Silverrudder: Quorning 15,5 Stunden nonstop am Trimaran-Ruder – Gurgel stark mit Dehler30

Auf der Überholspur

Jens Quorning (60) hat bei der Silverruder-Einhand-Challenge mit seinem Dragonfly 28 Trimaran die schnellste Runde auf dem 134-Meilen-Kurs rund Fünen geschafft. Er nahm dem Vorjahressieger eine Stunde ab. Max Gurgel steuerte den (fast) ersten Monohull.

Dragonfly Werf-Chef Jens Quorning hat beim Silverrudder wieder einmal Werbung in eigener Sache gemacht. Er steuerte seinen modifizierten Dragonfly One‐Off 28 Trimaran “Dragonfire” in gut 15,5 Stunden in Bestzeit um die Insel und nahm dabei seinem ärgsten Widersacher und Vorjahressieger Jan Andersen mit seinem Marlin 33 Tri gut eine Stunde ab.

Der stark gereffte “Dragonfire” in der Nachstartphase. © Silverrudder

Dabei hatte Andersen den Rekord rund Fünen im vergangenen Jahr auf 14:09 Stunden gedrückt, aber diesmal musste er sich gegen Quorning klar geschlagen geben. Der Rekord war zwar nie in Gefahr, da im Großen Belt zu wenig Wind und eine Gegenströmung herrschte, aber die Dominanz von Quorning war bemerkenswert.

Rekord Tri Black Marlin diesmal deutlich geschlagen. © Silverrudder

Sein One Off ist allerdings auch eine extreme Karbon-Konstruktion. Der Multihull wiegt nur 590 Kilogramm und wurde mit einem 14,5 Meter hohen Kohlefaser-Flügelmast von Marstrøm gepimpt. Es bekam größere Elvström-Segel und einen verlängerten Bugspriet. Obwohl das Schiff schon 1996 vom Stapel lief, ist es technisch auf der Höhe. Bei 8 Knoten Wind erreicht es 16 Knoten Speed.

Umso bemerkenswerter, dass Quorning damit auch die erste Phase bei Starkwind unbeschadet überstand. Im dritten Reff konnte er nur mit Mühe

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Carsten Kemmling

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7 Kommentare zu „Silverrudder: Quorning 15,5 Stunden nonstop am Trimaran-Ruder – Gurgel stark mit Dehler30“

  1. avatar PL_info042 sagt:

    Laut Datenblatt JPK ist die 10.30 LWL 9,06m und die Dehler30od hat 9,14m (wäre also sogar länger) die LÜA wäre bei beiden Booten über 30 Fuss, demnach in Keelboat Medium. Es zählt aber die Rumpflänge und 30 Fuss haben exakt 9,14 Meter (da passt die Dehler30od genau rein) wie lang ist denn der Rumpf der JPK 10.30?

  2. avatar Jorgo sagt:

    Die Dragonfire ist kein Dragonfly!
    Jens Wuorning hat den Tri gebraucht von Falk Kämpfe gekauft (vor Jahren).

  3. avatar waterman2000 sagt:

    Falk hatte das Boot nur wenige Jahre. Es wurde ursprünglich für den dän. Beschlagsguru Gert Frederiksen gebaut. In den Bau und die Konstruktion war auch sein Freund Börge Quorning (der Vater von Jens) involviert. Jens hat den Tri später mit mit viel Know How aufwendig modifiziert. Heute hat die ‚Dragonfire‘ nur noch sehr wenig mit dem ursprünglichen Boot aus den 90er Jahren gemeinsam. So gesehen steckt also zumindest eine Menge Dragonfly- Know How in ihm.

    • avatar Jorgo sagt:

      Jens hat den Tri instandgesetzt und neu lackiert, aber damit wird es nicht automatisch ein Dragonfly.
      Jens ist ein guter Segler und Frederiksen hat sich seinerzeit einen wirklich heißen Tri bauen lassen, sehr leicht und mit extrem viel Segelfläche.Nicht ganz einfach zu segeln, das Teil (O-Ton Jens Quorning). Mehr nicht.

  4. avatar tensing norgay sagt:

    Lieber Carsten,
    es ist blanker Unsinn, von einem “modifizierten” Dragonfly 28 zu sprechen, wenn es um den Dragonfire One Off geht.

    Die Schiffe haben so viel miteinander zu tun wie eine Flying Cruiser Wanderjolle mit einem etwa gleich langen 505: Nichts, und zwar gar nichts, außer das es beides Trimarane bzw. Schwertjollen sind.

  5. avatar tensing norgay sagt:

    … es ist blanker Unsinn, von einem “modifizierten” Dragonfly 28 zu sprechen, wenn es um den Dragonfire One Off geht.

    Die Schiffe haben so viel miteinander zu tun wie eine Flying Cruiser Wanderjolle mit einem etwa gleich langen 505: Nichts, und zwar gar nichts, außer das es beides Trimarane bzw. Schwertjollen sind.

  6. avatar waterman2000 sagt:

    Es ist richtig das die Dragonfire mit einer Dragonfly wenig gemeinsam hat. Dragonflys sind alltagstaugliche Cruiser Tris, die Dragonfire ist eine extreme Rennmaschine. Zwar wurde auch schon mit einer kleinen Dragonfly 28 das Silverrudder gewonnen, aber dazu braucht es dann schon Bedingungen das solche filigranen Racer über dem Limit sind. (wie z.B. 2018 als weder die Dragonfire oder die Black Marlin wegen der extremen Bedingungen an den Start gingen)

    Die Modifikationen des ursprünglichen Bootes gehen weit über eine Neulackierung hinaus. Jens verpasste ihm einen komplett neuen Segelplan mit längerem Profilmast und längerem Bugspriet = +30% Segelfläche, die gesamte Bootsstruktur wurde entsprechend verstärkt und trotzdem wurde das Gewicht um fast 100 kg reduziert, er hat alle Anhänge modifiziert, Bananafoils erhöhen heute den dynamischen Auftrieb an den Floats usw. Das sind nur die Modifikationen die ich kenne, vermutlich kommen noch dutzende dazu.

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