Virtual Regatta: Finn-Segler Cardona eSailing-Weltmeister – 76.500 Teilnehmer, 230 Nationen

eMeister

Der Spanier Joan Cardona hat während seines Finn-Dinghy-Trainingslagers auf Teneriffa das Finale der eSailing-Weltmeisterschaft gewonnen und 10.000 Dollar Preisgeld eingestrichen. Beim eSailing Nations Cup ein Tag zuvor war Spanien den Briten unterlegen.

Finnsegler Joan Cardona streicht 10.000 Dollar für den eSailing WM-Sieg ein. © World Sailing

Das eSailing WM-Finale beim Spielen auf der Virtual-Regatta-Inshore-Plattform wurde unter den neun besten Skippern veranstaltet, die eine im Februar gestartete Qualifikationsrunde überstanden hatten. Insgesamt 76.500 eSegler aus 230 Nationen nahmen teil. 1000 qualifizierten sich für die Play-Offs und ermittelten vom 30. September bis 3. Oktober schließlich die Finalisten.

Nach einem spannenden Finale in neun Rennen mit sechs verschiedenen Bootsklassen setzte sich der Spanier nach einem Sieg im abschließenden Medalrace knapp mit einem Punkt Vorsprung durch.

Der Mallorquiner Cardona feierte seinen Erfolg auf Teneriffa, wo er zurzeit ein Finn-Dinghy-Trainingslager mit einer internationalen Gruppe absolviert – darunter der aktuelle Finn-Weltmeister Zsombor Berecz aus Ungarn. Cardona selber war schon zweifacher Junioren-Weltmeister im Finn und versucht aktuell noch den für Europäer letzten offenen Qualifikationsplatz für Olympia zu erreichen, auf den auch Max Kohlhoff schielt. Die Entscheidung soll im Mai beim 2021 Finn Gold Cup in Portugal fallen.

Eine Disziplin beim eNations Cup: 2K Teamrace, zwei gegen zwei.

Dem 1,90 Meter große und 101 Kilogramm schwere Cardona steht auch beim spanischen SailGP-Team am Grinder, das hilft beim eSailing aber nicht wirklich. Beim Segeln mit Bildschirm kommt es eher auf die Nerven an. Er profitierte davon, dass sein spanischer Teamgefährte Ramón Parejo das letzte Rennen verpatzte.

Zusammen hatten die beiden Spanier einen Tag zuvor den Nations Cup bestritten, das zweite Highlight der diesjährigen eSailing-Saison. Dabei unterlagen sie dem britischen Team mit 1:5. Auch Deutschland gehörte zu den 13 teilnehmenden Nationen, war aber im Viertelfinale mit 0:5 an den Briten gescheitert.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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