Sydney Hobart: “Wild Oats” raus, Probleme bei “Comanche” – Aus für “Haspa Hamburg”

Favorit ist draußen

Sydney To HobartSydney To Hobart: Comanche leads the race. Three damaged yachts forced to retire. STORY: http://yhoo.it/1QRL8QoUpdates: www.7Sport.com.au#SydneyToHobart #7News

Posted by 7 News Sydney on Freitag, 25. Dezember 2015

Nch einem spannenden Start zum Rolex Sydney Hobart Race ist erst der Rennfavorit “Wild Oats XI” ausgeschieden. Dann stoppte auch der führende 100 Fußer “Comanche” mit gebrochenem Ruder.

"Comanche" feuert in Luv an dem 100 Fußer Kollegen "Perpetual Lloyal" vorbei. © Michael Chittenden

“Comanche” feuert in Luv an dem 100 Fußer Kollegen “Perpetual Lloyal” vorbei. © Michael Chittenden

Der Start des Sydney Hobart Races vor hunderttausenden Zuschauern war das erwartete Spektakel. Erst gab es einen Wassereinbruch auf dem Startschiff, und es konnte nicht eingesetzt werden. Dann folgte eine schwere Kollision, die zwei der großen Yachten in Mitleidenschaft zog. Die RP78 “Lupa of London” und die TP52 “Cougar II” mussten mit Schäden nach Sydney zurückkehren.

Sydney Hobart

Start beim Sydney Hobart Race © Rolex/Borlenghi

Und der modifizierte Volvo 70 Fußer “Maserati” sorgte für Schmunzeln als er gleich drei Zuschauer-Begrenzungsbojen einfing und so lange hinterher schleppte, bis zwei Segler die Tampen vom Kiel abschnitten.

Danach entwickelt sich eine spannende Startphase, als das Feld aus dem Hafen kreuzte. “Wild Oats XI” erwischte die linke Seite der Startline perfekt und konnte klar vor dem Feld wenden. Im Zweikampf mit “Comanche” hielt sie den härtesten Gegner deutlich in Schach.

Sydney Hobart

“Perpetual Lloyal” überholt überraschend vor der Luvtonne “Wild Oas”© Michael Chittenden

Aber dann mischte sich der dritte 100 Fußer “Perpetual Lloyal” in das Duell ein. “Wild Oats” musste hinter dem Heck durchtauchen und die Deckung von “Comanche” aufgeben. Die rechte Seite kurz vor der ersten Tonne stellte sich als schlechter heraus, und so zog auch das US-Boot links vorbei.

Kurz nach der Tonnenrundung zeigte “Comanche” mit geschrickten Schoten ihr Surf-Potenzial, mit dem sie schon im Juli 2015 auf dem Atlantik den 24 Stunden Monohull-Rekord auf 618 Meilen hochgepuscht hatte. Skipper Ken Read zog einfach in Luv an der führenen “Perpetual Lloyal” vorbei.

Sydney Hobart

Comanche ist im aufgewühlten Wasser ganz nach vorne geschossen. © Rolex/Borlenghi

Das Rennen schien seinen erwarteten Gang zu nehmen. Aber dann kam doch alles anders. Der erwartete Starkwind aus Südwest voll gegenan traf die Flotte der 108 Schiffe hart. Windspitzen von 50 Knoten wurden vorhergesagt.

“Wild Oats XI” schied aus, als eine 40 Knoten Böe das Großsegel zerriss. Und dann meldete auch “Comanche” seinen bevorstehenden Abbruch an mit gebrochenem Ruder und Schwert.

Sydney Hobart

Die kleine US-Yacht “Rambler” hat im Sturm die Führung übernommen.© Rolex/Borlenghi

Gut 30 Minuten lang segelte der Renn-Favorit auf Gegenkurs und versuchte eine Reparatur. Dann kam die Nachricht, dass Ken Read gerne wieder dem Rennen beitreten möchte. Mit einer Meile Vorsprung auf den zweitplatzierten 88 Fußer “Rambler” nahm “Comanche” die Regatta wieder auf, verlor kurz darauf aber die Führung an die kleinere US-Yacht.

Inzwischen hatte auch “Perpetual Lloyal” umgedreht Richtung Sydney, nachdem Delaminierungen am Rumpf entdeckt worden waren. Insgesamt sind 18 Yachten bisher ausgeschieden. Jüngstes Opfer ist die “Haspa Hamburg”, deren Rennen einem Riggschaden zum Opfer fiel.

Sydney Hobart

Wellenberge türmen sich auf dem Vorschiff auf. © Andrea Francolini

Sydney Hobart

“Comanche” in einer Spritzwasser-Wolke. © Andrea Francolini

Race Tracker Sydney Hobart 2015

Stand des Rennens

Die Live Übertragung des Starts im Rückblick

 

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *