Volvo Ocean Race: Spanier dominieren – Abu Dhabi lässt Dongfeng nicht aus den Augen

Straßenbahn-Rennen

Start Highlights:

Der Spanier Iker Martinez hat dem Start der siebten Etappe des Volvo Ocean Race in Newport seinen Stempel aufgedrückt. Er siegte bei seinem Comeback im Inport Race und führte das Feld aus der Bucht Richtung Lissabon.

Volvo Ocean Race

Beim Inport-Race gelingt Mapfre der perfekte Leestart mit maximalem Speed. © Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race

Beim Inport Race kam das Konzept des Volvo Ocean Race Veranstalters wieder einmal an seine Grenzen, als es die Offshore Flotte den live Zuschauern nahe bringen wollte. Die Bucht von Newport erlaubte nur ein Straßenbahn-Rennen, das unmittelbar nach dem Start entschieden war.

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Nach dem Start segelt die Flotte eine Stunde lang aufgreiht hinternander her ohne Überholmöglichkeit. © Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race

Mehr als die Startsequenz musste man sich nicht ansehen. Martinez erwischte den Steuerbord-Start mit Mapfre perfekt, luvte Dongfeng aus dem Weg und zwang den Gegner zu zwei Wenden. Danach war das Rennen gelaufen, auch wenn die Flotte noch eine Stunde lang per Anlieger hin und hersegelte. Die Windrichtung ließ offenbar wenige Möglichkeiten für einen spannenderen Kurs zu.

Ein Tag später beim Start zur echten Etappe war das schon anders. Ein aufregender Kreuzkurs wurde den Zuschauern vor Fort Adams geboten. Dongfeng zeigte, wie stark ein Start mit Wind von Backbord auch hinter dem Feld sein kann und übernahm schnell die Kontrolle.

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Dongfeng (l.) segelt mit seinem Steuerbord-Start hinter dem Feld durch und ist auch durch die unbeholfene Lee-Wende von Alvimedica nicht zu halten. © Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race

Aber Martinez, der nach seiner olympischen Nacra 17 Pause mit durchschnittlichen Ergebnissen wieder am Steuer steht, schaffte unter der Newport Bridge durch eine waghalsige Anliegelinie das Überholmanöver.

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Nach der Wende liegt Dongfeng in Führung. © Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race

Mapfre segelte sehr nahe an einer Insel vorbei. Gut vorstellbar, wie es  bei den Steinen gurgelt. (SegelReporter war hier auch schon mit der Class 40 Mare aktiv und hier). So sparten sich die Spanier zwei Wenden. Und sie verloren offenbar wenige Gedanken daran, dass sie schon beim Practice Race auf einen Felsen gelaufen waren und eine Unterwasser-Reparatur hatten vornehmen müssen. Aber Martinez will es jetzt wissen. Gesamtplatz drei ist noch drin und wäre ein großer Erfolg für das spät gestartete Team.

An der Spitze geht es für Abu Dhabi darum, mit kontrolliertem Risiko den sechs Punkte Vorsprung vor Dongfeng zu sichern. Eigentlich könnte nur ein Totalausfall die Sache noch einmal richtig spannend machen.

Entsprechend vorsichtig bewegte sich Ian Walker über die Inshore Bahn und fiel nach einem Fehler als er  das benachteiligte Luv-Tor rundete auf den letzten Platz zurück. So hätte die zu dem Zeitpunkt führende Dongfeng den Rückstand schon fast wett gemacht.

Aber nach den ersten Meilen hängt Skipper Ian Walker schon wieder am Heck des chinesisch französischen Schiffes nur 0,3 Meilen achteraus. Es wird ein beinhartes Match Race erwartet, bei dem Abu Dhabi wohl  jede Bewegung von Dongfeng kopieren wird. Das AIS System hilft dabei, den Gegner bei der Sprint-Etappe über 2800 Meilen nicht aus den Augen zu lassen. Nach acht bis zehn Tagen wird die Flotte im Ziel von Lissabon erwartet.

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Zahlreiche Zuschauer verfolgenin Newport den Volvo Ocean Race Start ur siebten Etappe. © Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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