The Ocean Race: Guyot erst Vollgas bei 108 Prozent, dann plötzlich in der Flaute

"Wir segeln rückwärts"

Das Guyot Team um Robert Stanjek und Philipp Kasüske hat in der Nacht viel Boden verloren. Die komfortable Führung ist dahin. Ein Video gibt Aufschluss über die Gründe.

 

Man musste sich schon Sorgen machen um das schwarzgrüne Boot, das einen so fulminanten Etappen-Verlauf erlebt hat und schon 70 Meilen an der Spitze segelte. Aber in einer Nacht ist der Vorsprung aufgebraucht. Während die Konkurrenz weiter im Westen noch 20-Knoten-Runs in den Atlantik zauberten, erreichte Guyot zeitweise nur 4 Knoten. Ein Hinweis auf einen akuten Schaden?

Das aktuelle Video von der Nacht gibt Aufschluss über die Situation. GUYOT environnement – Team Europe liegt mit schlagenden Segeln in der Flaute. Im Bericht von Bord wird klar, das St. Helena-Hoch hat schon einen nicht erwarteten Flauten-Ausläufer geschickt. Robert Stanjek erklärt: “Wir segeln rückwärts. Wir steckten unter einer großen Wolke fest – Das ist sehr frustrierend.”

Die östliche Position, die sich in den Doldrums noch als vorteilhaft erwiesen hatte und auf dem Weg nach Süden an der nordbrasilianischen Küste vorbei für höheren Winddruck sorgte, ist nun zur Bremse geworden für das europäische Team mit Skipper Robert Stanjek, Navigator Sébastien Simon, Anne-Claire Le Berre, Phillip Kasüske und Bordreporter Charles Drapeau.

Seb Simon nimmt eine Dusche. © Charles Drapeau / GUYOT environnement – Team Europe

Während die konkurrierenden Boote im Osten noch guten Wind haben und mit hoher Geschwindigkeit Richtung Süden fahren, musste Guyot schon zahlreiche Segelmanöver vornehmen.

Sébastien Simon erklärt: “Zunächst haben wir von der J0 über die J3 auf die J2 gewechselt, um damit ein paar Stunden zu segeln”. Doch mit dem abflauenden Wind und dem geänderten Kurs nach Südosten war bereits der nächste Umbau des Segelplans notwendig.

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „The Ocean Race: Guyot erst Vollgas bei 108 Prozent, dann plötzlich in der Flaute“

  1. avatar Ds sagt:

    Die doldrums passage I’m Osten ist nicht das Problem, sondern dass man, wie gestern geschrieben wurde, sich bewusst gegen einen tieferen Kurs und für den querabstand entschieden hat, in der Hoffnung mit dem heben den Vorsprung auszubauen, anstand ihn nur genau zu konsolidieren oder aufgrund des alten Design genau voraus zu gefährden.

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