Transat Jacques Vabre: Safran Aufgabe wegen eines Lecks im Foil-Bereich

Wo es weh tut

 Es ist die logische Schwachstelle der neuen Foiler-Technik. Wenn das Gewicht des gesamten Rumpfes nur noch auf dem Lee-Schwert lastet, dann müssen unglaubliche Lastspitzen an der Rumpf-Aufnahme entstehen. Und genau an dieser Stelle hat die Konstruktion der niegelnagelneuen “Safran” versagt.

Das Team vermeldet, dass der Foil-Bereich am Rumpf beschädigt wurde. Es seien Risse aufgetreten, durch die Wasser eintritt. “Wir sind schnell gewendet, um den Leckbereich aus dem Wasser zu heben.”

Transat Jacques Vabre

Safran ist umgedreht Richtung Brest, aber “Banque Populaire” (blau) segelt als bester Foiler noch mit um den Sieg da wo es weh tut.

Die Bedingungen seien intensiv aber nicht extrem gewesen mit 25 Knoten Wind und einer 3 bis 4 Meter hohen Welle. Die Crew hätte auch keinen lauten Ton gehört, als sich die Struktur auflöste. Der Schaden sei nun unter Kontrolle und Brest als Zielhafen nur noch wenige Meilen entfernt.

Somit sind nur noch drei von fünf Foilern im Rennen. Dabei segelt “Hugo Boss” mehr oder weniger im Trainingsmodus mit halber Kraft und ist jetzt auch deutlich zurück gefallen. Und Jean Pierre Dick hat mit seiner neuen “Virbac” auch noch nicht glänzen können.

Um den Sieg segelt offenbar nur der Vendée Zweite Armel Le Céac’h mit Nicolas Lunven auf der “Banque Populaire”. Er traut sich mit dem neuen Foiler schon dahin in den Sturm, wo es weh tut und segelt in der Spitzengruppe mit. Es geht auch darum, Vertrauen in die neue Technik zu entwickeln.

Race Tracker Transat Jacques Vabre

Event Website Transat Jacques Vabre

Transat Jacques Vabre Safran

Safran gibt Gas bevor es die TJV aufgeben muss. © Liot/DPPI/TJV

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Carsten Kemmling

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