Segeln bei den Paralympics 2028: Komitee verzichtet auf Para Sailing – Surfer dürfen hoffen

"Enttäuschender Tag für unseren gesamten Sport"

Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hat die Sportarten benannt, die 2028 bei den Paralympics in Los Angeles berücksichtet werden. Segeln ist nicht dabei, die Kampagne von World Sailing gescheitert.

Objektiv betrachtet sollte der Segelsport die vielleicht beste Möglichkeit bieten, um behinderte und nichtbehinderte Menschen auf Augenhöhe mit- und gegeneinander Sport treiben zu lassen. Umso logischer wäre eine Förderung auf der Plattform, die am meistern Aufmerksamkeit erreicht: den Paralympics.

Parasailing at its best: Die Flotte der Hansa-Klasse bei ihrer WM. © World Sailing

Aber das sieht offenbar nicht jeder so. Schon gar nicht die Delegierten des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), die über die Sportarten abzustimmen hatten, die 2028 in Los Angeles antreten dürfen. Insgesamt 33 Sportarten hatten sich um die Aufnahme in das Programm für 2028 beworben. Aber schließlich wurden nur die 22 Disziplinen bestätigt, die auch schon in Tokio antraten und in Paris dabei sein werden.

Hintertüren blieben nur für das Para-Klettern und -Surfen offen. Nicht aufgenommen werden Armdrücken, Fußball für Zerebralparese (CP), Golf, Karate, Para-Tanzsport, Fußball im Elektrorollstuhl, Segeln, Rollstuhlhandball und Beach-Paravolleyball.

Von 2000 bis 2016 war Segeln bei den Paralympics vertreten. Vor den Sommerspielen in Rio war das vorläufige Aus verkündet worden. Begründung: Fehlende internationaler Verbreitung.

Beispiel für Inklusion beim Segeln. © World Sailing

Seitdem hatte World Sailing daran gearbeitet, mehr Parasailor aus verschiedenen Nationen auf das Wasser zu bekommen und war dabei durchaus erfolgreich gewesen. Das  Para Sailing Development Program (PDP) war 2017 ins Leben gerufen, um Segler und Trainer zu unterstützen und die Teilnahme in allen Regionen zu erhöhen. “In dieser Zeit haben über 210 Segler und Trainer aus 39 Ländern auf sechs Kontinenten das Programm absolviert”, heißt es bei World Sailing.

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Carsten Kemmling

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