Segel-Bundesliga: Strukturen nach Krisengipfel noch offen

„Konstruktiv und freundschaftlich“

Die Strukturen hinter der Segel-Bundesliga sind nach dem Krisengipfel vorgezeichnet. Neuer DSV-Verbandssprecher betont Einigkeit. Saison 2014 weiter bei der DSBL GmbH.

Deutsche Segel-BundesligaSechs Stunden saßen sie am Dienstag im Büro der Hamburger Konzeptwerft unterm Michel: Die Hausherren und Initiatoren der Segel-Bundesliga auf der einen sowie die Spitze des Deutschen Segler-Verbands (DSV) auf der anderen Seite, beide flankiert von ihren Juristen.

Viel drang noch nicht über die künftigen Strukturen und Rechte am weltweit ersten Ligabetrieb im Segelsport nach außen. Nach dem Streit Ende Januar am Rande der Messe boot in Düsseldorf demonstrieren die Parteien nun Einigkeit, die allerdings im Detail noch vertraglich ausgearbeitet werden müsse.

Drei Tage zuvor war ebenfalls in Hamburg der Deutsche Segel-Liga e. V. (im DSV) unter Vorsitz von Olympiasieger Eckart Diesch (1976 Gold im FD mit Bruder Jörg) gegründet worden. Der e.V. ist laut eigener Satzung nun offiziell Ausrichter der Bundesligaregatten. Die kurz bevorstehende Bundesliga-Saison 2014 soll jedoch weiter von der Deutsche Segel-Bundesliga GmbH (DSBL) ausgerichtet werden.

Das wurde zwar nicht schriftlich beschlossen, aber immerhin mündlich bekundet. Damit folgten die Bundesligavereine pragmatisch der Realität. Denn die Vorbereitungen für die Relegation zur 1. und 2. Liga Anfang April in Glücksburg wurden längst von der Konzeptwerft-Tochter vorangetrieben. Nach dem Krisengipfel im Dickicht von Rechteinhabern und -nutzern sollen die Anwälte offene Detailfragen auf einen Nenner bringen.

Thorsten Fricke, DSV

Neuer DSV Sprecher Thorsten Fricke. © Fricke

„Die Gesprächsatmosphäre war konstruktiv und freundschaftlich“, berichtet der neue DSV Verbandsprecher Torsten Fricke gegenüber SR. „Alle wollen ja im Grund das Gleiche.“ Eine offizielle Mitteilung werde es aber nicht geben, solange die Tinte nicht unter allen Vereinbarungen trocken ist.

Der Münchener Medienmann war am Wochenende vom DSV-Präsidium zum neuen Verbandssprecher berufen worden, um die Außendarstellung zu verbessern. Die Öffentlichkeitsarbeit des Dachverbands war zuletzt nicht nur beim Bundesliga-Zwist spärlich.

Der 50-jährige Fricke, früher 470er-Segler und Mitarbeiter der Zeitschrift „Regatta“, heute Opti-Vater von zwei Töchtern und im clubeigenen H-Boot des Münchener Ruder- und Segelverein „Bayern“ auf dem Starnberger See unterwegs, füllt ein schon seit vielen Jahren andauerndes Vakuum im DSV. In den 80er-Jahren war der Verbandssprecher sogar Präsidiumsmitglied, damals in Person von Svante Domizlaff. Der Neue sieht auch medial ein „Riesenpotential“ in der Segel-Bundesliga und will helfen, dieses zu erschließen.

Spenden
https://northsails.com/sailing/de/

Ein Kommentar „Segel-Bundesliga: Strukturen nach Krisengipfel noch offen“

  1. avatar Thorsten Wöll sagt:

    Nun, der weltweit erste Ligabetrieb im Segelsport stimmt so nicht ganz…
    Die Deutsche Windsurf-Bundesliga hat in diesem Jahr in Zülpich ihr 25. Jubiläum gefeiert.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Thorsten Wöll

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *