Vendée Globe: Jetzt das Bundesverdienstkreuz? – Wie es weiter geht für Boris Herrmann

"Warum nicht noch einmal?"

Boris Herrmann hat in der abschließenden Pressekonferenz mit den deutschen Medien versucht, die Schärfe aus der Diskussion um die Kollision zu nehmen. Er spricht auch über seine Zukunftspläne.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

11 Kommentare zu „Vendée Globe: Jetzt das Bundesverdienstkreuz? – Wie es weiter geht für Boris Herrmann“

  1. avatar ZuSpät sagt:

    “Dieses Inserat ist leider nicht mehr verfügbar

    Das Inserat “Multiplast Imoca 60″ ist nicht mehr online.

    Vermutlich ist dieses Boot bereits verkauft.”

  2. avatar manfred schog Viermann sagt:

    zuwas denn gleich das Bundesverdienstkruzifix nochmal, solch ein Schwachsinn!

    Wenn überhaupt, das Seehäschen als Schwimmabzeichen, oder als Steigerung das Sportabzeichen.

    • avatar ds sagt:

      Man kann ja alles kritisch ansprechen, aber diese Formulierung disqualifiziert. Auch bei anderen Empfängern des Bundestverdienstkreuzes wie zuletzt die youtuberin Mai, könnte man sagen “die machen doch nur ihren Job”.

      Eine hervorragende sportliche Leistung ist wohl in der Tat nicht ausreichend, das macht der Sportler für sich selbst, aber einmal als Auflistung, was Boris erreicht hat:
      – 5. Platz als erster deutscher bei der Vendee (wie gesagt kein Kriterium, aber dennoch ein Meilenstein)
      – diesen Platz hat er erreich, trotz einer schweren wissenschaftlichen Messstation an Bord um Daten aus Regionen zu bekommen, die man sonst nicht bekäme oder aus Regionen, wo ansonsten ein bis zu 30-köpfiges Team mit einem Motorboot (klima…) hinfahren müsste. Er hilft sogesehen die Qualität der Wissenschaft zu verbessern und den CO2 Fußabdruck für diese zu verringern, obwohl es seinem sportlichen Ziel eher schadet.
      – Boris verzichtet auf Dieselstromerzeugung und ist komplett autark unterwegs
      – Boris führte über die gesamte Laufzeit der Kampagne als auch während des Rennens Gespräche und Projekte mit Schulen und Kindern
      – Boris verhilft dem Segelsport und damit seinen Verbänden zu neuer Aufmerksamtkeit
      – Mit seiner Berichterstattung in 3 Sprachen sorgt er außerdem für etwas Freude in der Pandemie. Eine Pandemie kennt verschiedene Helden, die die an der Front kämpfen, um diejenigen zu schützen, die an der Krankheit leiden und Boris ist einer der Helden, die sich sogesehen um die Menschen kümmern, die unter den Einschränkungen der Pandemie leiden.
      – Boris hat geholfen einen Menschen zu retten, der drohte zu ertrinken und dabei selbstlos sein sportliches Ziel zurückgesteckt. Zwar gab es die Regel der Wiedergutmachung schon lange, aber dennoch weiß man nie ob diese reicht, wenn sich die Spitzengruppe mit einem guten Wetterfenster absetzen kann. So war es dieses Mal nicht, das schmälert aber nicht die Geste von Boris, genauso wenig, wie dass nicht er es war, der Kevin aus dem Wasser gezogen und übergeben hat.
      – und zu aller letzt segelt er für eine wichtige Botschaft und nicht für einen Massentierhaltungskonzern wie Charal oder Maitre Coq.

      Daher stimme ich zu, dass Boris Herrmann definitiv ein Anwärter für das BVK ist. Die Entscheidung wird dann von Ämtern übernommen, denen das gebührt. Darüber müssen wir uns zum Glück nicht streiten.

