Transat Jacques Vabre: “Charal” zwei Tage in der Flaute – Mehr als 200 Meilen verloren

"Eine Frage des Glücks"

Das ist brutal. Jeremy Beyou und Christopher Pratt haben diese Transat Jacques Vabre dominiert. Sie kontrollierten das Feld mit guten Entscheidungen bei einer komplizierten Wetterlage und überlegenem Speed. Ihre am besten und längsten optimierten IMOCA der neuesten Generation “Charal” wurde ihrer Favoritenrolle gerecht, und sie zeigte der lange auf Augenhöhe segelnde “Apivia” ihre Grenzen auf. Im direkten Zweikampf segelte sie 120 Meilen voraus.

Die neue “Apivia” hat eine deutliche Führung übernommen. © Apivia

Dann kam die Flautenzone der Doldrums. Der Zieharmonika-Effekt ist bekannt. Die ersten Yachten rauschen hinein, stoppen ab, die Konkurrenz holt dramatisch auf. Aber dann wird sie eben auch abgebremst, das führende Boot kämpft sich zuerst durch den schwachen Wind und kommt dann auch zuerst in den Genuss des stabilen Passatwindes. Der Vorsprung wächst wieder.

Charal (schwarz) liegt immer noch in der Flaute. Apivia (gelb) hat 100 Meilen Rückstand in eine 120 Meilen Führung umgewandelt.

So sollte es sein. Stattdessen liegt “Charal” nun schon fast zwei Tagen wie angenagelt in der Flaute. Eben noch lagen Charlie Dahlin und Yann Elies haben sind einige Meilen östlich vorbeigesegelt, haben eigentlich nie richtig gestoppt und segeln aktuell 122 Meilen voraus. In einem Zeitraum als “Charal” 106 Meilen zurückgelegte, machte  “Apivia” 273 gut.

Der Weg nach Brasilien.

“Es tut mir sehr leid für sie”, bedauert Boris Herrmann die Kollegen. Er ist ebenfalls von hintern an das Feld herangerauscht, kann aber bestens mitfühlen, was passiert ist. Denn fast im Kielwasser von “Charal” hängt er nun ebenfalls in der Flaute.

“Es ist eine Frage des Glücks”, sagte Herrmann, der hofft, dass sich die Schwachwindzone vor ihm auflöst. Aber es sieht so aus, dass die Türe durch die Doldrums auf östlicherem aber auch westlicherem Kurs  weiter geöffnet ist. Die Yachten dort sind deutlich schneller unterwegs.

Yann Elies l.) und Charlie Dahlin haben gut lachen. Alles läuft für Apivia. © Apivia

Dahlin auf “Apivia” sagt: “Wir denken, dass eine leichte Windströmung aus Osten in die Flaute eingedrungen ist. Bei diesem Phänomen dreht der Wind auf Ost und davor löst er sich auf. Wir sind irgendwie drumherum gefahren.”

Die Bilder an Bord von “Apivia” vermitteln Spaß. Kein Wunder:

Tracker Transat Jacques Vabre

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

2 Kommentare zu „Transat Jacques Vabre: “Charal” zwei Tage in der Flaute – Mehr als 200 Meilen verloren“

  1. avatar Christof sagt:

    “Eben noch lagen Charlie Dahlin und Yann Elies haben sind einige Meilen östlich vorbeigesegelt, haben eigentlich nie richtig gestoppt und segeln aktuell 122 Meilen voraus. In einem Zeitraum als “Charal” 106 Meilen zurückgelegte, machte “Apivia” 273 gut.”
    Lest Ihr Eure Texte nicht, bevor Ihr sie hochladet? Immer wieder werden hier solche verwürfelten Sätze rausgerotzt und einer zahlenden Leserschaft hingeworfen. Sorry, aber ein bisschen mehr Anspruch bitte! MiKu kann das besser!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 16 Daumen runter 5

    • avatar Breizh sagt:

      Hat sich leider auch zum Ende des Tages nichts an dem verqueren Absatz geändert. Schade irgendwie, wenn auch weiß, wie es aus den eigenden Reihen auch besser sein könnte.
      Und noch ein kruzer Hinweis, das Verlinken von Facebook Video ist ziemlich suboptimal, da man anscheinend nur mit einem Konto dort diese sehen kann. Dass müsste doch auch anders gehen.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

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