Volvo Ocean Race: IMOCA-Klasse ersetzt VO65 – Foilende 60-Fußer mit Crew

Volvo goes Vendée

Die IMOCA-Klassenvereinigung hat eine Partnerschaft-Vereinbarung mit den Volvo Ocean Race Organisatoren geschlossen, die besagt, dass die 60 Fuß Vendée-Racer als neue Klasse beim nächsten VOR eingesetzt wird.

IMOCA (l.) versus Volvo65. Die Optik verändert sich nicht wesentlich. © Martinez/Gitana
© Stichelbaut/Dongfeng

In Den Haag haben führende Designer wie  Guillaume Verdier und Juan Kouyoumdjian mit den neuen Organisatoren zusammen gesessen, um die nächste Auflage des Volvo Ocean Races zu planen. Dabei ist ein Wechsel der Bootsklasse beschlossen worden.

Das Ergebnis ist die Ablösung der VO65 Einheistyacht. Sie wird längst nicht von allen Seglern befürwortet. AkzoNobel Wachführer Chris Nicholson hält das für wenig sinnvoll, aber es haben sich offenbar genug Unterstützer gefunden.

“Wir sind uns sicher, das das der richtige Schritt nach vorne ist”, sagt Johan Salen der neue Co-Präsident des Rennens. Der Schritt zu den foilenden Monohulls der IMOCA-Klasse werde mehr Segler, Teams und die Marine-Industrie motivieren, sich für das nächste Rennen vorzubereiten. “Die existierende Infrastruktur der Klasse hilft dabei, ein nachhaltiges Business Modell zu entwickeln.” 

Spezielle Regeln für IMOCAs mit Crew

Ein Komitee soll spezielle Regeln für mit Crew gesegelte IMOCA 60s entwickeln. Dabei wolle man auch auf Platz für den bewährten Onboard-Reporter nicht verzichten. Bisher sind die schnellsten IMOCA-Konstruktionen für ein bis zwei Personen optimiert.

Mit der neuen Klasse dürfte eine weitere Reduktion der Crewgröße einhergehen. Bei den VO65 wurde zu neunt oder zehnt plus Onboard-Reporter gesegelt, auf einem IMOCA reicht der Platz maximal für fünf Segler. Ob sich das bei den neuen Crew-Designs ändert, muss sich noch zeigen. Schwierig wird es dann jedenfalls für die erfolgreich eingeführte Frauen- und Jugend-Quote. Wird sich dieses Modell auch mit geringerer Crewstärke weiterführen lassen?

Volvo Ocean Race Sieger Charles Caudrelier äußert sich jedenfalls positiv über die Änderung: “Die Open 60s sind einfach unglaubliche Boote. Ich mag es wirklich, damit zu segeln, und das wird auch anderen so gehen. Wenn sich die beiden besten Hochsee-Rennen der Welt auf die selbe Klasse einigen, dann ist das für mich eine tolle Nachricht.” 

Bouwe Bekking sagt: “Für einen Segler ist das sehr aufregend, und das gilt besonders für die jüngere Generation, für die das Foiling und Schnellsegeln wichtig ist. So bekommt man die besten Segler zum Rennen.”

Die neuen Design-Regeln müssen noch ausgearbeitet werden. Aber sie sollen zum Ende des Jahres fertig sein. Die Zukunft der VO65 Klasse, die nun in zwei Auflagen des Volvo Ocean Races eingesetzt wurde, soll in den kommenden Wochen veröffentlicht werden. 

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: IMOCA-Klasse ersetzt VO65 – Foilende 60-Fußer mit Crew“

  1. avatar oh nass is sagt:

    “IMOCA (l.) versus Volvo65. Die Optik verändert sich nicht wesentlich.” Nun ja, ich finde schon, dass sich ein IMOCA optisch wesentlich von einem Volvo 65 unterscheidet.

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    • avatar eku sagt:

      ich denke, dass das eine wirklich spannendes Thema für eine diskussion ist.
      im moment habe ich nur die bildschirmtastatur …
      spezifiziere deine meinung doch bitte – würde mich wirklich interessieren!

      antworte morgen auch von einem “richtigem” Rechner

      grüße eku

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