The Ocean Race: Neues italienisches Team baut IMOCA – Mit Unterstützung der Regierung

Italiener kommen aus der Deckung

Es ist verdächtig leise rund um das für nächstes Jahr geplante Ocean Race geworden. Aber nun geben die Italiener Gas. Das Italia Sailing Team kommt aus der Deckung und kündigt eine Kampagne an.

11th Hour Racing ist der erste und bisher einzige Neubau für The Ocean Race © Ross

The Ocean Race hat nach dem Ausstieg von Sponsor Volvo und der Verschiebung des Schwerpunktes vom VO65 OneDesign zur IMOCA-Klasse noch nicht richtig gezündet. Es scheint immer schwerer zu werden, im Windschatten der Vendée Globe überleben zu können. Schon mehren sich die Gerüchte, dass nach der Termin-Verlegung auf Oktober 2022 eine weitere Verzögerung droht.

Darauf deutet etwa hin, dass Thomas Ruyant bei der Ankündigung seines Neubaus für die Vendée Globe mit keinem Wort mehr The Ocean Race erwähnt. Den Stapellauf hat er für Anfang 2023 angekündigt, während des Etappen-Rennens um die Welt. Dabei gehörte Ruyant bei The Ocean Race Europe zu den Befürwortern der Regatta. Und er steht auf der Liste der registrierten Teams – wie 13 andere Teams auch. Darunter das Offshore Team Germany und Boris Herrmann.

Viel zu sagen hat diese Liste aber offenbar nicht. Es ist kaum zu sagen, wer sich etwa hinter “French Campaign (FRA)”, “Tigress Racing (GBR)”, China Sports (CHN), “Asian Team” oder “Mission for the Future (European) verbirgt. Aber die Zeit läuft. Wer etwa einen Neubau für nächstes Jahr lancieren will, ist jetzt schon extrem spät dran.

Genua als Ocean Race Zielhafen

Immerhin hat sich das 11th hour Team als alles andere als ein Papiertiger erwiesen. Der erste auf ein Crew-Rennen spezialisierte IMOCA-Neubau ist gerade bei seiner ersten Regatta gestartet, wenn auch mit einem Pinnen-Problem beim Defi Azimut ausgeschieden.

Und nun kommt auch ein neuer “Spieler” aus der Deckung. Der Yacht Club Italiano in Genua hat überraschend angekündigt, ein neues Schiff für The Ocean Race bauen zu wollen. Das Projekt soll mit Unterstützung der italienischen Regierung starten. Bei der Pressekonferenz waren etwa der Minister für Tourismus und der Präsident der Region Ligurien anwesend.

Das Projekt wird von Riccardo Simoneschi als CEO geführt, ein langjährigen Olympia- Klassen-, TP52- und Melges-Segler sowie Regatta-Organisator und Segelsport-Funktionär. Zwei Jahre Arbeit stecken schon in dem Projekt. Damals überraschte die Ankündigung, dass in Genua das Finale des Ocean Race stattfinden soll. Nun passt das Outing der Italiener zu diesem Engagement. Im Oktober sollen weitere Details zur Crew bekanntgegeben werden.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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