Volvo Ocean Race: Nicholson auf der Insel – Bergung von Vestas

Am Ort des Geschehens

Team Vestas Skipper Chris Nicholson ist zum Schauplatz des Geschehens zurückgekehrt, wo vor drei Wochen sein Schiff beim Volvo Ocean Race strandete. Es soll geborgen werden.

Vestas auf dem Riff. © Brian Carlin/Team Vestas Wind/Volvo Ocean Race

Vestas auf dem Riff. © Brian Carlin/Team Vestas Wind/Volvo Ocean Race

Der 45 Jahre alte Australier ist nach Mauritius geflogen, um dort zusmmen mit seinem Landsmann Neil Cox vom Shore Team den Prozess der Vestas Bergung zu koordinieren. Das Duo hofft, die Rennyacht vom Riff auf den Cargados Carajos Inseln ziehen zu können.

“Am besten wäre es, wenn wir das Schiff so schwimmfähig bekommen, dass es auf die andere Seite der Lagune in ruhiges Wasser geschleppt werden kann”, sagt Cox. “Das würde die Zerstörung des Rumpfes auf dem Riff stoppen”.

Frachter kommt Montag

Dann bestehe die Chance, das Schiff so weit herzurichten, dass es vielleicht nach Mauritius geschleppt werden kann. Oder es könne per Kran auf einen Frachter der Maersk Reederei gehoben werden, der am Montag vor Ort sein soll.

In Mauritius hat das Vestas Team ein Boot gechartert, dass mit allen notwendigen Werkzeugen an Bord als Mutterschiff für die anstehenden Operationen dienen soll. Es soll in der Lagune verankert werden während die Arbeiten stattfinden, weil man auf der Insel nicht wohnen kann. Das Übersetzen solle mit gecharterten offenen Fischerbooten erfolgen.

“Wir bringen alles mit, was Auftrieb erzeugen kann”, sagt Cox. “Denn wir wollen so viel von dem Boot zurückbringen wie möglich.” Jedes Teil könne recycelt werden für den möglichen Bau eines neuen Bootes.

Allerdings sei es ein sehr gefährlicher Arbeitsplatz. Er wolle zwar die billigen Schlagzeilen über Haie vermeiden, aber tatsächlich gebe es sie dort in großer Zahl besonders bei Nacht. “Ich denke ständig, das alles ist ein verrückter Traum.”

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Carsten Kemmling

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12 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Nicholson auf der Insel – Bergung von Vestas“

  1. avatar Bastian sagt:

    Schade…. Leider muss ich jetzt Mitglied werden um zu lesen…… Das war es dann leider für mich….. Tschüss SR……

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    • avatar Trueman sagt:

      Whayne interessierts? Ich würde sagen eher gut für SR, dann produzierst du keine Traffickosten mehr. Das ist als ob ein Sozialleistungsempfänger mit der Ankündgung des Auswanderns, gegen eine Reform protestiert.

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    • avatar Paywall-Spezialist sagt:

      Nimm einfach mehrere Browser, dann vervielfacht sich Dein Kontingent !

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  2. avatar Ketzer sagt:

    Und hoffentlich gehen sie dann auch durch’s Riff und sammeln schön brav die kleinen Kohlefasersplitterchen auf. Sonst muß Boyan Slat die nachher aus seinen Auffangsystem kratzen, weil sie ihm die Schlauche zerstechen.

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  3. avatar segeln@jewsky.de sagt:

    Ich könnte mir ja vorstellen, dass das mehr als eine Sperrmüllabholung ist und nicht nur die unbeschädigten Teile in irgendetwas Neuem installiert werden sollen. Es gibt doch ein Statement darüber, dass es keinen achten Rumpf gibt, der irgendwo rumsteht und auf seinen Einsatz wartet. Und es gibt ein paar Racer, an denen in den letzten Jahren teilweise scheunentorgroße delaminierte Rumpfsektionen erfolgreich ausgetauscht wurden. Vielleicht setzt Vestas Wind ja auch auf die Option Reparatur. Oder?

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    • avatar Hurghamann sagt:

      Wenn man den größten Teil noch an einem Stück vom Riff bekommt, ist auch der Bau eines neuen Rumpfes eine Option, dann wird das Deck mit der ganzen Hardware und Spanten anschließend versetzt. Ist schon häufiger gemacht worden. Rumpf nach Dubai, Reste vom Riff nach Dubai und bei Premium Composites zusammenkleben.

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      • avatar Michael sagt:

        Hei Hurghamann! Genau an die Kollegen dachte ich auch direkt. Viel besser kann man es für Kohlefaserarbeiten ja kaum treffen!!! Warten wir ab, ob es zu einer späteren Etappe noch was wird!

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      • avatar wiedermalsegeln sagt:

        Das klingt wie ein Plan!

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  4. avatar SamstagAbend sagt:

    Ein neues Boot können die vielleicht in wenigen Wochen bauen. Aber dann ist das Boot in Europa und muss erstmal z.B. nach Neuseeland gebracht werden. Das dauert mit nem Frachter auch eine Weile. Für Lufttransport ist so ein VO65 schon recht sperrig.

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  5. avatar Heinrich sagt:

    Können die nicht so ein altes Vestas-Windrad zum VO65 umbauen? Hier in der Eifel stehen davon jede Menge rum. Von mir aus können die ruhig alle haben.

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  6. avatar pjotr sagt:

    wie wird das so versicherungstechnisch dargestellt? das boot geleast? prämie gezahlt? grob fahrlässig? wo issn da die grenze in so nem fall? skipperhaftpflicht? fragen über fragen. bin gespannt auf die “trockenen” hintergründe. vielleicht kann man das ja mal an nem ähnlichen fall der schon abgewickelt ist dem vereinsregattasegler erklären. wär cool, spannend und ansteckend. vielleicht machen wir ja mal so ne kampanje mit wenn das risiko und die kosten überschaubar sind. allen schöne feiertage! und ein friedliches 2015!

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  7. avatar pjotr sagt:

    achso, fünf freiklicks würden reichen…

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