Transpac: “Maserati” reißt Ruder ab – Loick Peyron steuert US-Trimaran zum Sieg

Offshore-Foiler mit Problemen

Wie bei Maserati das Ruder abreißt. Gefährlicher Speed-Run vor Hawaii beim Transpac-Race. Schließlich siegt der 81-jährige Amerikaner Howard Enloe.

Giovanni Soldini wollte mit seinem modifizierten MOD70-“Maserati”-Trimaran endlich einmal zeigen, was in dem Schiff steckt. Er hatte den Sponsor überzeugen können, vom alten Volvo 70 Racer auf den schnelleren Multihull umzusteigen, sicherte sich den vom Gitana-Team zum Foiler umgebauten MOD70 Tri, und wollte fortan die prestigereichen Langstrecken beherrschen.

Maserati, MOD 70

Der modififizierte MOD70 Trimaran “Maserati” mit Foils. © Maserati

Aber die Tragflächen-Technik entpuppte sich als weniger ausgereift als vermutet. Gegen den MOD70-Konkurrenten “Phaedo” sah “Maserati” nie besonders gut aus. Und als dann noch ein Foil brach, konnte Soldini es viele Monate lang auch mangels Budget nicht ersetzen.

Für das 2.225 Meilen lange Transpazifik-Rennen von Los Angeles nach Hawaii (Transpac) sollte der italo-Tri aber endlich sein Potenzial zeigen. Das Schiff wurde überholt, das fehlenden Foil ersetzt und zeigte beim Training zeigte der Tri einen Spitzen-Speedwert von 44,56 Knoten.

Kollision mit Treibgut

Auch beim Transpac ging es ordentlich los. Soldini lag vor “Phaedo” und dem modifizierten ORMA60 Tri “Mighty Merloe”. Aber erst half ein südlicher Schlag nicht weiter, und dann raste “Maserati” mit 28 bis 30 Knoten auch noch über Treibgut. Das Ruder riss ab, und fortan war nicht mehr an einen erfolgreichen Rennverlauf zu denken.

Maserati, MOD 70

Das abgerissene Ruder vom Maserati-Tri. Auftrieb am Heck mithilfe von Schweimmwesten.© Maserati

So machten die beiden anderen Trimarane den Sieg unter sich aus. Überraschend deutlich konnte schließlich der 10 Fuß kürzere ORMA Trimaran 61 Meilen Vorsprung gegenüber “Phaedo” heraussegeln und nach vier Tagen und 6,5 Stunden den bestehenden Rekord um mehr als einen Tag unterbieten. Für das Steuer von “Mighty Merloe” hatte der 81-jährige Eigner Howard Enloe keinen Geringeren als Loick Peyron engagiert.

Der schnellste Einrumpfer der Welt “Comanche” ist für diese Regatta nach gut einem Jahr einmal wieder aktiviert worden. Er weist einen Rückstand von 360 Meilen auf, liegt aber ebenfalls auf Rekordkurs. Insgesamt haben sich 55 Yachten auf den weg gemacht.

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