Tour de France à la Voile: Neue M34 “Iskareen” aus Hamburg ist bereit

Heißer OneDesign Racer

M34 unter Vollgas Bedingungen. Die Konctruktion von Archambault ist hochseetauglich. © Spi Ouest

Erstmalig wird bei der Tour de France à la Voile eine deutsche Yacht an den Start gehen. Söhnke Bruhns und Christiane Dittmers aus Hamburg schicken ihre neue M34 “Iskareen” an die Linie.

Das Langstreckenrennen beginnt am 24. Juli in Dünkirchen und führt über zwölf Etappen an der französischen Küste entlang nach einem Transport über Land bis ins Mittelmeer. Ziel ist am 25 Juli in La-Seyne-sur-Mer.

 Zwölf Jahre lang war die Mumm 30 der Bootstyp auf dem Profis, Amateure und Studentencrews gegeneinander antraten. In diesem Jahr wird die traditionsreiche Veranstaltung erstmals mit M34 Yachten aus der Archambault Werft gesegelt.

Der Wechsel hat das Teilnehmerfeld von mehr als 30 Yachten auf nun 16 schrumpfen lassen. Aber der M34 wird eine große Zukunft vorausgesagt. Deshalb sind Bruhns und Dittmer dabei. Sie wollen OneDesign segeln und lieben die Mischung aus Kurz- und Langstrecke. Unter anderem steht in diesem Jahr das Fastnet Race auf dem Programm.

Es ist ihnen auch ein Anliegen, die M34 in Deutschland zu verbreiten. Die “Iskareen” trainierte im vergangenen Monat an vier Wochenenden in Kiel, bevor sie per Trailer wieder nach Frankreich gezogen wurde.

Die zwölf Etappen für die Tour de France à la Voile 2011. © tourvoile.fr

Dort verlief der letzte Test bei der Normandie Sailing Week, von der auch das obige “Iskareen”-Video stammt, mit Platz acht von elf Schiffen vielversprechend “Wir konnten gut mitfahren”, sagt Trimmer Johan Wilckens. “Es ist ein laufender Prozess, aber ich denke, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Langstrecke war für uns auf dem Boot neu und tricky. Aber die Trainingswochenenden in Kiel haben sich ausgezahlt.”

Problematisch an der neuen Klasse ist die hohe Qualität des Feldes. Beim Aufbau der Klasse ist eine hohe Zahl an Proficrews eingestiegen, da die Regatta in Frankreich ein hohes Ansehen genießt.

Die Deutschen hoffen, gegen die Amateure gut auszusehen. Aber bei 16 neuen Yachten am Start haben noch nicht viele Crews den Wechsel zum neuen Material geschafft. Favorit ist wieder der Vorjahressieger Bertrand Pacé, der sich nebenbei auch noch um sein eigenes America´s Cup Team zu kümmern hat.

Eventseite Tour de France à la Voile

 

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2 Kommentare zu „Tour de France à la Voile: Neue M34 “Iskareen” aus Hamburg ist bereit“

  1. avatar Van der Theke sagt:

    Go, Iskareen, Go!!!
    Wer nach Frankreich in die Höhle des segelsportelnden Löwen hinabsteigt, verdiet höchsten Respekt. Aller Anfang ist hier schmerzhaft, doch der Gewinn an know how und können unbezahlbar. Boris Herrmann und Jörg Riechers haben es vorgemacht: wenn ihr da durch seid, habt ihr´s geschafft!
    Haut rein,
    Van der Theke

    PS: beim nächsten Video mal bitte die spannenden Sequenzen: Sonnenschüsse, weinende Mädchen, blutige Hände und zerissene Segel… Erzählt doch niemandem, dass ihr das nicht im Repertoire hättet:-)))

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    • avatar Schlaufux sagt:

      Die spannenden Szenen und Stunts sind leider nicht verfilmt.
      Vollstunt bei 15kn mit nem Ballen Gras am Ruder…
      18,2 kn bei 25kn Wind tagsüber, nachts nur noch 17kn max.
      Das kann son Video ohnehin nicht wiedergeben.

      Ansonsten kann ich nur zustimmen,
      das Programm ist knallhart und die Konkurrenz auch.
      Langstrecke Ende 04:00, nächster Start 12:00.
      neben uns haben die Bootsleute nachts die Boote getrocknet und Spis
      sortiert, während wir totmüde ins Bett gefallen sind.
      Geil !

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