Vendée Globe: Javier Sanso hat seine “Acciona” aus dem Meer geborgen

Geisterschiff

Der Spanier Javier Sanso, der vor neun Tagen bei der Vendée Globe mit gebrochenem Kiel gekentert und abgeborgen worden war, hat sein Schiff gerettet.

Javier Sansos "Acciona" ist aus dem Atlantik gerettet

Javier Sansos Daumen geht hoch. Seine “Acciona” ist aus dem Atlantik gerettet, wenn auch ohne Rigg. © Jesus Renedo / ACCIONA

Sanso hatte kurz nach seiner Ankunft per Helikopter in Terceira auf den Azoren einen Schlepper organisiert und sich auf die viertägige Suche nach seiner “ACCIONA 100% EcoPowered” begeben.

Bei der Ankunft an seiner umgedrehten Yacht berichtete er seinem Team: “Es sieht schrecklich aus. Der Mast ist gebrochen. Aber alles wird gut.” Sanso tauchte bei glücklicherweise moderaten Bedingungen im klaren Wasser mit einem Team von Technikern und Spezialtauchern und schnitt den verbliebenen Rest des Riggs ab.

Javier Sanso besteigt einen Schlepper

Kurz nach seiner Rettung per Helikopter besteigt Javier Sanso einen Schlepper und macht sich auf die Suche nach seinem Schiff. © Jesus Renedo / ACCIONA

Dann startete die komplizierte Operation, das Schiff, das unter Wasser wie ein Geisterschiff anmutet, aufzurichten. Die Stabilität eines umgedrehten IMOCA 60 ohne Kielbombe ist enorm. Aber mit den Spezialisten und der Schlepperhilfe gelang das Manöver. “Acciona”  befindet sich nun wieder im Hafen auf den Azoren.

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
http://blueocean.berlin/magicmarine-team-werden/

3 Kommentare zu „Vendée Globe: Javier Sanso hat seine “Acciona” aus dem Meer geborgen“

  1. avatar Olli sagt:

    Warum bricht der Mast bei der Kenterung? Hätte gedacht, der kann das locker ab und dient gleich als günstiger Anschlagpunkt für den Kran beim Aufrichten.

    Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 2

    • avatar Basti sagt:

      Da draußen sind sicherlich einige Meter hohe Wellen die Tage gewesen. Das Schiff hat den Drang sich in den Wellen zu bewegen und das Rigg liegt eher starr im dichten Wasser (vermutlich sind die Schoten auch noch angezogen gewesen). Der Widerstand für das Rigg war wohl einfach zu groß!

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *