Volvo Ocean Race: Abu Dhabi vor Mapfre, Alvimedica und Brunel im Ziel – SCA Drama

Big Point

Beim Volvo Ocean Race hat Abu Dhabi den Elfmeter verwandelt und nach dem Ausfall von Dongfeng die fünfte Etappe in Itajaí gewonnen. In der Gesamtwertung könnte vier Abschnitte vor Schluss schon eine Vorentscheidung gefallen sein.

Volvo OCean Race

War es das schon? Abu Dhabi landet mit seinem Sieg einen Big Point. © Buda Mendes / Volvo Ocean Race

Ian Walker ist mit dem Sieg seines Abu Dhabi Teams der große Gewinner der fünften Etappe des Volvo Ocean Races. Denn in der Gesamtwertung hat er nach dem Aufgeben des großen Verlierers Dongfeng nun einen Vorsprung von acht Punkten auf Platz zwei. Er könnte also auf der nächsten Etappe entspannt nach Newport motoren und immer noch die Gesamtführung behalten.

Abu Dhabi konnte die zweitplazierte Mapfre unter Skipper Iker Martinez am Ende doch relativ souverän um mehr als eine halbe Stunde distanzieren. Aber für die Spanier ist es dennoch ein großer Erfolg. Sie haben sich damit nach nahezu hoffnungslosem Beginn der Regatta wieder in den Kampf um Gesamtrang zwei eingeschaltet. Sie liegen nur noch zwei Punkte hinter Dongfeng zurück.

Gut 20 Minuten dahinter gewann Alvimedica den Kampf um Rang drei gegen Brunel um nur 1:16 Minuten. Die Amerikaner lieferten ihre beste Etappe ab und hatten sogar am Kap Hoorn noch geführt. Der erfahrene Illbruck Veteran Stu Bannatyne schien seinen Einsatz wert zu sein. Aber schließlich mussten sie sich kurz nach diesem Höhepunkt Abu Dhabi geschlagen geben. Während der auf den harten Raumgängen am Kap noch exzellent gepasst hatte reichte er auf dem Amwind-Kurs einfach nicht aus.

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Mapfre in der Flaute kurz vor dem Ziel. Abu Dhabi eine halbe Stunde voraus. © Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race

Als dann auch noch Mapfre mit einem Ausbruchversuch nach Westen Erfolg hatte blieb von der Euphorie nicht mehr so viel übrig. Aber dennoch sind auch die Amerikaner mit nur drei Punkten Rückstand zu Rang zwei in absoluter Schlagdistanz zum zweiten Gesamtrang.

Bekking großer Verlierer

Großer Verlierer sind damit wieder einmal die Holländer um Bouwe Bekking. Wie in der Etappe zuvor gelang es ihnen, zur Halbzeit einen großen Vorsprung von mehr als 50 Meilen herauszusegeln. Aber sie konnten ihn nicht in einen Etappensieg ummünzen.

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Brunel bei seinem letzten Angriff auf Alvimedica. Am Ende fehlte knapp mehr als eine Minute. © Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race

Die Verteidigung funktionierte nicht und als kurz vor dem Kap Hoorn auch noch ein wichtiges Segel kaputt ging waren sie der entscheidenden Waffe beraubt, genügend Druck auf die Konkurrenz auszuüben. Platz vier ist eine große Enttäuschung, aber auch Bekking fehlen nur zwei Punkte zu Rang zwei.

So ist vor der nächsten Etappe besonders der Kampf um Platz zwei extrem spannend geworden. Abu Dhabi kann schon mit dem Taktieren beginnen und in den Sicherheit-Modus umschalten.

Drama für SCA

Während die Flotte in Brasilien die Feierlichkeiten im Ziel aufgenommen hat ist das SCA Team gut 640 Meilen achteraus nur knapp einem Drama entgangen. In maximaler Fahrt kollidierte das Backbord-Ruder mit einem unbekannten Gegenstand im Wasser. Das magentafarbene Schiff lief aus dem Ruder und legte sich erst auf der einen, dann auf der anderen Seite flach auf das Wasser.

Danach richtete es sich wieder auf und die Frauen bereiteten sich schon darauf vor, ein  gebrochenes Ruderblatt diagnostizieren zu müssen. Aber offenbar hat das Blatt schließlich doch gehalten und SCA ist weiterhin auf dem Weg nach Brasilien. Die Ankunft wird für Dienstag Abend erwartet.

Gesamtwertung nach fünf von vier Etappen:ergebnisse VOR

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Abu Dhabi vor Mapfre, Alvimedica und Brunel im Ziel – SCA Drama“

  1. avatar AbuDhabi must win the race! sagt:

    1. AbuDhabi – Geil!

    2. Dongfeng – Schade!

    3. SCA – Frauen!

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 6 Daumen runter 22

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