Sydney Hobart: Wieder “Wild Oats XI” vs “Comanche” – “Haspa Hamburg” für Deutschland

Duell der 100 Fuß Maschinen

110 Yachten aus 28 Nationen starten beim Sydney Hobart Race. Erneut tritt Dauersieger “Wild Oats XI” gegen “Comanche” an. Geht es diesmal ohne Medien-Eklat?

Beim diesjährigen Rolex Sydney Hobart Race steht erneut das Duell zwischen den beiden 100 Fußern “Comanche” und dem achtmaligen Sieger “Wild Oats XI” im Mittelpunkt. Die US-Yacht von Jim Clark war im vergangenen Jahr kaum getestet gegen die Lokalmatadoren angetreten und hatte prompt eine Niederlage erlitten.

Inzwischen hat “Comanche” abgeliefert, wofür sie gebaut wurde, nämlich den Monohull 24 Stunden Rekord mit 620 Meilen. Und das Team hat sie bei der Sieg-Fahrt während des Transatlantik-Rennens sowie beim Fastnet Race optimiert.

"Wild Oats XI"

“Wild Oats XI” mit abgeschnittenem Bug auf dem Weg zur Werft. © A. Francolini

Aber auch “Wild Oats XI” hat aufgerüstet und sich einen neuen Bug und ein neues Heck verpassen lassen. Das Achterschiff ist um zwei Meter verkürzt und das Vorschiff verlängert worden. Auf Kreuzkursen und bei leichtem Wind hat das schmale Schiff weiterhin Vorteile. Aber die Modifikationen sollen die Leistung auch auf Gennakerkursen weiter verbessern.

Dennoch dürfte “Comanche” bei einem hohen Raumschotsanteil unter Gleitbedingungen  überlegen sein. Aber US-Skipper Ken Read überlässt nichts dem Zufall. Er hat 20 der besten Profis der Welt für sein Team eingekauft, darunter Oracle Racing Steuermann James Spithill.

Comanche

Comanche mit leichtem Schrick in den Schoten. © Christophe Jouany

Fastnet Race Sieger tritt an

Beim Start am 26. Dezember rückt aber auch der Gesamtsieg nach berechneter Zeit erneut in den Blickpunkt. Dabei ist besonders spannend, dass die belgische JPK 10.80 “Courrier du Leon”, überlegener Sieger beim 2015 Rolex Fastnet, gegen die Hochsee-Elite aus Downunder antritt. Sie bekommt es insbesondere mit der Vorjahressiegerin “Wild Rose” zu tun, einer Farr 43.

Aus Deutschland tritt die J/V 52 “Haspa Hamburg” bei der legendären Regatta über 628 Meilen an. Insgesamt wird das Rennen immer internationaler. Diesmal sind erstmals Teams aus 28 Nationen am Start.

Interessant wird es auch sein, wie die Veranstalter auf den Eklat reagieren, der sich im vergangenen Jahr im Media Centre vor Ort ereignete. Die Reporterin Sue Neales wurde von den Organisatoren nicht mehr eingelassen mit dem Hinweis darauf, dass Sponsor Rolex “sehr unglücklich” über einen von ihr geschriebenen Artikel gewesen sei.

Rolex Sydney Hobart Eventseite

Wild Oats

Der Bug soll gegen ein voluminöseres Design ausgetauscht werden.© Andrea Francolini

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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „Sydney Hobart: Wieder “Wild Oats XI” vs “Comanche” – “Haspa Hamburg” für Deutschland“

  1. avatar Jörg sagt:

    Verdammt viele Ausfälle, aber nettes Race aus Sydney Harbour der 100 Füsser.
    Die Hamburger sind kurz im Race Start Video (48:05) zu sehen.
    http://www.rolexsydneyhobart.com/news/?format=video

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