Silverrudder 2019: Heinrichs Kampf ums Podium – Gegner arbeitet mit Sandsack-Trick

Einmal "einhand mit ALLES"

Heinrichs beim Beginn der harten Kreuz im Norden © silverrudder

Patrick Heinrichs zählt mit seiner T24 “Jynx” zu den echten Silverrudder-Spezialisten der ersten Stunde und belegte in den vergangen Jahren die Plätze 4/2/1. Auch diesmal kämpfte der 49-jährige Internet-Unternehmer in der Klasse Keelboats Mini (18 bis 25 Fuß) wieder um den Sieg. Hier sein Bericht:

Das Jahr war endlich wieder um und die 400 Einhandpiloten trafen sich in Svendborg zur größten (und großartigsten) Einhandregatta der Welt. Nachdem vor zwei Jahren Flaute und im letzten Jahr Sturm die Regatta bestimmt hatten, sollte es doch diesmal ein wenig von allem für jeden geben und dazu herrlichstes Spätsommerwetter – zumindest am Samstag und Sonntag.

Allerdings hatten die Wettergötter diesmal den Anreisenden ein paar dicke Klopfer in den Weg gelegt, denn an den vier Tagen vor dem Rennen blies ein Nordwester aus allen Rohren über die Ostsee, so dass einige bereits auf der Anreise umdrehten oder sogar Schaden nahmen. Damit reduzierte sich das Starterfeld bereits auf rund 300 Skipper. Aber die wollten es dann auch wirklich wissen.

Silverrudder-Spirit dank Bandbreite

Die Bandbreite der Boote wird bei dieser Regatta auch zunehmend größer, so tauchte der erste Foiler bei den 30 Füßern auf, eine Flaar26 mit „Dolphin Guillotinen“artigen Foils im Figaro3 Stil, die sogar schwenkbar waren. Ebenso die ersten beiden Plattbug Minis.

Die Silverrudder-Flotte © silverrudder

Schön ist es dennoch, dann im Hafen neben einem echten Fahrtendampfer mit Backdeck fest zu machen. Mit einem Skipper, der die Herausforderung sucht und dessen Sorge nur das Zeitlimit von 50 Stunden war, während wir immer nur nach der Verbesserung des Rekords schielen. Diese Bandbreite ist halt der Silverrudder-Spirit, der diese Regatta groß gemacht hat, und den sie sich auch hoffentlich bewahren kann.

Ich selber war nach meinem Starkwindritt und Sieg im letzten Jahr eher vom Jäger zum Gejagten mutiert. Wie in allen Klassen ist auch in der Miniklasse bis 25 Fuß die Konkurrenz immer härter geworden. Das bezieht sich insbesondere auf die Ausrüstung mit Segeln und nahezu unlimitierten Gadgets, die zur Speedsteigerung benutzt werden können.

So hatte der spätere Sieger in unserer Keelboat Mini-Klasse auf seiner sonst serienmäßigen CB66 vier 20 Kilogramm schwere Sandsäcke gebunkert, mit denen er sein aufrichtendes Moment auf der Kante steigerte. Sein Speed auf der Kreuz gab ihm Recht.

Nach schönem Start in Lee ganz vorne

Da hilft dann eben nur gute Vorbereitung, und so habe ich den Donnerstag nochmal zum intensiven Training und zur Wassertiefen-Vermessung der ersten Meilen nach dem Start genutzt. Und das sollte sich dann am Freitag auch auszahlen.

Nebenbei genossen wir feinstes Segelwetter mit Sonne und „Sitzbrise“. Sowas sollte man im Herbst nicht auslassen, wenn sich die Saison dem Ende zuneigt.
 Und so fühlte ich mich gut präpariert für die Dinge, die da am Freitag kommen sollten.

Die angesagte Warmfront brachte ein ganz klein wenig Niesel aber schönen Westwind der uns nach dem Start von der neuen Startlinie in Christiansminde aus dem Svendborgsund mit Hilfe des Schiebestroms rausbrachte. Und nach zwei Segelwechseln auf den ersten vier Meilen lag ich nach einem schönen Start in Lee ganz vorne, hatte den Reacher oben und schrubbte mit acht Knoten über Thurows Rev.

