Volvo Ocean Race: Schlange bremst Brunel – Dongfeng mit nächstem Ausbruchversuch

Zweikämpfe vorerst entschieden

Zusammenfassung Walker wird von Pakistanis angefunkt:

Die dritte Etappe beim Volvo Ocean Race hat Ähnlichkeiten mit einem Radrennen. Die Ausreißversuche werden immer wieder gekontert. Hat Dongfeng den Absprung nun geschafft?

Das in Führung liegende französisch chinesische Team Dongfeng hat seinen Vorsprung zu Rang zwei auf fast zehn Meilen ausbauen können. Das dominierende Schiff der dritten Etappe macht auf dem Nachhauseweg mächtig Druck. Aber zuletzt konnten die Verfolger selbst einen 17 Meilen Vorsprung wieder aufholen.

Brunel war gar bis auf eine Meile wieder heran. Aber nach der gleichzeitigen Halse gen Südosten Richtung Sri Lanka ist Dongfeng wieder entwischt. Ob es die Schlange war, die Brunel die entscheidenden Meilen kostete? Ein armdickes Reptil hatte sich um den Saildrive gewickelt. Das Boot musste gestoppt werden und der junge Belgier Louis Balcaen tauchte nackt unter das Boot. Mit einem Messer überzeugte er die schwarze Schlange, sich einen anderen Platz zu suchen.

Ian Walker dagegen war lange beeindruckt von einem Funkkontakt mit der pakistanischen Marine, die ihn ausfragte, wer an Bord sei und was sie vorhätten. Walker musste die Nationalitäten aufzählen und war sichtlich angespannt, um nichts Falsches zu sagen.

Zweikämpfe im Feld

Während der vergangenen Tage währten die spannendsten Zweikämpfe im hinteren Feld. Die SCA Frauen duellierten sich mit Dongfeng und führten in einer Nacht gleich 29 Halsen aus. Aber das gewünschte Ergebnis blieb nach guten Teilerfolgen schließlich doch aus. SCA hängt doch wieder am Tampen, wenn auch nur sieben Meilen hinter Mapfre.

Ähnlich spielte sich das Duell zwischen Abu Dhabi und Alvimedica ab. Die Amerikaner konnten Bord an Bord lange Zeit erstaunlich gut mit den Favoriten mithalten. Aber ein kleiner Schlenker an der falschen Stelle und 14 Stunden später liegen sie fast zehn Meilen achteraus. Bei den Big Points zeigen die Top drei Teams, dass sie in einer anderen Liga spielen.

Der aktuelle Stand. Dongfeng hat sich einen kleinen Vorsprung erarbeitet

Der aktuelle Stand. Dongfeng hat sich einen kleinen Vorsprung erarbeitet

Das ist besonders erstaunlich bei Dongfeng, die gleich drei neue Crewmitglieder an Bord haben. Der On Board Reporter Sam Greenfield spielt dabei keine so große Rolle, aber dafür der neue Chinese Ying Kit Cheung sowie der U-30 Segler Jack Bouttell. Das Stammteam ist so stabil, dass die Crewwechsel offenbar kein Problem sind.

Bei Abu Dhabi ist die Volvo Ocean Race Legende Neal McDonald an Bord, um den erkrankten Phil Harmer zu ersetzen. Der Brite, der 2001 mit Assa Abloy Zweiter wurde, war nach insgesamt über 200.000 volvo Ocean Race Meilen eigentlich vom professionellen Hochsee-Rennsport zurückgetreten. Aber der 51-Jährige half als Performance Manager, die Abu Dhabi Kampagne zu formen, und sprang nun unerwartet ein.

Volvo Ocean Race Tracker

 

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Carsten Kemmling

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8 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Schlange bremst Brunel – Dongfeng mit nächstem Ausbruchversuch“

  1. avatar trinquette sagt:

    Wo auch immer sich die Schlange beim Team Brunel ‘verfangen’ hatte, der Saildrive war es sicher nicht.
    Volvo Ocean Racer haben keinen Saildrive im herkömmlichen Sinne. Die Schraube wird mit einem Klappmechanismus vollständig im Rumpf verborgen.

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    • avatar trinquette sagt:

      Der Bootsbauer meines Vertrauens sagt gerade, daß die VO65 doch einen Saildrive haben. Na dann viel Spaß beim Freischneiden.

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  2. avatar Olli Schmidt-Rybandt sagt:

    McDonald wurde 2001/02 mit Assa Abloy nach drei Etappensiegen zweiter.

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    • avatar stefan sagt:

      …es waren zwar 4 Etappensiege von Assa Abloy, aber das ändert auch nichts daran dass sie Geamtzweiter (hinter Illbruck) wurden. 😉

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    • avatar Carsten Kemmling sagt:

      oops stimmt. da gab es noch so ein deutsches boot… ist einfach zu lange her 🙂

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  3. avatar Highlander sagt:

    Sehr geehrter Carsten Kemmling,
    leider kann ich bedingt durch die neue Philosopie der Segelreporter Seite die guten Berichte zum Volvo Ocean Race nur noch gegen Bezahlung lesen. Das ist meiner Meinung nach aber die falsche Richtung, natürlich hört sich 1 Euro pro Monat wenig an, aber wenn nun andere Seiten Ihrem Beispielfolgen würden, und man pro Internet Seite einen Euro bezahlen müsste, wäre das Internet schnell tot…
    Hoffentlich überdenkt sich das Team der Segelreporter Ihre neue Politik nochmals, es gibt sicherlich noch andere Möglichkeiten um finanziell über die Runden zu kommen, diejetzige Bezahlpolitik ist auf jeden Fall der falsche Weg !!! freies Internet für Alle !!!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 1

    • avatar Carsten Kemmling sagt:

      lieber highlander, leider gibt es keine andere möglichkeit. diese erkenntnis ist unter medienschaffenden längst ein fakt. einige versuchen noch, mit print das internet gegenzufinanzieren, aber das ist bei überall sinkenden print zahlen nicht zukunftsfähig.
      gott sei dank können das auch schon viele sr leser nachvollziehen. kannst mir glauben, dass wir auch lieber niemanden nerven würden.
      hat übrigens mit freiem internet überhaupt nix zu tun. da bist auf einem ganz falschen dampfer…

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  4. avatar Highlander sagt:

    Hallo nochmals, in diesem Punkt bin ich etwas anderer Meinung. Sollte sich Ihre Seite aus den bestehenden Werbeverträgen nicht mehr finanzieren, dann müssten Sie an den bestehenden Konditionen dieser Werbeverträge etwas ändern, denn es ist sicherlich auch in dem Interesse Ihrer kapitalkräftigen Werbepartner, das diese Seite von einer möglichst grossen Anzahl von Internet Nutzern besucht wird.
    Die Einführung Ihrer Bezahlfunktion ist unter diesem Gesichtspunkt genau die falsche Richtung…..
    Ich für meinen Teil werde nun leider auf andere Seiten ausweichen, da ich nicht einsehe für eine Leistung doppelt zu bezahlen; Für den Zugang in das Internet erhalte ich monatlich von meinem Provider eine Rechnung, und alle zusätzlich kostenpflichtigen Internetseiten werden von mir nicht unterstützt…
    In der Hoffnung das Sie Ihre Politik nochmals überdenken, den diese neue Bezahlfunktion ist schlimmer als Mast und Schotbruch…

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