Vendée Globe: Sam Davies mit Kielproblemen – Treffen mit Isabelle Joschke verschoben

Kiel als Spaßverderber

Sam Davies (Initiatives Coeur) und Isabelle Joschke (MACSF) wollten eigentlich gemeinsam nach Les Sables d’Olonne segeln. Die Deutsch-Französin Joschke Skipperin verließ am Freitag Salvador de Bahia in Brasilien, um sich auf See mit Davies zu treffen. Aber dieser Plan muss warten. Denn die Britin hat Probleme mit ihrem Kiel.

Seit einigen Tagen mache der Kiel ein unangenehmes Geräusch, sagt Samantha Davies. Insbesondere auf dem Amwindkurs. Die Britin, die außer Konkurrenz segelt, seit sie eine Kollision am Kiel hinnehmen musste und sich nach einer mehrwöchigen Reparatur in Kapstadt wieder auf den Weg gemacht hat, wird zwischen dem 20. und 22 Februar wieder in Les Sables d’Olonne erwartet. Nun hat sie aber durchblicken lassen, dass die letzten Meilen über den Atlantik noch schwierig werden.

Der Kiel bereitet ihr große Sorgen. “Ich hoffe, dass er bis zu Ende durchhält.” Sie habe viel Fahrt rausnehmen müssen und das verderbe ihr den Spaß am Segeln ein wenig. Der Kiel wackelt und das Spiel im System wird größer. Ihr Team versichere zwar, dass alles halten soll, aber die Geräusche tragen nicht zur Entspannung bei.

Sam Davies (l.) und Isabelle Joschke. © VG

Dennoch hält die Britin an dem Plan des Treffens fest. Das sei schöner und auch sicherer. “Ich gab ihr meine Routings und meine Positionen, damit sie ihre Start in Salvador de Bahia entsprechend timen konnte.”Joschke musste ebenfalls ihr Rennen wegen eines Kielschadens abbrechen und eine Reparatur im brasilianischen Hafen vrornehmen lassen.

“Sie segelte dann später los, als ich dachte”, sagt Davies. “So wird es noch eine Weile dauern bis wir uns treffen. Aber wir werden beide sehr froh sein, jemanden in der Nähe zu haben.”

Besser gemeinsam

Die Deutsch-Französin erklärt, dass sie Salvador de Bahia wegen ungeignerter Bedingungen etwas später verlassen habe. “Sie zieht es im Moment vor, einen kleinen Vorsprung zu halten, weil ihr Boot Probleme bereitet. Und sie denkt, dass ich sie einholen werde.

Aber wir bleiben bei der Idee, die Route gemeinsam zu beenden. Im Moment genießen wir noch schönen Winde. Aber wenn wir erst einmal aus den Passatwinden der nördlichen Hemisphäre heraus sind, wird es gut sein, sich im Falle größerer Schwierigkeiten gegenseitig helfen zu können. Wir stehen in Kontakt miteinander und halten uns über das Wetter und das, was wir tun, auf dem Laufenden.

Samantha Davies ist immerhin eine andere Sorge los. Ihr Ehemann Romain Attanasio hat die Vendée Globe trotz einiger technischer Probleme und einem Rippenbruch erfolgreich auf Rang 14 beendet.

“Ich freue mich sehr für ihn. Trotz all seiner Handicaps segelte er ein großartiges Rennen. Ich war stolz, ihn die Ziellinie überqueren zu sehen. Es ist eine Erleichterung, dass er wieder zu Hause ist.” Lachend fügt sie hinzu: ” Unser Sohn ist dann nicht mehr alleine und meine Eltern können in den Urlaub fahren. Das ist ein Stressfaktor weniger für mich.”

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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