Volvo Ocean Race: Brunel mit Taktiker Bruling gewinnt Inport-Race – Liz Wardley verletzt

Drama vor Lissabon

Das 50:50 Team auf “Turn The Tide on Plastics” ging mit einer starken Vorstellung in das Inport Race beim Volvo Ocean Race und wurde doch wieder Letzter. Bouwe Bekking dagegen ist zurück.

Liz Wardley wird über das Vordeck geschleudert. © VOR

Was für ein Zweikampf auf den letzten Metern. Mapfre hängt am Heck von Brunel und versucht noch einen letzten Angriff. Peter Burling ruft: “Er luvt”, und Bekking am Steuer reagiert. Er lässt den Spaniern keine Chance und holten den Sieg im Inport Race vor Lissabon.

Dieser Erfolg mag punktemäßig nicht viel wert sein – die Zähler der Inport-Serie entscheiden nur bei Gleichstand in der Gesamtwertung – aber für Brunel war dieser Triumph extrem wichtig nach dem vorletzten Platz auf der ersten Etappe.

Superstar Peter Burling oder auch ex Oracle Wing-Trimmer Kyle Langford mochten schon daran gezweifelt haben, ob sie tatsächlich auf einem siegfähigen Schiff gelandet sind. Das Team konnte in der kurzen Vorbereitungszeit noch nicht zusammenwachsen. Und was wäre so eine Negativ-Erkenntnis für eine Quälerei, wenn noch der Weg um die ganze Welt vor einem liegt.

Aber schon während der Woche kam die gute Nachricht, dass die unterirdische Performance wohl tatsächlich mit einem Schaden an den Rudern zu erklären ist. Nach mehreren Kollisionen mit nicht identifizierten Objekten – Bekking sagt, zwölfmal habe man gestoppt – hatte die Leistung gelitten, und Langford hatte schon unterwegs tauchen müssen. Aber er fand kein deutlich sichtbares Problem.

Nun zeigte sich aber, dass es durchaus einen Schaden gegeben hat. Die Ruder wurden repariert und prompt gewinnt Brunel das Inport Race nach einem sehr starken Start und echten Zweikampf-Qualitäten im Duell mit Mapfre. In dieser Form ist wieder mit Brunel zu rechnen.

Die Story des Tages war aber ein Video, dass es so bei der vergangenen Auflage des Volvo Ocean Races nicht gegeben hätte. Liz Wardley, Crewmitglied beim 50:50 Frauen/Männer-Team Turn The Tide on Plastics, wird von der Fockschot über das Vordeck geschleift und der Onboard Reporter hält drauf – auch als die Australierin um Hilfe ruft. Aber schließlich ist wohl doch alles einigermaßen glimpflich ausgegangen.

Die Inport-Race-Tabelle nach zwei Rennen.

Besser sieht es auch für AkzoNobel aus, dem Skandalteam der Regatta. Match Racer Nicolai Sehested durfte an das Steuer und zeigte damit, dass Skipper Tienpont nicht mehr auf den absoluten Führungsanspruch besteht. Der Däne Sehested machte einen deutlich besseren Job als der Holländer am Steuer und führte das Team nach starkem Steuerbord-Start in den Top drei um die Luvtonne.

AkzoNobel (2.v.l.) mit starkem Steuerbord-Start, Brunel mit bestem Luv-Start. © VOR

Foto-Finish zwischen Brunel und Mapfre.

 

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Volvo Ocean Race: Brunel mit Taktiker Bruling gewinnt Inport-Race – Liz Wardley verletzt“

  1. avatar Name sagt:

    Taktiker Bruling?

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