Die beiden “Plattnasen” Minis im Hafen © silverrudder

Mit 30 cm Wasser unterm Kiel in der Gewissheit nicht aufzubrummen – da ich am Vortag quasi schon meine eigene Spur gelegt hatte – ging es auf der Ostseite Fynens Richtung Große-Belt Brücke.

Die Verfolger hatten sich sortiert und so sah ich eine (von mehreren) First 24, den Plattbug Mini von Lennart Burke bei seinem (letzten?) Einsatz für den Trans Ocean e.V. (schade eigentlich), Harry Müllers Platu25 und Fabian Buhses Mini Proto hinter mir aufgereiht, bereit bei dem kleinsten Fehler meine Position zu übernehmen.

Die 15 Meilen Reach unter Genni aus der Hand gefahren hinterließen ihre Spuren. Linker Handschuh perforiert, und die ersten Hautfetzen hingen auch schon runter…das konnte ja noch spaßig werden. Aber die Belt-Brückenpassage funktionierte schon mal gut nach dem üblichen „passen wir da durch oder nicht“-Spiel bei der Wahl der Durchgfahrtstore. Je kürzer der Weg desto flacher die Durchfahrt.

300 kg per Winsch nach Luv

Leif Jägerbrand als bester First24-Pilot zuckte dann auch als erster. Uns folgend drehte er dann doch kurz vor unserer Durchfahrt hart nach Steuerbord ab und verschaffte sich zwei Bögen weiter rechts etwas mehr „Luft“. 
Damit war er erstmal raus raus dem Führungstrio, das bis zur Nordostecke Fynens aus meiner T-24, dem Plattnasen Vector 6.50 und Fabians Cantingkeel Proto Mini bestand.

Auf diesem doch sehr harten geschrickten Upwinder war ich dann auch echt neidisch auf seine 300 kg die er per Winsch nach Luv neigen kann. Und auch der Vektor zeigte eine wahnsinnige Stabilität.

Guter Start in Lee © silverrudder

Mir dgagen blieb nichts anderes übrig, als meinen geschundenen Körper weiter zweieinhlab Stunden möglichst gestreckt am Fußgurt rauszuhängen um die unvermeidlichen Überholmanöver noch etwas rauszuzögern.

Bei Romsö war es dann soweit. Trotz härtester Deckung fuhr mir Lennart eine Länge in Lee durch und übernahm die Führung. Aber ich hatte die Hoffnung, ihn auf der folgenden 30 Meilen Kreuz wieder einholen zu können. Denn so ein rundgelutschtes Stück Seife muß sich doch in den Wellen „festbeißen“.

Tief gestapelt

Ich folgte ihm zähneknischend, und wir rundeten gegen 17:00 Uhr Fyns Howed. Dort stand uns der West mit sportlichen 5-6 und ordentlich Wellengang entgegen. Ich grummelte mehrmals über unsere Dänische Wetterdeuterin die uns am Vorabend noch „maximal 15 Knoten Wind gegen Abend abnehmend….“ versprochen hatte. (Im letzten Jahr hatte sie auch schon tief gestapelt und was von 28 erzählt als es uns dann mit über 40-45 erwischte…)

Knapp an der Fähre vorbei © silverrudder

Nix da, das Boot knallte in die Wellen, das längst gereffte Groß flatterte erbärmlich und mit einsetzender totaler Dunkelheit wurde es nicht wirklich leichter die Karre vorwärts zu treiben.

Leider hatten wir vorher immer noch soviel Licht, dass ich die Pace, die Lennies Mini auch auf der Kreuz an den Tag legte, noch sehen konnte, und damit zerstoben erstmal meine Hoffnungen auf eine Entscheidung bis Fredericia. Im Gegenteil. Dort angekommen, lag ich schon 1,6 km hinter ihm als es in den kleinen Belt ging.

Inzwischen war aus dem Zweikampf auch ein Vierkampf geworden, denn Fabian setzte seine Kielwinsch weiter erfolgreich ein und Klaus Madsen auf der kleinen CB66 mit der Sandsacktechnik hatte sich auch rangerobbt….

