Volvo Ocean Race: Groupama vor Puma. Komplizierte Bedingungen vor Auckland

Hitze, Hautausschlag, Hindernisse

Knapp 1500 Meilen vor dem Ziel der vierten Volvo Ocean Race Etappe in Auckland ist der Ausgang längst nicht manifestiert. Groupama hält allerdings weiter seine starke Führungsposition 63 Meilen vor Puma und 109 Meilen vor Telefonica. Aber der Querabstand zu den Spaniern ist so groß, dass sich Windstärken- und Richtungsänderungen noch gewaltig auswirken können.

So erwarten die Crews mit Spannung die nächsten Tage. Mike Pammenter, mit Camper auf der westlichen Route unterwegs, sagt: “Die Boote im Osten dürften einen besseren Winkel zum Wind segeln mit mehr Wind, aber wir haben hier eine sehr gute Abkürzung genommen.” Camper, Sanya und Telefonica sind zwischen den Salomon Inseln durchgesegelt.

Das Volvo-Ocean-Race-Feld ist immer noch zweigeteilt. Die West-Gruppe hat in der Abdeckung der Salomon-Inseln weniger verloren, als vermutet.

Ken Read passierte das Hindernis dagegen im Osten und machte einige Meilen auf Telefonica gut. Er erwartet aber noch einen “harten Kampf bis zum Ende”. Die Wettermodelle prophezeien schwierige Bedingungen kurz vor dem Etappenziel in Neuseeland. “Es sieht so aus, als wenn wir einige hundert Meilen vor dem Ziel wie gegen eine Wand fahren. Aber diese Wettermodelle ändern sich permanent. Die Situation ist sehr komplex”.

Die Passage der Doldrums ist für alle Teams recht glimpflich verlaufen. Groupama Medien-Mann Riou erzählt: “Wir stoppten fast für zwei Stunden, aber am Horizont sah man schon den klaren Himmel mit den Cumulus Wolken Tupfern. Das ist so oft das Zeichen für zu erwartenden Passatwinde.”

Groupama und Puma versuchen, von Luv vor Telefonica (blau) zu rutschen, um den Vorsprung zu manifestieren.

Die Hitze an Bord der Schiffe muss unerträglich sein. “Man kann sich nicht vorstellen, wie das Leben im Boot ist”, heißt es bei Camper. “Fast jeder hat auf dem ganzen Körper Ausschlag vom Salz. Rücken, Hintern, Beine …”

Auf Telefonica wird Navigator Andrew Cape gefeiert, nachdem er die Spanier relativ glimpflich durch die Abdeckung der Inseln hat segeln lassen. “Wir nennen ihn jetzt ‘König der Salomon Inseln’.” Im letzten Sommer habe die Crew die Passage von Inseln zwischen den Kanaren trainiert bei Lanzarote und Gran Canaria.

Feuchtes Vergnügen. Wade Morgan schnappt auf Abu Dhabi etwas Luft im Schutz des Niedergangs. © Nick Dana/Abu Dhabi Ocean Racing/Volvo Ocean Race

Video vom 3.3.:

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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