Starboot-EM: Merkelbach/Weise segeln auf Platz zwei – Drei Weltmeister geschlagen

Silber für den Präsidenten

Der Sieg bei der vom Sailing Club Mornar ausgerichteten Starboot-EM in Split/Kroatien schien für Hubert Merkelbach und Kilian Weise in greifbarer Nähe. Souverän übernahm das deutsche Team an den ersten zwei Tagen der Meisterschaft die Führung. Schließlich sicherten sie sich die Silbermedaille.

Der Starboot Klassenpräsident Merkelbach mit seinem neuen jungen Vorschoter. © regate.com.hr

Die Bedingungen bei der EM in Kroatien hätten kaum besser sein können. Sieben von sieben angesetzten Rennen konnten gesegelt werden. Mit Leichtwind aus nördlicher Richtung bis zur starken Seebrise war für Abwechslung gesorgt. 34 Team aus 20 Nationen gingen an den Start und freuten sich, nach einem Jahr ohne internationale Regatten endlich wieder gegeneinander antreten zu dürfen.

Gerade bei stärkerem Wind war das deutsche Team zu Beginn der EM schnell unterwegs. © regate.com.hr

Bei perfektem Wind mit 12 bis 15 Knoten aus Südwest führten Merkelbach, Ex-Europameister und Präsident der Starboot-Klasse vom Bodensee, und Weise nach zwei Rennen am ersten Tag das Feld an. „Es waren sehr schöne Bedingungen am ersten Tag der European Championships. Ich hatte einen großartigen Regattatag mit Kilian Weise und hoffe auf mehr davon“, sagte Merkelbach.

Kilian Weise arbeitet auf dem Vorschiff.© regate.com.hr

Der Wunsch wurde ihm am Folgetag direkt erfüllt. Bei ähnlichen Bedingungen wie an Tag eins, Sonne und Seebrise aus Südwest, verteidigte das deutsche Team seine Führung. In den zwei Rennen des Tages verbuchten die beiden Segler einen Sieg sowie im zweiten, durch Winddreher etwas kniffeligeren Rennen den sechsten Platz.

Die Leichtwindbedingungen am nächsten Tag beendeten den Siegeszug des deutschen Teams. Bei der starken Seebrise der ersten zwei Regattatage waren Merkelbach und Weise nicht zu stoppen gewesen, nun bremsten sie im wahrsten Sinne des Wortes die leichten drehenden Winde aus Norden aus. Ein 18. und ein zwölfter Platz ließen das Team auf Rang zwei in der Gesamtwertung zurückfallen.

Die Italiener Enrico Chieffi, Starboot-Weltmeister von 1996 in Rio de Janeiro, und Fernando Colaninno übernahmen die Führung, womit ihnen der Gesamtsieg der EM bereits am vorletzten Tag der Meisterschaft nach sechs gesegelten Rennen sicher war. Sie mussten zum letzten Rennen nicht mehr antreten.

Hubert Merkelbach und Kilian Weise (l.) auf dem Podium. © regate.com.hr

Am Finaltag der European Championships stand somit in dem einzigen Rennen des Tages der Kampf um die Plätze zwei und drei im Vordergrund. Als Sieger gingen der Argentinier Juan Kouyoumdijan mit Enrico Voltolini (ITA) daraus hervor. Mit dem zweiten Platz im letzten Rennen sicherten sie sich nervenstastark EM-Silber vor der US-Starboot-Legende Augie Diaz, Weltmeister von 2016, der mit dem Österreicher Christian Nehammer segelte, ehemaliger Vorschoter von Hans Spitzauer.

Das Feld in Split war mit 34 Booten noch relativ dünn besetzt. Aber zu den Geschlagenen gehörten unter anderem der französische Weltmeister-Skipper Xavier Rohart (13.), der dänische ex FD- und 505er Weltmeister Jørgen Schönherr – bei der EM 2019 noch mit einem fatalen Start-Error im Fokus (Video), mit Markus Koy (10.) aber auch der kroatische Laser-Spezialist Tonci Stipanovic (6.), der bei den Olympischen Spielen in Japan einer der größten Konkurrenten von Philipp Buhl sein wird.

Nach der EM in Split steht für die Starboot-Klasse als nächste große Regatta vom 4. bis 11. September die WM im Rahmen der Kieler Woche an. Unmittelbar davor, vom 31. August bis 3. September, findet ebenfalls in Kiel die zweite U30-WM statt.

Event website

Ergebnisse

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

13 − vier =