Volvo Ocean Race: Vestas aufgelaufen – Crew abgeborgen

Dänen Drama

Das dänische Team Vestas ist beim Volvo Ocean Race aufgelaufen. Beide Ruder sind gebrochen. Wasser tritt ein.

Das Volvo Ocean Race ist von einem schweren Zwischenfall erschüttert worden. Chris Nicholson ist mit  Vestas mit dem Unterwasser Riff Cargados Carajos Shoals von Mauritius kollidiert. Die Crew ist unverletzt, aber das Schiff  hat großen Schaden genommen.

Es liegt mit dem Heck auf dem Riff und zeigt mit dem Bug auf See. Das Rigg ist noch intakt, aber die Ruder sind herausgebrochen, und es tritt Wasser im Heckbereich ein. Die wasserdichten Schotts halten, aber die Crew hat zwei Rettungsinseln aufgeblasen.

Rettungskräfte von Íle du Sud helfen den Seglern und haben die vom Schiff abgeborgen. Sie sollen erst einmal in einem Haus auf der Insel untergebracht werden. Die Teamleitung überlegt nun, wie die Crew von der Insel gebracht wird. Und möglicherweise kann auch das Schiff noch gerettet werden.

Alvimedica hatte seinen Kurs geändert und am Unglücksort unter Motor gewartet, um der Crew beistehen zu können. Die Amerikaner haben ihren Kurs aber wieder fortgesetzt und werden von der Rennleitung eine Wiedergutmachung erhalten.

wie es zu der Kollision kommen konnte, ist noch nicht bekannt.

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39 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Vestas aufgelaufen – Crew abgeborgen“

  1. avatar Beijamar sagt:

    Mann oh mann, hätte nicht gedacht, dass es noch schwarze Flecken auf der Seekarte gibt….viel Spaß beim Duschen!

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  2. avatar Klare Worte sagt:

    Der Navigator muss sofort gefeuert werden! Das ist einfach unentschuldbar schlechte Seemannschaft und völliges seemännische Unvermögen! Um diese Aussage zu treffen muss man keine weiteren Informationen haben, nicht vor Ort gewesen zu sein und besser muss man auch nicht sein.

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    • avatar RVK sagt:

      Woher weißt du denn, dass der Navigator das verbockt hat? Und nicht etwa der Rudergänger? Da gibts so viele Möglichkeiten! Aber um die zu kennen, müsste man seinen warmen und bequemen Bürosessel schon mal verlassen… #tausendexperten

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      • avatar Klare Worte sagt:

        @RVK: Nein, da gibt es nicht so viele Möglichkeiten. Das weiss auch jeder gewissenhafte Seemann. Und nun hat sich Wouter Verbraak ja auch gleichlautend geäusssert.
        @Hermann Weger: Das “A…….” ist unverschämt.

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    • avatar Hermann Wegener sagt:

      Schön anonym die Schnauze aufreißen! A………!!!

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  3. avatar Alex sagt:

    Hoffentlich kann man die Kiste tatsächlich schnell bergen und flicken.

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  4. avatar Calvin sagt:

    Dieses Unglück scheint ein Problem unserer modernen Navigationsgeräte zu zeigen. Früher hat man Seekarten benutzt, die auf Grund ihrer Größe und hohen Auflösung sowohl den Gesamtüberblick als auch die Details zeigten. Vor allem zeigte eine Seekarte durch die Verweise auf detailliertere Seekarten immer, ob es weitere Informationen gibt.

    Heute sitzen wir alle hinter Plottern und I-Pads und zoomen hin und her. Aber man weiss nie, ob es in einen detaillierteren Zoom noch weitere wichtige Informationen gibt. Unsereins stellt dann überrascht fest, dass die Realität mehr Seezeichen kennt, als der derzeitige Zoom zeigt; Vestas scheinen so eine ganze Inselgruppe übersehen zu haben.

    Aus meiner Sicht ist diese Havarie auch ein Ergebnis daraus, dass die heutige Navigationssoftware noch nicht ausgereift ist und grundsätzliche Bedienfehler ermöglicht, die bei der Kartennavigation nahezu ausgeschlossen waren.

    Ich werde weiter versuchen als Unterlage für das I-Pad eine Papierkarte auf dem Navi-Tisch liegen zu haben.

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  5. avatar Wilfried sagt:

    Also diese Erklärungsversuche sind vielleicht für nen unerfahrenen Gelegenheitscharterer geeignet. hier sitzen Profis die stundenlang über optimale Routen grübeln. Die einzige Entschuldigung wäre dass das Riff nicht in der Seekarte drin ist auch der offizielen. Alles andere ist eine Blamage für jeden Navigator und erst recht für einen Profi.

