Strander KÜZ: Über 200 Jugendsegler vor Kiel

"Teils herausfordernd“

Bei der 2. Auflage der Traditionsregatta in der Strander Bucht sind über 200 Seglerinnen und Segler in den Klassen Optimist, 29er und Laser (4.7., Std., Rad.) an den Start gegangen. Video mit den Impressionen.

„Was das Wetter betrifft, war alles dabei“, berichtet Kai Bertallot, Wettfahrtleiter und Headcoach in der Jüngsten- und Regattagruppe des veranstaltenden Kieler Yacht-Club e.V. (KYC),  am Sonntagabend, „von bis zu 20 Knoten an Tag 1 bis null Knoten heute“. 

“Die Bedingungen waren teils herausfordernd“, ergänzt Jan-Niklas Czekala (YCS), der vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen bei der Baltic 500 neben Bertallot die zweite Wettfahrtleitung übernommen hatte. „Die geplanten letzten Rennen heute haben wir wegen drehender Winde abgesagt.“

Das brachte die Entscheidung für Moritz Peitzner. Der Steuermann und Taktiker aus dem Team der KYC Junioren Segel-Liga-Crew war noch einmal in seiner alten Disziplin angetreten. „Mit dem Laser Radial war ich dieses Jahr erst zum vierten Mal auf dem Wasser“, berichtet er. Im finalen Rennen hatte er gehofft, die drei Punkte Rückstand auf die Erstplatzierte Lena Haverland (KYC/ SYC) herauszufahren. So beendete er die Regatta hinter ihr auf Platz 2, gefolgt von Carlotta Sophie Crüsenmann (NRV).

„Um eine Regatta am Ende für sich zu entscheiden, braucht es natürlich auch immer eine Portion Glück“, so Jonas Mager (MSC).  „Gerade bei den herrschenden Bedingungen gehörte das umso mehr dazu“. Der Laser 4.7-Segler hatte sich mit zwei ersten Plätzen und final zwei Punkten Vorsprung vor seinem Clubkollegen Paul Porthuhn den Sieg ersegelt. Auf Platz drei folgte der LSV-Segler Jöran Rohlf. Im Laser Standard zog Tom Jungblut (RVE) vor Jan O. Schulz (TSVS) und Lutz Hirsch (MSC) aufs Treppchen.

„Vor einem Jahr sind wir beim Strander KÜZ das erste Mal gemeinsam im 29er gestartet“, erzählt Simon Schmidt (KYC), der mit Steuermann Per Christoffer Schwall (KYC) Platz 1 in seiner Klasse ersegelt hatte. „Damals waren wir Viertplatzierte. Schon schön, wenn man nun auch hier oben auf dem Podium stehen kann.“ Die Kieler siegten mit drei Punkten Vorsprung. Den Kampf um die Zweiplatzierung hatten im vorletzten Rennen Kjell Haschen (LYC) und Iven Anton Fromm (KYC) mit einem Punkt vor den Kielern Carl Temming (KYC) und Lisander Zeiske (KYC) für sich entschieden.

Von der Regatta ließen sich fast hundert Opti-Segler anziehen. 39 starteten in der Opti A-, 59 in der Opti B-Wertung. Die Nase vorn unter den Opti A hatte dieses Mal ein Segler aus dem Ruhrgebiet. Paul Sigge (ETUF) zog mit vier Punkten vor Arthur Kahrs (KYC) davon. Auf Platz drei segelte der Lübecker Morten B. Borchardt.  Tom Struve (KYC) erklomm die Spitze des Treppchens der Opti B. Mit je fünf Punkten Abstand zogen Vincent Thomas (SCE) und Amelie Röpke (SGS) auf die Plätze zwei und drei.

„Das war eine runde Veranstaltung mit leckerem Essen, guter Organisation und klasse Stimmung“, heißt es aus Teilnehmerkreisen: „Wir kommen wieder.“ Wird es ein nächstes Mal geben? „Auf jeden Fall“, so Bertallot. „Nächstes Jahr, an einem Wochenende Mitte August.“ Für 2020 allerdings, gibt Andreas Schubert, Jugendwart des KYC, zu bedenken zu bedenken, müsse man über eine Limitierung der Teilnehmerzahl nachdenken. „Wir hatten dieses Jahr eine Rekordmeldezahl. Langsam kommen wir am Standort Strande an die Grenzen unserer Kapazität.“

Im Rahmen der Preisverleihung ließ Schubert sich eines nicht nehmen:  „Unser ganz besonderer Dank gilt unseren Unterstützern“, betonte er. „Dazu gehören unsere Sponsoren, Freunde und Förderer. Die Regatta ist federführend ehrenamtlich von Eltern und Engagierten aus der Jüngsten- und Regattagruppe heraus organisiert worden. Die Schulungsgruppe und die Kieler Yachtschule haben mit angepackt.“ Bertallot ergänzt: „In der Regattaleitung und auf den zwei Bahnen, an der Slipanlage und auf dem Parkplatz: Überall waren fleißige Helferinnen und Helfer im Einsatz. Insgesamt haben über 60 Freiwillige vor Ort diese Veranstaltung mit Leben gefüllt. Viele, viele mehr haben geholfen, sie zu ermöglichen.“  Für die Helfer auf dem Wasser freute sich Czekala: „Am Freitag haben sich alle Helfer das erste Mal versammelt. Bis heute sind sie gemeinsam zu einem Team zusammengewachsen.

Alle Ergebnisse unter https://manage2sail.com/ch/event/kuez19#!/

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