Transat Jacques Vabre: Spannender Endspurt für Riechers und “mare”

"Längst nicht vorbei"

Das Transat Jacques Vabre ist seit Tagen ein Speed Contest auf der direkten Route ins Ziel in Itajai. Aber 400 Meilen vor dem Ziel wird der Class 40 Dreikampf um den Sieg noch einmal spannend. “mare” holt auf.

Die Dreier Spitze hat sich für den Endspurt aufgefächert. Wird es noch einmal spannend?

Die Dreier Spitze hat sich für den Endspurt aufgefächert. Wird es noch einmal spannend?

Jörg Riechers musste den Speedvorteil der spanischen Konkurrenten auf ihrer neuen “Tales” anerkennen. “Unsere Leistung auf dem Wasser ist wie bei einem Fußballspiel Spanien gegen Deutschland. Leider dominieren gewöhnlich die Spanier.”

Aber inzwischen keimt wieder ein Hoffnungsschimmer auf der “mare”. Denn gute zwei Tage vor dem Zieleinlauf wird es noch einmal spannend. Die drei führenden Boote haben Positionen mit so einem großen Querabstand zueinander  eingenommen wie selten in diesem Rennen.

mare, Riechers

“mare” beim Endspurt. © Breschi

Der Split kommt dadurch zustand, dass die Spanier weniger auf die Deutschen achteraus achten und noch einen letzten Angriff auf die führenden Franzosen gestartet haben. Mit 34 Meilen Rückstand liegen sie plötzlich durchaus in Schlagdistanz. Auch “mare” liegt nur noch 57 Meilen zurück und vor dem Ziel sieht es nach sehr leichtem drehenden Wind aus.

“Die Stimmung in der Mannschaft ist gut”, sagt Riechers. “Das Steuern ist sehr anstrengend. Nach eineinhalb Stunden sackt die Konzentration und der Speed ab. Wir haben unser Wachsystem verändert, um alle zwei Stunden einen frischen Steuermann zu haben. Wir nehmen GDF gerade viele Meilen ab. 22 Meilen waren es am letzten Tag und wir hoffen auf noch mehr. Ich kann euch sagen dieses Rennen ist noch längst nicht vorbei.”

Transat Jacques Vabre Race Tracker

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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „Transat Jacques Vabre: Spannender Endspurt für Riechers und “mare”“

  1. avatar SB sagt:

    Der Grund ist wohl, dass die Führende auf der GDF Suez zwei ihrer drei Spis zerstört haben:

    http://www.transat-jacques-vabre.com/en/gdf-suez-reveal-why-miles-lost

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  2. avatar Breizh sagt:

    Die Situation sieht aktuell (Donnerstagabend) ja noch skurriler aus. Die Spanier sind von der Küste weg und gehen jetzt hinter mare und GDF durch. Sehr interessante Situation. Die Hoffnung scheint zu sein, weiter im Süden stärkeren Wind zu haben. Ob sich die Mehrstrecke lohnt oder Jörg Richtung zweiten Platz segeln lässt, werden wir sehen. Denn so stark wie die Spanier und GDF in der letzten Woche waren, wäre ein zweiter Platz sonst schon schwer zu erringen gewesen.
    Vielleicht kann ja einer das Manöver der Spanier mal erläutern.

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  3. avatar Manfred sagt:

    Mann ist das spannend. Hätte nicht gedacht, das die MARE so schnell wieder in Schlagdistanz kommt aber wie Karsten schon bemerkte: es ist der Seitenabstand, den man sich erarbeiten muss. Mal abwarten. Jetzt kommt die Nacht der langen Messer. Dafür wünsche ich dem MARE Team viel Kraft und vielleicht noch ne letzte Dose von diesem “Getränk”.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 1

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