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    • avatar Calvin sagt:

      Unabhängig davon, wie erfahren man glaubt zu sein, hilft es sich den Dingen mit einer gewissen Vorsicht zu nähern, egal ob Amateur oder Profi. Fehler passieren und hier gibt es einfach eine echte Fehlerquelle!
      Ich bin bisher zumindest ganz gut damit gefahren, dass ich lieber zu vorsichtig als zu selbstsicher navigiere.

      Ich zitiere jetzt einmal Yang Riou von Dongfeng:

      “Beautiful islands in the middle of nowhere, but right in the middle of our route!” (Charles)
      […]
      Charles had noticed this archipelago a few days ago. But it’s worth noting that it’s actually pretty hard to find. In fact, to see it on our electronic charts, you have to zoom right in on top of it. BUT HOW AND WHY WOULD YOU ZOOM INTO IT IF YOU DON’T KNOW IT’S THERE IN THE FIRST PLACE? […]”

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  6. avatar sports78 sagt:

    na, ja, da dieses riff sogar nen offiziellen namen hat, wird es wohl auch eingezeichnet sein.

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  7. avatar Sören sagt:

    Moin,
    gibt es genaue Koordinaten der Unglücksstelle?
    Ich habe beruflich viele Seekarten zur Hand und würde gerne mal die verschiedenen Darstellungen nachsehen u ggf posten.

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  8. avatar Michel sagt:

    Sehr schade das Team-Vestas aufgelaufen ist … Aber ich finde es sehr gut das Alvimedica den Kurs geändert hat und ihnen beigestanden hat , das zeugt von richtigem Sportsgeist und natürlich auch von guter Seemannschaft. Aber ich möchte nicht dessen Navigator sein, selbst ich kann ohne SBF aus ner Karte ablesen wo es zu flach für das Boot wird…

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  9. avatar Mal die Kirche im Dorf lassen sagt:

    Natürlich ist das ein Fehler der nicht passieren darf. Ich weiß nicht wie oft ich in meinem Leben schon irgendwo aufgelaufen bin. Gut, in den seltensten Fällen über 5 Knoten und meist auch Sand. Aber es passiert den Menschen wie den Leuten. Übrigens sitzt Simon Fisher, der die Telefonica Blue vor Göteburg auf die Felsen navigiert hat jetzt bei Abu Dhabi an Bord und navigiert immer noch. Es hat seiner Kariere also keinen Abbruch getan.

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    • avatar Blackbeard sagt:

      Da handelt es sich aber nun nicht um eine Untiefe oder Sandbank, sondern um ein langgezogenes Riff, hinter dem eine Kette von kleinen Inseln liegt. Und das Riff ist bekannt und überall eingezeichnet und wandert auch nicht. Wenn man sich den Kurs von Vestas anschaut, dann ist es offensichtlich, dass die den falsch gesteckt haben. Möglicherweise wollten sie ja den Südzipfel passieren um das Riff SB zu lassen aber sie haben sich um einiges verschätzt und sind zu weit nördlich auf das Riff getroffen.

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    • avatar Stefan sagt:

      Allerdings ist es doch wohl ein erheblicher Unterschied ob man einen Stein in den schwedischen Westschären “übersieht”, oder ein Atoll von der Größe des Bodensees, dass sogar einen Namen hat und sogar in highres in Google maps vorhanden ist.

      Wenn die verwendeten Navigationprogrammme das nicht gelistet haben, dann wundert es mich schon stark. Zumal SCA und Alvimedica das Atoll auf dem Schirm hatten und es klar auf der Westseite angesteuert haben.

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  10. avatar Tango sagt:

    Wenn ein Schiff in Not gerät, änden in der Regel mehrere Schiffe ihren Kurs, um Hilfe zu leisten.
    Alvimedica hat geholfen, die SCA-Crew segelte jedoch einfach an dem verunglückten Schiff vorbei.
    Ich finde das schade, denn das SCA-Team lag ja hinten und hätte sich bei einer Hilfsaktion positiv in Szene setzen können. Diese Chance wurde jedoch leider vertan.

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    • avatar Highlander sagt:

      Team SCA hat ebenfalls Rücksprache mit Race Control gehalten, ob sie ebenfalls den Kurs ändern sollten, haben aber die Info erhalten das Team Alvamedica bereits vor Ort ist.
      Außerdem waren sie zum Zeitpunkt des Auflaufens relativ weit entfernt, und hätten einen großen Umweg segeln müssen, und sind dann nach Rücksprache auf Ihrem Kurs geblieben.
      Mit solchen Aussagen muss man immer vorsichtig sein, ausserdem wird hier ja der Navigator vom Team Vestas bereits in der Luft zerrissen, bevor überhaupt alle Details zur Ursache dieses Auflaufens bekannt sind…

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      • avatar Tango sagt:

        Volvo Ocean Race
        vor etwa einer Stunde
        Standing By
        When your friends are stranded in the middle of the Indian Ocean, you wait. Even if you’re watching from afar, you wait patiently and watch out for them.

