Bilderserie: 18 Footer Grand Prix im Norden

Skiff-Artistik am Draht

Die 18 Footer sind das mit das Spektakulärste, was der Segelsport zu bieten hat. Die Profil Liga in Sydney war viele Jahre lang das Synonym für Segel-Action auf dem Wasser. Inzwischen gibt es auch andere interessante Skiff-Klassen, aber  ein 18 Footer in voller Gleitfahrt gehört immer noch zu den Highlights.

Es gibt auch eine kleine Gruppe guter Segler in Deutschland, die sie mit der Mutter aller Skiffs beschäftigt. Sie starteten in den vergangenen Wochen bei zwei 18-Footer-Grand Prix Veranstaltungen in Travemünde und Sonderborg (DEN). Dabei setzte sie der Yachtfotograf Thomas Eibenberger erstklassig in Szene.

Er verfolgte den britischen Sieg des Pica Teams um Skipper James Mears beim deutschen 18ft Skiff-Grand-Prix, mit fünf Punkten vor den Dänen Flemming Clausen. Und er stellte dar, wie die Dänen auf ihrem Heimratrevier den Spieß umdrehten.

Das deutsche Team um Norbert Peter © Thomas Eibenberger

In Travemünde gelang dem Deutschen Team Magic Marine um Steuermann Norbert Peter ein Laufsieg nach einem skurrilen Rennverlauf. Die Deutschen hatten Probleme im Pre-Start und kenterten nur eine Minute vor dem Start. Aber das Team kämpfte sich zurück und überquert die Ziellinie als fünftes Boot. Erst später erkannten sie, dass alle vier Teams vor ihnen einen OCS-Frühstart hatten.

In Travemünde waren beim letzten Rennen immerhin 11 Boote am Start. Das ist für die schwer zu beherrschende Klasse eine gute Quote. Nicht viele Teams trauen sich auf einen 18 Footer. Dabei kommen die Boote nur bei extremen Starkwind-Bedingungen ans absolute Limit.

Zur aktuellen Situation der 18 Footer schreibt die Klasse :

„Die Verbandsstruktur ist eher international ausgerichtet, da die 18ft Skiffs keine ISAF-Klasse sind. Es gibt jedoch nationale 18Footer-Vereinigungen in England, Deutschland und der Schweiz. Weltweit gibt es drei Konzentrationspunkte, diese sind traditionell aufgrund der Herkunft Australien, hier allerdings nach wie vor zu 95% Sydney.

Es gibt zwei Clubs, die je eine große 18Footer-Flotte ihr Eigen nennen, die Sydney Flying Squadron und die Australian 18Footer League mit insgesamt ca. 40 Booten, dazu auch einige historische 18Footer. In Amerika gibt es im Gebiet von San Francisco weitere ca. 8-10 Boote. Die Europäer sind als starkes Pendant zu den Australiern aufgestellt, Sie sind die am stärksten wachsende Gruppe mit derzeitig rund 45 Booten.

Hier gibt es eine gesunde Verteilung mit ca. 15 Booten in England, 13 in Deutschland, 9 in der Schweiz, 5 in Italien, je 3 in Frankreich und Dänemark, weitere in Ungarn, Niederlanden und natürlich Österreich. In dieser Zahl sind natürlich nur jene erwähnt, welche auch aktiv an Regatten teilnehmen. Hier handelt es sich um rund 90 Teams, weltweit werden aber sicher rund 400 18Foot-Skiffs existieren.“

Zum Thema:

Mastbruch-Video

Das spektakuläre Nokia-Video bei 30 Knoten

Deutsche 18 Footer Seite

Die Geschichte der 18 Footer

Internationale  18 Footer Klassenvereinigung

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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