Vendée Globe: Armel Le Cleac’h hat den Rückstand auf “Hugo Boss” halbiert

Endlich halsen

Armel Le Cléac’h hat in der Nacht gut 40 Meilen auf Alex Thomson rausgesegelt. Dabei darf der nach der Halse jetzt wieder mit Foil segeln.

Die ersten beiden Boote sind eng zusammengerückt. Josse, die Nummer drei, verliert in einer Leichtwindzone.

Die ersten beiden Boote sind eng zusammengerückt. Josse, die Nummer drei, verliert in einer Leichtwindzone.

Alex Thomson konnte sich nicht lange über seinen unglaublichen Rekord bei der Passage des Kap der Guten Hoffnung freuen. Mit 17 Tagen und 23 Stunden blieb er gleich fünf Tage unter dem alten Rekord, den Armel Le Cléac’h 2012 erreicht hatte. Vielleicht empfand es der Franzose als schlechtes Omen, zuerst am Kap zu sein, weil er damals dann doch verloren hatte. Diesmal ist ihm jedenfalls passierte er die Kap-Linie viereinhalb Stunden nach dem schwarzen Boot und startete erst danach der erfolgreiche Angriff.

Aber natürlich ist es nur Zufall, dass sich genau einen Tag später den Rückstand auf 40 Meilen mehr als halbiert hat. Le Cléac’h kommt zugute, dass er zuletzt einen direkteren Weg segeln konnte und mit etwas mehr Wind schneller unterwegs war.

Thomson (schwarz) war zuletzt wieder etwas schneller als Le Cléac’h (blau) unterwegs. Josse (hellblau) steckt in einer Flaute.

Thomson (schwarz) war zuletzt wieder etwas schneller als Le Cléac’h (blau) unterwegs. Josse (hellblau) steckt in einer Flaute.

Möglicherweise ist Thomson auch mit der Reparatur seines Foil-Schadens beschäftigt. Es ist nichts zu hören aus dem Hugo-Boss-Lager, aber der Brite wollte eigentlich seinen Foil-Stumpf loswerden. Und es gibt Spekulationen, dass er möglicherweise Ersatz montieren könnte. Zuletzt war er aber wieder etwas schneller als sein Gegner unterwegs. Thomson führt das Feld seit dem 12. November an und hat einen Durchschnitt-Speed von über 20 Knoten erreichen können.

Die hohe Geschwindigkeit hat durchaus mit der neuen Generation der Foiler zu tun. Aber der Verlauf der Regatta hat gezeigt, dass der Speed-Vergleich keinen Fünf Tage Vorsprung rechtfertigt. Die alte “MACIF” (jetzt “SMA”) liegt als Referenzboot auf Rang vier gut 850 Meilen zurück. Er wird also ebenfalls den Rekord klar brechen, was bestätigt, dass die Vendée Flotte nahezu perfekte Bedingungen erlebt hat. Die Passage der Doldrums glückte sehr schnell und dann konnten sich die Spitzen-Skipper lange Zeit an langen Rauschots-Surfs erfreuen.

Problematisch ist die Situation zurzeit für Sébastien Josse auf seiner “Edmond de Rothschild”. Er versucht verzweifelt Anschluss an das Spitzenduo zu halten, verliert aber seit drei Tagen bei schwierigeren Windbedingungen immer weiter. 240 Meilen liegt er schon zurück.

Vendée Globe Tracker

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Vendée Globe: Armel Le Cleac’h hat den Rückstand auf “Hugo Boss” halbiert“

  1. avatar Christof sagt:

    “Diesmal ist ihm jedenfalls passierte er die Kap-Linie viereinhalb Stunden nach dem schwarzen Boot und startete erst danach der erfolgreiche Angriff.”
    ???
    Bitte vor dem Hochladen die Artikel nochmal lesen. Solche Satzfragmente sind leider oft bei Euch zu finden.
    Inhaltlich freue ich mich natürlich über die gute Berichterstattung der Vendee Globe!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 13 Daumen runter 1

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