Volvo Ocean Race: Schwarzes Schaf de Ridder bei Brunel – Angst vor Wirbelsturm

Druck in der Luft

Die fünfte Etappe des Volvo Ocean Races wird wegen des tropischen Wirbelsturms Pam um einen Tag verschoben. So hat der gefallene America’s Cup Star Dirk de Ridder einen Tag mehr Zeit, um sich mit dem Brunel Team anzufreunden.

Dirk de Ridder

Oracles Wingtrimmer Dirk de Ridder wurde als einer der Schuldigen des Betrug-Skandals vom America’s Cup ausgeschlossen. © Oracle Team USA

Dirk de Ridder ist zurück auf der großen Bühne. Der Holländer, der als Drahtzieher des Oracle Betrugs beim vergangenen America’s Cup mit einer von fünf Jahren auf 18 Monate reduzierten Sperre bestraft worden war, soll das Team von Bouwe Bekking zum Erfolg führen.

Der 42-Jährige, der schon drei Um-die-Welt Rennen segelte, 2002 mit Illbruck gewann und 2006 mit Pirates of the Caribbean Zweiter wurde,  soll den verletzten Laurent Pagès ersetzen. Der Franzose hat sich während der Etappen-Pause in Auckland zwei Rippen gebrochen. Wie das genau passieren konnte, ist nicht klar.

Zurück auf der großen Bühne

Bekking segelte schon 1998 zusammen mit de Ridder auf “Merit Cup” um das Kap Hoorn. “Ich weiß genau, was ich von ihm erwarten kann”, sagt der Skipper, für den es bei dieser Etappe darum geht, überhaupt noch eine Chance auf den Gesamtsieg wahren zu können. In dieser Hinsicht ist alles andere als ein Etappensieg wenig hilfreich für die Holländer.

De Ridder wird sich jedenfalls voll reinhängen. Für ihn ist es eine unvorhergesehene Chance, sich in der Welt des Profi Segelsports zurückzumelden. Der Holländer hat die Vorbereitung des Teams nicht mitgemacht. Deshalb hätte sich vielleicht Robert Stanjek eine Chance für einen Schnelleinsatz ausrechnen können, da er nur knapp am Team Cut gescheitert war. Aber Bekking suchte auf der vielleicht härtesten Etappe einen sturmerprobten, erfahrenen Mann.

Startverschiebung

Fieser Wirbelsturm im Anmarsch.

Fieser Wirbelsturm im Anmarsch.

Damit es nicht ganz so windig wird, wie befürchtet, hat das Volvo Ocean Race Management eine Verschiebung des Starts beschlossen. Der Klasse 5 Wirbelsturm Pam nähert sich aus Nordwesten und macht mächtig Eindruck.

200 km/h herrschen schon im Umfeld des Sturms und er könnte sich weiter verstärken. Volvo Ocean Race Chef Knut Frostad macht aber weniger der Wind als die Wellenbedingungen Sorgen. Wenn sich die Brecher auftürmen liegt die Flotte in Luv der Neuseeländischen Küste und kann keinen Schutz in Anspruch nehmen. Das Inshore Race wird allerdings wie geplant am Samstag ausgetragen.

Die Tiefdruck-Zelle aus einer anderen Perspektive. © VOR

Die Tiefdruck-Zelle aus einer anderen Perspektive. © VOR

 

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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