Aaaaber bei den beiden Middlefahrt Brücken geht ja immer was, vor allem wenn uns wie auch diesmal die Kombi aus 1-2 Knoten Gegenstrom auf flaue strichige Winde von vorne erwartet.

Inzwischen wurden wir auch von einem wunderschönen Halbmond illuminiert, und man konnte seine Gegner halbwegs ausmachen. Zum Glück auch den Spezi der gegen alle Regeln versuchte das Klima zu retten, indem er sich den Strom für die Navilichter komplett sparte und in Harakiri Manier hoffte nicht übergebügelt zu werden, ehrlich nicht lustig.

Einsamer Kampf ums silberne Ruder © silverrudder

So wechselten die Platziereungen vor der 2. Brücke fast minütlich und zwischendurch war ich sogar wieder in Führung, nur um 300 Meter weiter im vermeintlichen Nehrstrom auf der rechten Seite komplett stehen zu bleiben. Ich benötigte vier Versuche um die Brücke zu passieren und meine Flüche hörte man bestimmt bis zum anderen Ufer.

Aber ich war in guter Gesellschaft, die CB66 tat sich noch schwerer und somit führte plötzlich Fabian nach der großen Aussenrunde vor Lennart, und ich segelte wieder mehr als einen Kilometer dahinter.

Aaaaaber dann…

Da hilft nur mehr Power und so ging es unter dem Code 05 plus Fock plus Groß auf die Jagd bei 2-5 Knoten Wind. Und tatsächlich standen die beiden Minis mit ihren dicken Hintern am Wasser klebend kurze Zeit später vor mit bei Faenö. Ich übernahm die Führung gegen 4:00 und wollte nur noch weg. Da ich ja inzwischen wußte was bei auffrischendem Wind auf einem engen Reach passieren würde.

Also alles Gewicht auf die Kante, noch ein paar Happen gefuttert und mit 8+ Knoten im „double headed Mode“ nach Südosten.
 Als das erste Morgenlicht anbrach lag ich laut Tracker einen Kilometer vor dem Zweiten und die nächsten drei hatten sich direkt dahinter einsortiert. Noch 17 Meilen geradeaus und dann Downwind nach Svendborg…könnte klappen.

Aaaaber dann….kam die Stunde des Klaus Rönn Madsen in seiner CB66. Der Wind hatte ganz leicht zugenommen und kam vielleicht 5-10 Grad raumer und Klaus hatte einen sehr flachen Genni (mit so einem grimmigen Gesicht drauf) das ich von hinten anfliegen sah.

Ich hatte immer noch 8+ auf der Uhr, aber er segelte in diesem Moment einfach in einer anderen Liga, spielte seine letzte Trumpfkarte aus und rauschte vorbei.
 Auch danach brummte er mir innerhalb von 17 Meilen runde drei Meilen Rückstand auf.

Da war es dann auch schon nicht mehr erwähnenswert, dass Fabian und Lennie auch noch vorbei zogen, wenn auch weniger dramatisch. So war ich dann 20 Meilen vor dem Ziel –wieder- nur Vierter und hatte nur noch eine Hoffnung: Den weißen VMG Runner.

Der hatte in diesem Race erst zwei Meilen lang die Sonne gesehen, und ich wusste, er wird schnell sein. Aber würde das reichen um die Lücke zu schließen?
 Egal, hoch die Blase und konzentriert die perfekten Winkel treffen um Tiefe zu fahren und die Strecke kurz zu machen.

Leider waren die Getränke ausgegangen oder nicht erreichbar und so wurden die nächsten drei Stunden doch etwas staubtrocken in der Kehle. Zumal sich das Gepumpe an der Schot in der jetzt scheinenden Sonne reichlich schweißtreibend gestaltete.

Aber es waren traumhafte Segelbedingungen an diesem Vormittag. Flaches Wasser und schönen Böen und Schralern, die man aussegeln konnte. Und so wurden die beiden Minis, die sich ihrerseits in einen Zweikampf um den Platz hinter dem weit Führenden verstrickten, stetig größer. 
Dann legte sich Fabian bei einer der Halsen auf die Seite und ich wähnte mich schon vorbei.

