Star Sailors Finals: Live Übertragung ab 17 Uhr – Viertelfinale Top Ten mit Stanjek und Polgar

Mitfiebern

Johannes Polgar und Markus Koy haben auf den Bahamas trotz Kollision und zerrissenem Groß das Viertelfinale der Top Ten erreicht, wie auch Robert Stanjek nach einem starken Schlussspurt.

Ergebnisse Star Sailors League Final

Die Pressemitteilung von Tag drei:

Der dritte und letzte Tag der Qualifikation brachte am Freitag in Nassau noch einmal Hochspannung. Am Ende setzten sich Freddy Lööf und Anders Ekström aus Schweden durch. Als Sieger der Qualifikation dürfen die beiden nun beim ersten Final-Rennen am Samstag zuschauen– sie ziehen direkt in das Halbfinale ein. Erfreulich aus deutscher Sicht Johannes Polgar und Markus Koy konnten sich ebenso für das Finale qualifizieren wie Robert Stanjek mit seinem dänischen Vorschoter Claus Olesen. Zu den zehn Mannschaften, die am Samstag noch dabei sind zählen außerdem die Teams Scheidt/Prada, Mendelblatt/Faith, Negri/Lambertenghi, Zarif/Böning, Kusznierewicz/Zycki, Gaspic/Olic und Scott/Milne.

 

Die besten Sechs des ersten Finallaufs werden gegen Lööf im Halbfinale antreten. Die vier Besten aus dieser Wettfahrt segeln dann im Sudden-Death-Modus im Finale aufeinander: Wer das letzte Rennen gewinnt, ist Gesamtsieger der SSL Finals 2014.

 

Die drei letzten Qualifikations-Rennen des Freitags produzierten bei Seglern und Zuschauern noch einmal Adrenalin pur. Der Wind blies stürmisch mit bis zu 30 Knoten, gegenlaufender Strom sorgte in der zweiten Hälfte Tages für eine aufgewühlte See.

 

In dieser Wettfahrt – der insgesamt siebten – lagen zunächst Scheidt und Prada in aussichtsreicher Position. Wegen eines Problems mit den Segeln war das Rennen für die beiden dann aber schnell beendet. Der Großteil des Feldes orientierte sich nach dem Start nach links. Nur die Kroaten Gaspic und Sitic zogen auf die andere Seite – eine Entscheidung, die sich auszahlen sollte, denn die beiden übernahmen zunächst die Führung. Diese wechselte in der Folge allerdings ständig. Die Griechen Papathanasiou und Tsotras sowie die Amerikaner Scott und Milne segelten auf die rechte Seite und mussten zusehen, wie die Flotte ihnen davonsegelte. Auf dem ersten Vorwindkurs zog sich das Feld weit auseinander, Lööf/Ekström und Negri/Lambertenghi bauten an der Spitze ihren Vorsprung auf 100 Meter aus. Grael und Almeida eroberten Rang drei und konnten diesen auch bis zur Lee-Bahnmarke halten. Lööf/Ekström und Negri/Lambertenghi lagen auch an der letzten Wendemarke vorn und hämmerten mit 200 Metern Vorsprung Richtung Ziel.

 

Wettfahrt zwei begann unter veränderten Vorzeichen. Wind und Strömung kamen aus einer Richtung und Regenwolken zogen auf. Die meisten Segler hielten zunächst auf die rechte Seite des Kurses zu. Die brasilianischen Teams Scheidt/Prada und Zarif/Böning zeigten eine starke Leistung, segelten beständig unter den führenden Fünf und wurden schließlich Erste respektive Vierte. Das polnische Team Kusznierewicz/Zycki setzte die Führenden permanent unter Druck und segelt schließlich auf Platz drei. Die Briten Scott und Milne beschädigten das Boot der Deutschen Polgar und Koy so stark, dass für beide Teams der Tag gelaufen war.

 

Der Start von Wettfahrt drei musste mehrfach wiederholt werden. Für viele Teams war dieses Rennen die letzte Chance, unter die ersten Elf zu segeln, entsprechend lagen die Nerven blank. Sogar Top-Segler wie Torben Grael ließen sich von der Nervosität anstecken. Wegen Problemen mit dem Kiel war die brasilianische Segellegende in den vergangenen Tagen aber ohnehin meisten hinterhergesegelt und hatte es nur in drei Rennen unter die Top Ten geschafft.