      • avatar Diesel sagt:

        Das sind alles gute und wesentliche Punkte. Aber trotzdem eine kurze Nachfrage zu:
        – Boris verzichtet auf Dieselstromerzeugung und ist komplett autark unterwegs

        Meines Wissens nach hatte er selbstverständlich einen Dieselgenerator als Backup an Bord und nach Ausfall der Hydrogeneratoren kam dieser selbstverständlich auch zum Einsatz. Auch der Diesel ging zwischenzeitlich kaputt (laut tagesspiegel.de).

        Korrekturvorschlag:
        – Boris war bemüht auf Dieselstromerzeugung zu verzichten und komplett autark unterwegs zu sein, was leider nicht vollständig gelang.

        • avatar ds sagt:

          Das habe ich glatt vergessen. Aber stimme da zu. So wäre das klarer. Danke dir. Bearbeiten kann man bei SR leider nicht.

  3. avatar Bemmann sagt:

    Boris hat für diese außerordentliche Leistung und als erster Deutscher das Bundesverdienstkreuz verdient. Die Mehrheit hofft darauf!

  4. avatar Jule vom Wannsee sagt:

    Also mir geht das Ökogelaber in Verbindung mit dem Segelsport mächtig auf den Sack. Unser schöner Segelsport ist bestimmt nicht ökologisch! Trotzdem hab ich einen Segelboot, verfolge den American Cup und hab mich über den Erfolg von Boris gefreut.

    • avatar ds sagt:

      Das stimmt und auch wieder nixht. Generell gibt es kein umweltfreundlich. Alles ist gewissermaßen schädlich, jedes e Auto, jeder bio Bauer, jeder Mensch. Es gibt nur mehr oder weniger umweltschädlich. Das ist ja aber auch ok, die Natur kann einiges wegstecken und das ja auch zu einem gewissen Grad verkraften. Wenn man sich an diesem orientiert könnte man wohl von “umweltharmonisch” sprechen und da fällt der Segelsport ja vielleicht rein.

      • avatar Sven 14Footer sagt:

        Lieber ds,

        Deine sachlich und ausgewogenen Kommentare zu lesen ist eine Wohltat. Ich stimme Dir voll zu. Aber auch die kritischen Anmerkungen (Jule und Diesel) sind sachlich. Eine Diskussion die dem BVK m.E. gerecht wird. => lesenswert

    • avatar waterman sagt:

      Bundesverdienstkreuz ? – Da ist wohl eher ein Medienpreis angesagt, weil Boris Segeln zu unserer aller Freude, auch dank Mangel an sonstigen positiven Nachrichten und Pause in vielen anderen Sportarten, in die Medien gebracht hat. Bei dem ökologischen Deckmäntelchen (der medienwirksame Trip mit Greta Thunberg, seine Pseudo-Wasseranalysen während des Trips etc.) steige ich dann komplett aus. Hoffentlich zerrt nicht mal jemand die tatsächliche Ökobilanz einer solchen Aktion an die Öffentlichkeit. Nur mal so am Beispiel Boot: Carbon, alle synthetischen Fasern und die gesamte Elektronik sind nicht nur mit einem erschreckend hohen Energieaufwand herzustellen, sondern zumindest die Verbundbaustoffe sind anschließend Millionen teurer Sondermüll. Dabei dürfte das Boot in der Gesamtbilanz nur einen untergeordneten Stellenwert haben. Solche Erkenntnisse an die Öffentlichkeit gezerrt könnten ganz schnell zum ‚Eigentor‘ werden.

  5. avatar PL_detlefmschulz sagt:

    Ich habe Boris, natürlich auch Isabell, seit dem Start verfolgt.Als “nasse Wiese Segler” konnte ich über Wochen diese dramatische Reise verfolgen und möchte mich bei Boris für Seine mitnehmende Berichterstattung bedanken. Meines Erachtens nach hat er dem Segelsport in Deutschland einen neuen Stellenwert gegeben. Es wäre schön, wenn es der Segelsport zu mehr Aufmerksamkeit in den Medien verhelfen würde.Vielen Dank Boeis

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