Ins Leere gezogen

Aber bei meiner nächsten Halse zog ich ins Leere. 
Verdammt, hatte sich doch der Softschäkel am Gennischothorn geöffnet. Also Autopilot an und bei 8 Knoten stehend aufs Vordeck um vorsichtig, ohne Druck reinzubekommen den schlagenden Kite zu erwischen und die Schot schnell wieder anzubinden.

Bloß nicht ins Wasser stürzen. Denn dann wäre ich wohl länger im Wasser verblieben. Das Boot wäre unter Autopilot einfach noch 10 Meilen weiter gesegelt bevor der Svendborgsund um die Ecke geht…aber an sowas denkt man ja erst nach der Regatta.

Die Brücke als “Nahtstelle” © silverrudder

Also weiter ging die Hatz und 5 Halsen später hatte ich dann die Blaue Nemesis von einem Mini, aber die Platte Flunder war immer noch vor mir und nur noch 4 Meilen. An Bord von Mex war man sich scheinbar auch zu sicher und so wurde nur noch tief gefahren aber nicht mehr auf das VMG geachtet, während ich noch 8-10 Halsen einlegte um den optimalen Winkel für den Downwinder zu treffen. Und tatsächlich -100m, -50m, – zwei Bootlängen und dann war ich neben ihm! 
Kurz vor der Brückendurchfahrt bei Svendborg lag ich in Luv und dann kam mal wieder die Fähre von vorne ins Spiel. Wer der Kapitän kennt, weiß das er keine Gefangenen macht und man lieber nicht dieselbe Brückendurchfahrt wie er nimmt.

Zum Glück hatte ich am Donnerstag zum ersten Mal die Nebendurchfahrt getestet, die mit ihren Steinhaufen die man im 3m Abstand passieren muß martialisch aussieht und man ausserdem damit Heerscharen von darauf sitzenden Kormoranen unter wildem Gezeter in die Luft zwingt.
 So konnte ich in der Gewissheit, dass es NICHT gleich rumsen würde in Luv in kontrollierender Position bleiben und den letzten Big Point machen. 
500m weiter erwartete uns die Ziellinie und nach 25 Stunden und 20 Minuten war auch mein viertes Silverrudder vorrüber.

Hart gefightet

Klaus hatte zwar 2 seiner 3 Führungsmeilen eingebüßt aber dann doch das bessere Ende für sich und so gab es im fünften Jahr den fünften Sieger in der Miniklasse, auch ein Beweis dafür wie hart gefightet wurde.

Zurück an Land konnte man wieder feststellen wie sehr die Organisatoren, die allesamt ehrenamtlich arbeiten, jedes Jahr noch besser werden. Livekomentare (inzwischen in Englisch danke Phillip), Drohnenfilme vom Start und den strategisch wichtigen Punkten, hunderte Fotos und Kommentare für die an Land gebliebenen, ein Landprogram im Svendborger Hafen, das Livetracking und -Monitoring und IMMER wenn man nach etwas fragt wird es möglich gemacht!

Und Hafenmeister die auch bei größter Platznot ruhig bleiben wie ein stummer Nordfriese. Wer sich fragt warum seine Regatten mit schwindenden Meldezahlen zu kämpfen haben, sollte einmal nach Svendborg kommen.

Oder überhaupt nach Dänemark, denn im nächsten Jahr an Himmelfahrt gibt es wieder die Onestarchallenge in Köge, sozusagen wie Silverrudder vor 4 Jahren mit einem tollen Kurs und einer ebenso engagierten Crew. Also nicht wieder 12 Monate warten um sich in Svendborg zu treffen, sondern schon im Frühjahr!

