und in Kiel vom Schlei-Segel-Club. Andreas und seine Frau Suzy Willim tragen zeitlich die Hauptlast auf ihren Schultern und machten zumindest im vergangenen Jahr keinen Hehl daraus, dass sie über den knapp verpassten Aufstieg (Rang 5) nicht unglücklich waren.

Beim Spieltag in Berlin zeigt allerdings auch Sohn Nik Aaron Willim seine Qualitäten als Alternativ-Steuermann und führte sich bei seiner Premiere bestens mit Rang drei in das Team ein. Die Laser Olympiakampagne könnte allerdings ein zeitliches Problem bereiten.

„Es war für uns ein sehr anspruchsvolles letztes Event hier in Kiel, vor allem auch weil wir am Samstag krankheitsbedingt einen Crewwechsel vornehmen mussten. Nichtsdestotrotz hat es das Team heute und über die gesamte Saison hinweg super gemacht und ich denke wir segeln 2019 berechtigterweise in der 1. Liga“, sagte Steuermann Andreas Willim nach Ende des Events in Kiel. Er segelte zusammen mit Chris Hartkopf, Henning Sohn und Suzanne Willim.

Erik Witzmann und seine CSV03-Crew gewinnen überlegen in Kiel. © DSBL/Lars Wehrmann

Den längst fälligen Sieg feierte der SV03 aus Berlin nach schon zwei zweiten Plätzen in der Saison. Das Team um Steuermann Erik Witzmann behauptete nach sieben Siegen in Kiel einen Vorsprung von sechs Punkten und bestätigte die konstante Leistung in dieser Saison. Der Gewinn des Abschluss-Rennens, zeigt auch Qualität bei stärkerem Wind. Kein Wunder. Mit Fabian Lemmel sitzt einer der besten deutschen Finnsegler auf der Kante.

Mal wieder ein Aufsteiger aus Nordrhein-Westfalen. Der SLS aus Duisburg. © DSBL/Lars Wehrmann

Hinter den drei Dominatoren der zweiten Liga schaffte noch die Seglergemeinschaft Lohheider See aus Duisburg den Aufstieg. Sieben Punkte Vorsprung auf die ehemaligen Erstligisten vom Potsdamer Yacht-Club sind eine klare Sache. Der SLS mit Steuermann Matthias van Holt wird eines der jüngsten Teams in der 1. Liga stellen. Falls der Düsseldorfer Yacht-Club die Klasse hält könnten dann einmal wieder zwei NRW-Vereine vertreten sein.

Die Sieger der 2. Liga 2018. © DSBL/Lars Wehrmann

Erik Witzmann hält für den SV03 die Sieger-Rede. © DSBL/Lars Wehrmann

Ebenso spannend wie die Frage um den Aufstieg, gestaltete sich der Kampf im Tabellenkeller. Die letzten vier Vereine sind vom Abstiegsstrudel erfasst worden. Sie haben allerdings durch einen neuen Modus noch die Chance, beim DSL-Pokal den Liga-Status zu erhalten. Die Seglervereinigung Gelting-Mole, Lübecker Segler-Verein, Segel-Club Sorpesee Iserlohn, Röbeler Segler-Verein “Müritz” belegen nach fünf Spieltagen die Plätze 15-18.

Gemeinsam mit sechs Clubs aus der 1. und 2. Liga, 12 „Liga-Neulingen“ und zwei Teams der Juniorenliga geht es vom 02.-04. November beim DSL-Pokal in Hamburg um vier Startplätze für die 2. Segel-Bundesliga 2019.

Für den Segel-Club Eckernförde sorgten die Marten-Brüder und ihre Crew mit einem sechsten Platz in Kiel noch souverän die Rettung. Stark präsentierte sich in Kiel auch der Aufsteiger vom Augsburger Segel-Club um Musto-Skiff-Weltmeister Andi Lachenschmid. Nach bisherigen Plätze um Rang 11 erreichten sie diesmal das Podium als Dritte.

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Segel-Bundesliga 2. Liga: Ehepaar Willim in der 1. Liga – Die vier Aufsteiger stehen fest“

  1. avatar Johannes Bahnsen sagt:

    Vielen Dank für den Bericht.
    Leider waren die Augsburger etwas gewiefter als wir und haben uns im letzten Rennen geschickt einen teuren Penalty reingedrückt. Auch das muss man können. So stehen sie verdient auf dem Treppchen.
    Glückwunsch an sie und alle Aufsteiger.
    Cheers!
    Johannes

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