TransPac 2013: „Varuna“ mit Michi Müller und „Maserati“ mit Boris Hermann ganz vorn dabei.

Aloha aus dem Pazifik

TransPacific, Varuna, Maserati

Beim Start noch “vereint”: Varuna und Maserati © Tom Walker/TransPac

Auf „Weltreise mit Regattaeinsatz“ rast Kellinghusens „Varuna“ derzeit gen Hawaii. „Maserati“ im Hochseematchrace mit „Ragamuffin“.

Es gibt nicht viele Eigner in Deutschland, die genügend Zeit, Geld und Top-Material zur Verfügung stellen können um enthusiastische Youngster auf anspruchsvolle Offshore-Regatten rund um die Welt zu schicken.

Um so mehr verdient das Projekt des Hamburgers Jens Kellinghusen mit seiner „Varuna“ (Ker 51) immer wieder wohlwollende Beachtung.

Die Erwartungen der deutschen Regattaszene an einen Renner wie die “Varuna” sind natürlich hoch gesteckt, keine Frage. Ein Boot mit solchem Geschwindigkeitspotenzial wollen alle vorne sehen – immer und gegen jeden Gegner. Ob Pro oder Amateur.

Spaßplattform

Der Gedanke hinter dem Projekt ist jedoch ein anderer. Kellinghusen geht es nicht nur darum, Regatten zu gewinnen – er will jungen Seglern eine Plattform bieten um Spaß zu haben und sich dabei persönlich weiter zu entwickeln. Den Spaß, den er selbst dabei empfindet, nicht zu vergessen!

TransPacific, Varuna, Maserati

Varuna mit Michi Müller und Eigner Kellinghusen © Tom Walker/TransPac

Nach einer, was die Regattaerfolge angeht, eher durchwachsenen ersten Saison 2012 in Nord- und Ostsee sowie im Mittelmeer, maß sich die „Varuna“ 2013 zuerst in der Karibik und nun im Pazifik mit allem was Rang und Namen hat.

Los ging es bei der Caribbean 600 im Februar (in ihrer Klasse erreicht „Varuna“ Platz 5 unter 16 Konkurrenten). Es folgte Les Voiles de Saint Barth im April (zweiter Platz in ihrer Klasse hinter der TP 52 “Vesper”, 2012 noch als “Quantum Racing” beim Audi MedCup aktiv).

TransPac: „Varuna“ vorn, die Meute auf den Fersen

Derzeit surft die „Varuna“ beim “Transpac” (Los Angeles-Hawaii, 2225 Meilen) über die Wellen des Pazifiks.

An Bord sind bei diesem Race neben Kellinghusen und seinen Jungs auch die beiden Kieler Michi Müller und Werftchef Gunnar Knierim . Das letzte Update des (um 6 Stunden verzögerte) Trackers sieht gut aus. „Varuna“ lag nach 470 gesegelten Meilen in ihrer Klasse (DIV 2 mit 9 Booten) knapp in Führung. Die Meute aus überwiegend modifizierten, daher allerdings schlechter „gerateten“ TP 52, ist ihr berechnet dicht auf den Fersen.

Speedrekord nur für Festkieler

In der DIV 1 liefert sich der Deutsche Hochsee-Champ Boris Herrmann an Bord der italienischen „Maserati“ (ein für Langstrecken-Speedrekorde modifizierter Open 70) mit dem 100-Füßer Ragamuffin ein spannendes Matchrace. Die Distanz-Rekord-Ehre (Barn Trophy) wird jedoch nur für Monohulls mit festem Kiel gewertet. Da beide „Canting-Keeler“ sind, bleiben ihnen aber noch die Merlin Trophy und vielleicht die Disney Clock Trophy.

Den aktuellen Distanzrekord für Einrumpfer, den auch Hasso Plattner mit seiner „Morning Glory“ 2005 schon einmal innehatte, stellte 2009 Alfa Romeo mit 5 Tagen, 14 Stunden, 36 Minuten und 20 Sekunden auf.

Einsame Kreise

In der DIV 0 zieht der Orma 70 Tri “Lending Club” mit Boat-Captain Ryan Breymeier inzwischen einsam seine Kreise und rast trotz kleinerer Probleme (Gennaker-sheave gerissen und 1,5 to Wasser durch offene Luke eingedrungen) mit konstant über 20kn Speed dem Ziel entgegen. Der einzige Konkurrent, wenn man ihn denn überhaupt so nennen durfte, der auch in Europa bekannte Katamaran „Phaedo“, hat sich gerade mit Mastbruch aus dem Rennen verabschiedet.

Für Jens Kellinghusen und seine Jungs stehen nach dem Transpac noch das Hong to Vietnam Race (17. Oktober) und Ende Dezember dann das Rolex Sydney-Hobart Race an bevor es im nächsten Jahr dann u.a. beim Round the Islands Race wieder um den Spaß in Europa geht.

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2 Kommentare zu „TransPac 2013: „Varuna“ mit Michi Müller und „Maserati“ mit Boris Hermann ganz vorn dabei.“

  1. avatar Besserwisser sagt:

    “Vesper” ist das alte Quantum boot und war nicht mehr beim medcup 2012 aktiv

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  2. avatar Chris sagt:

    die Maserati ist eine VO70 oder?

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