Vendée Globe: Stamm fällt mit technischen Problemen zurück

Segel gerissen - bei Flaute


Day 13 highlights – Thursday, November 22, 2012 von VendeeGlobeTV

Der Schweizer Bernhard Stamm hat in den vergangenen zwei Tagen den Anschluss an die Spitzengruppe der Vendée Globe etwas verloren. Er segelte konstant ein bis zwei Knoten langsamer und höher am Wind, während die ersten vier Gas gaben Richtung Süden. Jetzt gab Stamm bekannt, dass eine beschädigte Genua für den geringeren Speed verantwortlich ist. Sie riss ein – bei Flaute.

Der Schweizer Bernhard Stamm hat Probleme, den Anschluss an die Spitze zu halten. © Vincent Curutchet / DPPI

Der Schweizer Bernhard Stamm hat Probleme, den Anschluss an die Spitze zu halten. © Vincent Curutchet / DPPI

“Die See war in den Doldrums sehr chaotisch”, erklärt der Geheimfavorit. “Als in einer Flautenzone das Schiff von der Dünung heftig durchgeschüttelt wurde, kam eines der Schwerter hoch und verursachte einen Riss im Tuch.” Seitdem muss er mit einem kleineren Vorsegel einen spitzeren Winkel zum Wind segeln und ist in eine östlichere Position geraten.

Außerdem musste er Reparaturen am Autopiloten vornehmen und habe kaum schlafen können. “Aber bald bin ich fertig mit dem Reparieren. Das Ende der Bestrafung ist in Sicht.”

Bernhard Stamm gehört zu den Geheimfavoriten mit seinem Kouyoumdjian Design. © Vendee Globe

Bernhard Stamm gehört zu den Geheimfavoriten mit seinem Kouyoumdjian Design. © Vendee Globe

Der Rückstand ist von 27 Meilen vor zwei Tagen auf nun 87 Meilen zu Armel Le Cléac’h angewachsen. Der Franzose schien sich immer weiter von der Spitzengruppe zu entfernen und hatte den Vorsprung zum Zweiten Francois Gabart auf 55 Meilen ausbauen können. Aber der kämpfte sich inzwischen wieder auf 48 Meilen heran und liegt einigermaßen gleichauf mit Jean Pierre Dick und Vincent Riou.

Alex Thomson gibt mit seiner "Hugo Boss" alles, was er hat, kann aber nicht an der Spitze mithalten. © Alex Thomson

Alex Thomson gibt mit seiner “Hugo Boss” alles, was er hat, kann aber nicht an der Spitze mithalten. © Alex Thomson

Erwartungsgemäß nicht mithalten kann Alex Thomsen mit seiner “Hugo Boss”. Der Brite verlor bei den jetzt konstanten Windbedingungen gut 80 Meilen gegenüber den Neubauten von Verdier.

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Carsten Kemmling

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