Silverrudder 2019 Ergebnisse

7 Kommentare zu „Silverrudder 2019: Heinrichs Kampf ums Podium – Gegner arbeitet mit Sandsack-Trick“

  1. avatar Hurgahamann sagt:

    ” perforiert, und die ersten Hautfetzen hingen auch schon runter…das konnte ja noch spaßig werden. Aber die Fehmarn-Belt-Brückenpassage funktio”

    Fehmarn-Belt – aber da steht doch noch keine Brücke 😉

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    • avatar Patrik sagt:

      Das mit der Fehmarn Brücke hat Carsten vom Originaltext “Brückenpassage” geändert..-. bitte nochmal drübergehen….

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      • avatar Carsten Kemmling sagt:

        jepp. Sry. Dachte ihr seid rund Fehmarn gesegelt 🙂 – Spannender Bericht!

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        • avatar Manfred sagt:

          mann-mann, da sieht man wie genau “unserer Segelexperte” sich das durchliest oder überhaupt im Bilde ist. Silverrudder und Fehmarn, das ist wie Trump und Klimaschutz.

          Danke Patrick für den tollen Bericht. Da war man ja fast mit an Bord und konnte die geschundenen Hände und die staubtrockene Kehle nachempfinden.

          Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

  2. avatar Henk08 sagt:

    Hey Patrick, toller Bericht und ganz herzlichen Glückwunsch zum 2. Platz! Nun weiss ich auch genauer, wie Dein Rennen gelaufen ist. Für einen Silverrudder-Neuling wie mich war es schon ein Riesenerfolg, in der unoptimierten 27 mit 5 Jahre alten Segeln fast die gleiche Zeit wie Du zu fahren. Ich gebe Dir Recht, es war eine in jeder Hinsicht beeindruckende Veranstaltung. Etwas beängstigend war allerdings, dass ich nach dem Rennen an verschiedenen Stellen meine Finger durch das nicht mehr vorhandene Mylar meiner Genua stecken konnte. Die Bedingungen vor Aebelo hätte das Segel wohl keine Stunde länger ertragen.!
    Bin total angefixt! Mehr Einhand Langstrecke bitte! Best Regards, Reto, SSC 27 GER 6964

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  3. avatar Frank sagt:

    Klasse Bericht!🤙👍👍

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

  4. avatar PL_sailservice sagt:

    Danke Patrick, toller Bericht, tolle Veranstaltung. Glückwunsch an alle die den inneren Schweinehund bis ins Ziel niedergekämpft haben. Gibt es Zahlen die beziffern wie viele Follower die Liveübertragung, TracTrac und die Website der Veranstaltung besuchen ?

    Ich persönlich sehe beim Betrachten der Ergebnislisten einen weiteren interessanten Aspekt für Außenstehende. Mir ist keine Regatta bekannt, die in dieser Fülle das gesamte Bootspektrum und so unterschiedliche Segler an die Startlinie bringt wie das Silverrudder oder der Palby Fyn Cup. Da segeln klassenübergreifend betagte Fahrtenboote gegen Hi-Tec Racer neuester Generation mit allen Gimiks, Profis gegen Wochenendsegler, 18` gegen 55`Schiffe, Monos gegen Multis usw. In den riesigen Starterfeldern dürften sich somit die unterschiedlichen Skills der Steuerleute in etwa nivellieren. Damit lassen die Zeiten einen direkten Rückschluss auf die Leistungspotenziale der unterschiedlichen Schiffe zu. Besonders beeindruckend finde ich dabei die unglaubliche Überlegenheit der Trimarane. Letztes Jahr gewann ein nur 28` langer Serien-Fahrtentrimaran bei 8-10 Bft mit 5 Std. Vorsprung vor dem ersten Mono (einer JPK 10.80, also einem speziell für Ein und Zweihandregatten designten Racer). Diese Jahr gewinnt – offensichtlich wie immer – ein Trimaran wieder mit 5 Std. Vorsprung (vor dem international renomierten Class 40 Racer `Red‘ mit M.M. v. Blumencron). Selbst die kleinsten Trimarane waren fast ausnahmslos Stunden vor den ersten Monos im Ziel. Lars Kämpfe, dessen 30 Jahre alten nur 26′ langen Dragonfly 800 ich von der Förde kenne, segelte die achtbeste Zeit unter allen Schiffen – Wahnsinn !!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 1

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