Star Sailors League: Stanjek, Polgar und Koy segeln um 200.000 Dollar

Alte Zeiten lebendig machen

Robert Stanjek und sein Vorschoter Frithjof Kleen (GER) während der Wettfahrten bei den Olympischen Spielen in London © onEdition.

Robert Stanjek und sein Vorschoter Frithjof Kleen (GER) während der Wettfahrten bei den Olympischen Spielen in London © onEdition.

Vom 1. bis 7.  Dezember startet die zweite Auflage des Star Sailors League Finals auf den Bahamas. Die 18 besten Starboot-Crews der Welt segeln um Preisgeld. Die Sieger erhalten 40.000 Dollar.

Im vergangenen Jahr fand das League Finale erstmals statt und sah mit Robert Scheidt und Bruno Prada die erwarteten Sieger. Nun wird erneut versucht, den Olympia-Rauswurf der Starboot-Klasse vergessen zu machen und alte Zeiten wieder lebendig werden zu lassen.

Scheidt Prada

Robert Scheidt und Bruno Prada reißen die Arme in die Luft bei ihrem Finalsieg. © SSL/Carlo Borlenghi Studio Borlenghi

Der Schweizer Mäzen Michel Niklaus macht das möglich, indem er die besten Segler einlädt. Eine echte Welt-Liga (SR Meinung) hat sich allerdings noch nicht etablieren können. Die ehemaligen Olympia-Stars segeln nicht mehr ernsthaft mit dem Kielboot. Nur die Weltmeisterschaft mit den Siegern Stanjek/Kleen ragte 2014 heraus.

Umso spannender ist es, dass sich der schwedische Olympiasieger Freddy Loof, der inzwischen beim Artemis America’s Cup Team unter Vertrag ist, erstmals für das Finale angekündigt hat. Die Neuauflage des Zweikampfes mit Robert Scheidt von Weymouth könnte interessant werden.

Eine Überraschung wäre es, wenn die als Gäste eingeladenen Stars Finnweltmeister Giles Scott oder 470er Olympia-Silber-Gewinner Luke Patience eine Rolle spielen können. Dafür haben die Spezialisten normalerweise einen zu großen Vorsprung.

Robert Stanjek Frithjof Kleen

Robert Stanjek Frithjof Kleen dürfen ab sofort den goldenen Star im Segel führen. © Marc Rouiller/SSL

Es ist auch ungewiss, ob Robert Stanjek in den Kampf um die vorderen Plätze eingreifen kann. Er muss auf Stammvorschoter Frithjof Kleen verzichten, der sich am Knie verletzt hat. Aber vielleicht können Johannes Polgar und Markus Koy noch einmal an alte Erfolge anknüpfen. Der Segel-Bundesliga Meister freut sich jedenfalls. “Ein echter Jahreshöhepunkt!”

Website Star Sailors League

Die Pressemitteilung zur Teilnahme von Robert Stanjek

Robert Stanjek will seiner herausragenden Saison mit einem starken Auftritt bei den Star Sailors League Finals, die in zwei Wochen in Nassau auf den Bahamas beginnen, ein weiteres Erfolgskapitel hinzufügen.

Besonders in der zweiten Hälfte dieses Jahres lief es für den deutschen Segler bislang überragend gut. Im Juli gewann er gemeinsam mit seinem langjährigen Vorschoter Frithjof Kleen (der auf den Bahamas wegen einer Verletzung von dem Dänen Claus Olesen vertreten wird) die Weltmeisterschaft.

In Malcesine auf dem Gardasee setzten die beiden sich in einer Flotte von 87 Booten durch und sicherten sich damit ihren Platz unter den Großen des Segelsports. Stanjeks Name wurde in den Pokal eingraviert, den schon so viele berühmte Namen des Segelsports zieren.

Legenden wie North, Elvström, Conner, Blackaller, Melges, Straulino, Cayard und viele Teilnehmer der Star Sailors Leauge Finals, darunter Scheidt (dreimal), Loof und Rohart (je zweimal), sowie Grael, Kusznierewicz und Szabo haben diesen Titel ebenfalls schon gewonnen.

Vor allem dank der 2500 Punkte für den WM-Titel und des siebten Platzes in den SSL Finals 2013 besitzt Stanjek aktuell 4524 SSL-Ranglistenpunkte und liegt damit auf Platz drei hinter Diego Negri (7023 Punkte) und Augie Diaz (4819 Punkte). Elf andere Konkurrenten haben ebenfalls mehr als 4000 Punkte, darunter Xavier Rohart (4384 Punkte) und Robert Scheidt (4005 Punkte).

Stanjek ist auch in der Offshore- und Blauwasser-Regattaszene eine feste Größe. In diesem Jahr ist er unter anderem in der Swan-60-Klasse gesegelt und hat mit Esimit Europa 2 das Rolex Middle Sea Race gewonnen.

Zitate von Robert Stanjek: „Leider hat sich Frithjof (Kleen) ernsthaft am Knie verletzt. Er befindet sich auf dem Weg der Besserung, kann aber im Dezember keine Rennen segeln. Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir im kommenden Jahr wieder gemeinsam antreten werden. Auf den Bahamas werde ich mit Claus Olesen aus Dänemark ein Team bilden.

Er ist ein sehr guter Freund und ein äußerst erfahrener Segler, der sein Heimatland bei zwei Olympischen Spielen repräsentiert hat und auch beim America’s Cup an den Start gegangen ist. Ich freue mich sehr auf ihn und es ist mir eine große Ehre, mit Claus zu segeln. Unser Ziel ist, das letzte Rennen zu erreichen. Aber fast noch wichtiger ist, all die alten Kumpels wiederzutreffen, viel Spaß zusammen zu haben und faire Rennen auszutragen.“

Was hältst du von der SSL? „Das ist wahrscheinlich das eindrucksvollste Starterfeld seit den Olympischen Spielen. Es ist fantastisch, dass auch viele Spitzensegler aus anderen Klassen dabei sind. Als ich jung war, habe ich die World Match Racing Tour verfolgt, mit all den großen Namen und Legenden, die damals am Start waren. Jetzt dürfte die SSL die 20 besten jungen Segler der Welt versammeln. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich mich qualifizieren konnte und in diesem Weltklassefeld dabei sein darf.“

Quelle: Communication ManagerAlex D’Agosta

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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