SR Interview: L30 für den Zweihand-Mixed-Spot – Rodion Luka in guter Position

Mixed-Waffe vom Olympioniken

Rodion Luka, Olympia-Silber-Gewinner im 49er, hat mit der L30 ein Trailerboot auf dem Markt, mit dem er sich bestens für Olympia 2024 gewappnet fühlt. Eine Verschwörungstheorie weist er zurück.

Seit klar ist, dass die Disziplin Offshore Mixed 2024 olympisch wird, bringen sich zahlreiche Werften in Position, um in diese vermeintlich lukrative Lücke vorzustoßen. Dehler, J/Boats und Beneteau (Seascape) haben schon Produkte in dieser Richtung oder bereiten sie vor.

L30, Rodion Luka

L30 Flotte am Start. © L30

Im Reigen der Großen fällt immer wieder der Name des ukrainischen 49er-Silber-Gewinners 2004 Rodion Luka, der sich schon seit einiger Zeit bemüht, sein Design L30 auf dem Markt zu platzieren. Mit der Olympia-Entscheidung erkennt er nun seine Chance.

L30, Rodion

Die Linien der L30. © L30

Bei der Aufarbeitung der Vorgänge um die zweifelhafte Olympia-Entscheidung zugunsten der Offshore-Klasse behauptete die US-Website Sailing Illustrated schon, dass es im Vorfeld Absprachen von World Sailing Führungspersonal mit Luka gegeben habe, wodurch auch der späte Vorschlag zu erklären sei.

L30

Rodion Luka mit seiner L30. © L30

Tatsächlich hat der Ukrainer in den vergangenen Monaten die Sichtbarkeit seines Schiffes in den Medien deutlich erhöht. Aber für eine Verschwörungstheorie gibt es keine Beweise.

Im Interview erklärt Luka den transparenten Bewerbungsprozess, der im Hinblick auf die Mixed Doublehanded Weltmeisterschaft 2019 stattgefunden hat. Am 30. Oktober 2018 stellte World Sailing die L30 als Boot der Wahl vor. Mit einer vorweggenommen Olympia-Entscheidung hänge das aber nicht zusammen.

Seine Firma könne aber eine One-Design-Flotte bereitstellen, die den Ansprüchen von World Sailing für die WM genüge. Er glaubt besonders beim Einhalten geringster Bautoleranzen Vorteile gegenüber den großen Wettbewerb-Werften zu haben.

L30 Website

Die L30:

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

3 Kommentare zu „SR Interview: L30 für den Zweihand-Mixed-Spot – Rodion Luka in guter Position“

  1. avatar Andreas Borrink sagt:

    Hoffentlich wird bei der Entscheidung für die Offshore-Olympiaklasse (was für ein Quatsch an sich) dann wenigstens auch die Ästhetik eine Rolle spielen. Das Teil kommt ja daher wie Stalin’s Admiralitätspinasse……naja, Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Aber Achtung: Doppelruder (ein Rad pro Ruder? Das wär doch mal was in Sachen Gender-Balance!), Bowsprit, invertierter Steven und ein Porsche-Schriftzug allein machen noch kein gutes Boot!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 5

  2. avatar Klaus sagt:

    Es wird bei der Wahl zur Mixed Offshore Klasse wohl eher eine große Rolle gespielt haben, dass die Boote von der Werft zur Verfügung gestellt werden. Und nicht, dass esdas beste Boot ist…

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  3. avatar Darius sagt:

    Wie wäre es mit MiniTransat 650? Die Boote gibt es schon, die Klasse auch. Von Monopol kann es keine Rede sein (viele Hersteller). Boot sehr sportlich ausgelegt (ohne Herd und ohne „Badewanne“). Leicht zu transportieren und noch bezahlbar.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

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