 

Die beiden führenden Teams kämpften um die beste Position, die Lööf/Ekström schließlich erobern konnten. Direkt dahinter gelang es nun Robert Stanjek und Claus Olesen in den Kampf um die Führung einzugreifen. Das deutsch-dänische Duo wurde schließlich Vierter und konnte sich dank konstant guter Leistungen an Tag drei nach schwachem Auftakt in den Tagen zuvor noch für die Finalwettfahrten qualifizieren. Hinter den Führenden entspann sich ein intensives Duell zwischen Scheidt/Prada und Negri/Lambertenghi, aus dem die Brasilianer als Sieger hervorgingen. Sie beendeten die Wettfahrt schließich auf Platz zwei.

 

Für Mark Mendelblatt, der vor Tag drei in der Gesamtwertung in Führung lag, war der Freitag kein guter Tag. Er musste die Führung – und damit die direkte Qualifikation für das Halbfinale – an die Schweden abgeben. Eine Überraschung war es für viele, dass gleich drei Finn-Dinghi-Segler den Sprung in das Finale schaffte: Zarif/Böning, Gaspic/Boening und Scott/Milne. Zu den Enttäuschten zählte am Freitag das Duo Melleby/Strube, das in der Frühphase der Serie noch auf Platz drei gelegen hatte. Aber auch die Brasilianer Grael/Almeida schieden aus, vor allem wegen technischer Probleme. Das Aus brachte der Freitag zudem für die neuseeländischen SSL-Neulinge Junior/Pritchard sowie für Szabe/Natucci, Papathanasiou/Tsotras, Lawrence/Evkin, Diaz/Baltins, Patience/Buchan und Fuchs/Siefert.

 

Die Worte des Tages vom Schirmherr der Star Sailor League Dennis Conner:

„Ich war überrascht, gestern Mark Mendelblatt ganz vorne zu sehen. Bei dem starken Wind heute kam dann aber die Erfahrung von Freddy Lööf und Robert Scheidt zum Tragen, so dass es in der Gesamtwertung vorne eng wurde. Ich war sehr beeindruckt von der Bootsgeschwindigkeit, die Freddy Lööf vor dem Wind erreichte. Ich hatte zuvor gedacht, dass Robert Scheidt auf diesem Kurs so dominant sein würde, dass er diese Regatten auf jeden Fall gewinnen würde. Freddy Lööf entschied das erste Rennen auf dem zweiten Vorwindkurs für sich und entschied das letzte Rennen mit einem satten Vorsprung für sich. Er konnte dabei seine Führung vor dem Wind ausbauen. Mir fiel auf, dass der Abstand zwischen Freddy Lööf und Robert Scheidt am Ende des Vorwind-Beins größer war als zu dessen Beginn. Freddy Lööf hat seinen Vorsprung auf Scheidt also vor dem Wind ausgebaut – eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit.“

 

Was erwartet uns am Samstag?

„Ich sehe Lööf, Scheidt und Mendelblatt auf dem Siegertreppchen. Die ziehen das durch, da bin ich mir ganz sicher. Um die Plätze vier und fünf wird es einen harten Kampf geben.“

 

Endstand der Qualifikation nach neun Rennen (mit einem Streichergebnis)

1. Loof/Ekstrom (SWE) – (4+[12]+4+3+6+5+1+2+1): 26 pts

2. Scheidt/Prada (BRA) – (7+1+2+7+4+4+[21]+1+2): 28 pts

3. Mendelblatt/Fatih (USA) – (1+10+3+1+1+2+[11]+11+9): 38 pts

4. Negri/Lambertenghi (ITA) – (5+5+[10]+6+5+8+2+8+3): 42 pts

5. Zarif/Boening (BRA) – (15+7+1+[17]+11+3+8+4+6): 55 pts

6. Rohart/Ponsot (FRA) – (6+2+[13]+9+2+10+7+7+12): 55 pts 7. Polgar/Koy (GER) – (9+3+6+2+13+1+6+[21]+21): 61 pts

8. Kusznierewicz/Zycki (POL) – (10+8+12+4+7+7+[13]+3+11): 62 pts

9. Stanjek(GER)/Olesen (DEN) – (12+[18]+14+8+10+13+4+5+4): 70 pts

10. Gaspic/Sitic (CRO) – ([14]+14+7+10+3+12+5+13+7): 71 pts

11. Scott/Milne (GBR) – (13+4+5+11+8+11+10+[21]+14): 76 pts

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
http://blueocean.berlin/magicmarine-team-werden/

Ein Kommentar „Star Sailors Finals: Live Übertragung ab 17 Uhr – Viertelfinale Top Ten mit Stanjek und Polgar“

  1. avatar Bekassine sagt:

    Super spannend, tolle Bilder

    Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *