Weltcup Hyères

Trainer Lutz Patrunky: "Hyeres ist nicht, was es mal war!"

Startverschiebung für alle Klassen beim Weltcup in Hyeres. Wo sonst der Mistral von den Dächern wehte, war dieses Jahr Flaute am Start. © SOF Guillaume Durand

Seit mehr als 30 Jahren fährt Lutz Patrunky (53) nach Hyères. Erst als Weltklasse mann im 470er, dann im Finn Dinghy und danach als Profi-Coach. Der ex Trainer vom United Internet Team Germany betreut Teams in der 470er Klasse. Hier sein Fazit von der Regattawoche für SEGELreporter: „Wenn Kiel das „Mekka des Segelsports“ ist, dann ist Hyeres der „Mount Everest“, mit dieser Beschreibung bereitet man als altgedienter Coach die Segler auf eine Woche in dem südfranzösischen Küstenort vor. Naja, früher jedenfalls. Da gab es ihn noch, den Mistral.

Heutzutage ist offensichtlich alles anders. Bereits im zweiten Jahr nacheinander litt die Olympische Woche unter chronischem Windmangel, geschuldet einem sehr stabilen und ortsfesten Hochdruckgebiet über Zentraleuropa. Kein Mistral, schwache Seebriseneffekte, sonst nichts. Selbst das klassische Genuatief konnte sich nicht mit einer sonst ortsüblichen 4B Wetterlage und Ostknatter mit Welle bemerkbar machen.

Auch am fünften Tag der diesjährigen Semaine Olympique Francaise gab es zu Beginn eine längere Startverschiebung an Land. Je nach Bahn und Bootsklasse konnten nur vier bzw. fünf Wettfahrten an vier Tagen gesegelt werden. Am Donnerstag folgten dann aber drei Rennen bei guten konstanten Leichtwindverhältnissen.

Gut lief es für die Jungstars im deutschen 470er Lager, bei den Männern konnten Wagner/Scheuffler ganz nach vorn durchdringen und als Gesamtvierte ins Medalrace gehen. Auch Zepuntke/Baldewein legten mit einem 14. Platz ein sehr gutes Ergebnis hin. Gerz/Bolduan lieferten sich mit den Altvorderen Zellmer/Seelig einen Kampf um die Top Twenty. Unter den eigenen Erwartungen blieben Bogacki/Steinborn, die mit zwei Frühstarts in der Goldfleet zurückfielen.

Bei den Frauen legten Jurzok/Bach einen sehr guten Start hin, schwächelten dann aber zum Ende der Woche noch etwas und belegten Platz acht vor dem Medalrace. Beim Rest der deutschen Frauenflotte viel Mittelmaß.

Im Laser Standard holten sich sowohl Malte Kamrath als auch Simon Grotelüschen BFD-Frühstarts ab. Für einen Top-Platz in der Gesamtwertung reichte es nicht. Am Ende Platz 16 für Kamrath. Nachwuchssegler Phillip Buhl zeigte eine sensationellen Start fiel aber in den Goldfleet-Rennen ab. Trotzdem eine ansprechende Leistung als 21.

Im 49er zeigten einzig Briesenick-Pudenz/Maßmann eine Leistung für die Top Ten. Sie gehen als 9. in das Medal Race. Die Brüder Rieger qualifizierten sich für die Goldfleet und wurden am Ende 19. Hinter Fricke/Huber auf 14.

Match Racing Top Scorerinnen Team Hallbrock kämpften sich durch eine harte Woche mit langen Wartezeiten auf dem Wasser bis in das Finale.”

www.lp-sport-systems.com/sailing/sailing.html
Training in Pollensa: www.lp-sport-systems.com/kurse_mallorca/kurse_mallorca.html
http://patrunkysailracing.blogspot.com

Lutz Patrunky
Spenden
https://yachtservice-sb.com

Kommentare sind geschlossen.