Volvo Ocean Race: Telefónicas dritter Sieg in Folge; Bilanz der 3. Etappe

Angekommen in China

Team Telefónica hat beim Volvo Ocean Race die dritte Etappe in Folge gewonnen. Das spanische Team um die 49er Olympiasieger und Silbergewinner in Qingdao sowie Barcelona World Race Zweiten Iker Martinez und Xabier Fernandez beendete den Abschnitt im chinesischen Sanya nach 12 Tagen und 20 Stunden gut eine Stunde vor Groupama.

Abu Dhabi treibt auf Platz fünf über die Ziellinie vor Sanya. Für mehr reichte der Speed nicht aus. © PAUL TODD/Volvo Ocean Race

 

 

 

Eineinhalb Stunden danach kam Camper ins Ziel, eine weitere Stunde dahinter Puma,  zweieinhalb Stunden später Abu Dhabi. Sanya lag zu diesem Zeitpunkt 300 Meilen zurück.

Die Spanier erzwangen einen überzeugenden Sieg, nachdem sie zu Beginn der Etappe Probleme mit ihrer Code Zero hatten und auf den letzten Platz zurück gefallen waren. Aber auf dem langen Schlag mit Wind von Backbord zum Eingang der Straße von Malakka überzeugten sie mit einer hervorragenden Geschwindigkeit und überholten das gesamte Feld in Luv.

Danach blieb das Rennen in der Meerenge knapp und wurde von der Taktik geprägt. Dabei beschränkten sich die Spanier nicht auf das Decken der Konkurrenz sondern wendeten mehrfach aus der Führungsposition weg. Der neuseeländische Navigator Andrew Cape zeigte ein erstaunliches Selbstbewusstsein und lag immer richtig. Auch der Ausbruch von Puma ließ ihn kalt. Telefonica blieb beim Gros des Feldes und kann sich auf einen starken Speed auf dem Amwindkurs verlassen.

Bis auf Groupama sah die Konkurrenz in diesem Bereich klar schwächer aus. Puma hätte nicht das taktische Risiko auf der rechten Seite des langen Kreuzkurses nach Vietnam gesucht, wenn Ken Read eine Chance im direkten Zweikampf gesehen hätte.

Camper dagegen verlor schon durch eine massive Fehlentscheidung in der Straße von Malakka viel Boden als sie unter Land im Gegenstrom ankern musste. Die Neuseeländer waren ihren eigenen Weg gesegelt und wurden bitter bestraft.

Dramatisch verlief die Etappe auch für Abu Dhabi, die bei den Kurzrennen vor ihrem Heimathafen noch hatten glänzen können. Aber diesmal musste Skipper Ian Walker zugeben, dass der Speed fehlte. “Wir haben nicht schlecht gesegelt. Wir hatten nur nicht das Potenzial, bei der Spitze zu bleiben. Es gibt nichts, worüber wir wirklich traurig sein müssten.” Navigator Jules Salter sagt: “Wir müssen einfach ihr Speed-Potenzial ausschöpfen. Daran gilt es zu arbeiten.”


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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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