Segelsport TV: CNN-Sendung Mainsail nach Ausstieg von Rolex auf Eis gelegt

Rolex Rückzug

Ohne Sponsor keine Sendung: In einem emotionalen Statement verkündet die britische Moderatorin und zweimalige Olympiasiegerin Shirley Robertson das (vorläufige) Aus von CNN Mainsail.

Die Reporterin steht fassungslos vor den Wracks zweier Fahrtenkatamarane nach einem Karibik-Wirbelsturm. © CNN

Seit 15 Jahren gehört sie fest zum Programm des US-amerikanischen Fernsehsenders CNN: die monatlich ausgestrahlte Sendung Mainsail, moderiert von der zweifachen Olympiasiegerin Shirley Robertson. Doch damit ist es nun erst einmal vorbei. Der Grund: Rolex zieht sich als Sponsor zurück. Ein Ersatz ist bisher nicht in Sicht, die Sendung daher seit Anfang des Jahres zunächst einmal eingestellt. Bestenfalls sei ihre Zukunft ungewiss, teilte Shirley Robertson nun in einer ausführlichen Stellungnahme mit.

Obwohl die Suche nach einem neuen Unterstützer nach Angaben der Moderatorin noch nicht abgeschlossen ist, klingen ihre Worte nach einem endgültigen Abschied:

„In den letzten 13 Jahren war CNN Mainsail ein sehr wichtiger Teil meines Lebens”, erklärt sie. “Beim Fernsehen ist mehr als ein Jahrzehnt fast ein Leben lang – 156 Ausgaben. Das Schöne an der Sendung war, dass kein Monat dem anderen glich. […] Ihre Langlebigkeit ist auch ein Beweis dafür, wie loyal und unterstützend Rolex in unserem Sport war und ist. […]

Für alle, die an der Show gearbeitet haben, für CNN und für die Programmproduzenten Sunset+Vine ist es ein großer Verlust. Aber auch für den Sport, den wir lieben. Eine solch globale Reichweite einmal im Monat, seit über einem Jahrzehnt, ist eine wunderbare Sache für den Segelsport. Dieses kleine Stück reguläre Sendezeit zu verlieren, ist daher ein großer, großer Verlust. […]

Aber es geht nicht nur um den Sport. Eigentliches Ziel war es für mich immer, die menschlichen Geschichten hinter der vielfältigen Welt zu erzählen, in der wir segeln. Nie vergessen werde ich etwa den Dreh der Sendung mit dem Emirates Team New Zealand, nur drei Monate nach ihrer verheerenden Niederlage in San Francisco. […]

Die Olympiasiegerin moderiert gerne von Bord – auch auf klassischen Yachten. © CNN

Danke also an jeden Einzelnen von euch, der mich einen kleinen Blick in seine Welt werfen ließ – für die Hilfe und Begeisterung und vor allem für euer unerschütterliches Vertrauen.“

Nicht nur für das Bestreben, die Popularität des Segelsports zu vergrößern, dürfte ein Ende von CNN Mainsail ein herber Rückschlag sein. Nach dem Ausstieg von Rolex drängt sich nun vor allem eine Frage auf: Ist das womöglich der Anfang eines drohenden Rückzugs aus dem gesamten Segelsport?

Shirley Robertson in ihrer Rolle als CNN Segelsport-Presenter. © CNN

Es wäre ein schwerer Schlag. Der schweizer Uhren-Hersteller nutzt seit vielen Jahren die Plattform des Sports für seine Werbebotschaften und generiert dadurch eine große Aufmerksamkeit. Rolex sponsert insbesondere die großen Yacht-Regatten wie Fastnet Race, Sydney-Hobart und das Middle Sea Race in Malta, und ist in Porto Cervo regelmäßig präsent mit dem Maxi Yacht- oder Swan Cup.

Ganz nah dran an den bewegenden Segel-Stories – in der Rettungsinsel. © CNN

Aber die Pläne für 2019 weisen allerdings kaum auf eine Pause hin. Neben den genannten Eckpfeiler-Veranstaltungen zeigt Rolex  im August Flagge bei der TP52-Weltmeisterschaft in Palma und unterstützt auch die Sail GP Rennserie von Larry Ellison und Russell Coutts.

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Traumjob? Heli-View auf eine Karibik-Regatta. © CNN

Im Interview mit Francois Gabart. © CNN

An Bord des aktuellen Volvo Ocean Race-Siegers Dongfeng. © CNN

2010 auf dem monströsen Alinghi-Katamaran. © CNN

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