Transat Jacques Vabre: Riechers und Brasseur mit “mare” auf Rang drei

Auf dem Treppchen

Zielankünfte der ersten drei Class 40 Boote:

Jörg Riechers und Pierre Brasseur haben mit ihrer “mare” das Transat Jacques Vabre Rennen über den Atlantik im brasilianischen Itajaí auf Platz drei beendet. Nach 21 Tagen und drei Stunden lagen sie 5:40 Stunden hinter den Siegern. Zwei Stunden fehlten zu Rang zwei.

mare

“mare” im Ziel beim Transat Jacques Vabre.

Das deutsch-französsche Duo hatte vor zwei Tagen noch einen Coup landen können, als es plötzlich vor den Widersachern auf “Tales” wieder auf Rang zwei geführt wurde. Die  schnellen Spanier hatten mit ihrem nagelneuen Botin-Design einen Kurs nahe der brasilianischen Küste rechts von den Ölplattformen von Rio gewählt und war zurückgefallen.

Aber als sich ihr Kurs mit “mare” kreuzte steuerten sie wieder weiter auf die offene See in den frischeren Wind. Jörg Riechers folgender Angriff unter Land hatte nicht den gewünschten Erfolg. Gute 10 Meilen fehlten am Ende zu Rang zwei.

Talses

Die schnellen Spanier mit ihrem neuen Botin Design sind für “mare” nicht zu bezwingen.

Doch der Hamburger kann sich über ein solides Rennen freuen. “Wir sind ein wenig enttäuscht”, sagt Riechers. “Natürlich hätten wir das Rennen gerne für unseren Sponsor Nikolaus Gelpke gewonnen, der das alles möglich macht. Aber wir sind auch stolz auf unsere ordentliche Navigation.

Wir haben keine großen strategischen Fehler gemacht. Etwas Pech hatten wir am Ausgang der Doldrums, als uns eine schwarze Wolke für zwei Stunden gefangen hielt. Aber besonders unser Technik-Team hat sich viel Lob verdient. Es hat uns ein perfekt vorbereitetes Boot gegeben. Wir sind ohne Probleme über den Kurs gekommen.”

mare

“mare” hat sich kurz vor “Tales” geschoben, verliert den Platz aber wieder

Dabei sei das Rennen unglaublich intensiv gewesen. “So viel Vorwind High Speed Racing habe ich noch nicht erlebt. Das ist eine super Vorbereitung auf das Barcelona World Race im nächsten Winter.”

Es habe sich allerdings gezeigt, dass “mare” nicht ausreichend schnell war, um diese Regatta zu gewinnen. “Das hat sich schon auf der ersten Etappe von Le Havre nach Roscoff gezeigt. Eigentlich haben wir schon im vergangenen Dezember verloren, als wir uns entschieden, das Schiff nicht zu modifizieren.”

GDF Rogues

Die Sieger im Ziel

Die Sieger Sébastien Rogues and Fabien Delahaye haben ein starkes Rennen abgeliefert, bei dem sie sich sogar einen perfekten 50 minütigen Boxenstopp an der spanischen Küste leisten konnten. Da hadern die Spanier Alex Pella und Pablo Santurde schon eher mit ihrem Stopp wegen eines beschädigten Ruders.

Sie verloren dabei gut 100 Meilen und am Ende fehlten dennoch nur 50 Meilen zum Sieg. “Es ist ein fantastisches Boot”, sagt Pella. “Besonders auf den Reachkursen sind wir extrem schnell. Das hat uns bei dieser Regatta sehr geholfen.”

Transat Jacques Vabre Race Tracker

Transat Jacques Vabre Event Seite

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Carsten Kemmling

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6 Kommentare zu „Transat Jacques Vabre: Riechers und Brasseur mit “mare” auf Rang drei“

  1. avatar EB sagt:

    Glückwunsch

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  2. avatar Kerstin sagt:

    Ihr seid großartig gesegelt – Glückwunsch an mare!

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  3. avatar Ulli Jäger sagt:

    Glückwunsch, bin wirklich sehr beeindruckt von eurer Leistung !

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  4. avatar Karl sagt:

    Ich kann mich nur anschließen: Respekt!

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  5. Herzlichen Glückwunsch Jörg,

    Ein schönes und sehr schnelles Rennen in dem Ihr die Konkurrenz auch deutlich hinter Euch gelassen habt. Beeindruckend, wie konstant Ihr unterwegs wart und … leider auch beeindruckend, wie schnell Ihr – und auch GDF – Euren Geschwindigkeitsvorteil innerhalb der Flotte wieder verloren habt. Mal sehen, wie lange es dauern wird, bis es auch in der Class40 eine “Proto-Wertung” geben wird.

    Ich wünsche Euch, dass Ihr auch in der “Championsleague” gut ankommt auch wenn Ihr da vorerst nicht mit einer Neukonstruktion antreten könnt.

    VG, Frank

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  6. avatar Ulli sagt:

    Bei allem Respekt vor der bewunderungswürdigen Leistung der Mannschaft der S.Y. Mare wäre meiner Meinung nach die Chance auf einen zweiten Platz größer gewesen, hätte S.Y. Mare von Cape Frio aus (in der Bucht von Rio) einen konsequenteren Bogen nach Süden gefahren. Damit wären sie den vom Land kommenden Tiefdruckblasen in der Bucht besser aus dem Wege gegangen. Dies wird deutlich aus dem Vergleich mit den Routen von GFD Suez und Tales Santander.

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