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          • avatar Lyr sagt:

            Hallo Tango,

            was willst Du mit deinen Kommentaren gegen SCA eigentlich die ganze Zeit beweisen?
            und vor allem was bringt Dir das?

            entspannte Grüße

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          • avatar Tango sagt:

            @Lyr
            “Kommentare gegen SCA” ?
            “Die ganze Zeit” ?

            Da musst Du aber etwas vollkommen falsch verstanden haben !

            Man ist doch nicht gegen SCA, wenn man erklärt, warum die Damen gegen die Männer keine Chance haben. SR: “Dee Caffari bestätigte in einem Interview, dass sie im Vergleich zu den Männern Probleme bei den Manövern haben, ….”

            Mit etwas Wohlwollen sind meine Kommentare dahingehend zu interpretieren, dass ich die Damen vor überhöhten Erwartungen in Schutz genommen habe.

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          • avatar dubblebubble sagt:

            Da die Ladies eh schon auf der letzten Rille daherkommen hat Race Control sie weiterfahren lassen. Für eine interne Rettung ist ein Männer-Team sicher die bessere Wahl.

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    • avatar Media sagt:

      Wenn du außer SR andere Quellen lesen würdest hättest du einen Plan. So musst du ein paar Tage wartens bis hier eine veraltete pm veröffentlicht wird und bis dahin auf deiner Couch von deinen eigenen Seereisen träumen.

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  11. avatar Tango sagt:

    “vom Schiff abgeborgen.”

    Die Schiffbrüchigen konnten sich angeblich durch knietiefes Wasser watend, selbt in Sicherheit bringen.

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  12. avatar Helmut sagt:

    Vielleicht waren ja auch die GPS-Daten fehlerhaft… eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass sie das Riff samt Insel einfach übersehen haben – oder eventuell falsch reingezoomt haben. Sieht man die Tracks der anderen, ist Vestas genau auf die Insel zugesegelt. Und das dort eine Insel im Weg liegt sieht man selbst im kleinsten Kartenmaßstab. Insofern vermute ich einfach mal, dass entweder die Navigation komplett vernachlässigt wurde für eine kurze verhängnisvolle Zeit oder aber wie gesagt die GPS-Position falsch war, was in Verbindung mit der stockfinsteren Nacht natürlich nur so Enden konnte wenn vor einem eine Insel liegt.

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    • avatar Blackbeard sagt:

      Wenn die die Navigation vernachlässigt hätten, dann aber nicht nur für eine kurze Zeit. Die waren schon länger auf Kurs Coco Island und ich hab mich schon gefragt, was die auf diesem Kurs suchen. Da kann man eigentlich nur vermuten, dass die GPS-Daten falsch waren. Irgendwann werden wir es erfahren.
      Aber wir verlassen uns schon viel zu sehr auf diese Technik. Ich hab das alles noch ganz anders gelernt und gehe ohne ein Satz Karten nie an Bord.

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  13. avatar eku sagt:

    Ich habe mir gerade mal die Seekarten (Transas) dazu angesehen. Bekomme leider keinen Screenshot hin.
    Das Riff verläuft am südlichen Ende (s.a. Google Earth) SW NO. Das Südende ist markiert mit einem Leuchtfeuer (FL 3 12 sm Range). Vestas hat dieses Feuer an BB gelassen im Gegensatz zu allen anderen, die es an SB liegen gelassen haben.
    Das ist auch der Grund, weshalb Alvimedica nicht dichter rankam, weil die hätten erst wieder sw-lich um den Südzipfel des Riffs rumfahren müssen.
    Die Daten der Transas Karte Indian Ocean Offshore Waterways (echt großes Gebiet) geben ehrlich gesagt alles her, was man für dieses Seegebiet braucht.
    Letzteres (wie auch alles davor) soll keine Wertung zu dem Unfall sein! Höchstens eine Wertung (ich sehe eher auch diesbezüglich als Information) zu den Thesen mit den Papierkarten.

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  14. avatar Alex sagt:

    Also ich warte erst mal ab. In den Nächsten Tagen werden die schon erklären, was da schief gegangen ist.

    Ansonsten gilt für mich, keine Schuldzuweisung weil bringt nichts. Wer bei uns Mist baut, weiß das selber. Das braucht man dem nicht nochmal von allen Seiten sagen.
    Einzig was zählt, wie ist ein Fehler entstanden, weil mit dem Wissen ein Weg gesucht wird, diesen künftig zu vermeiden.

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  15. avatar WID sagt:

    Auch ganz interessant was hier so diskutiert wird:

    http://www.cruisersforum.com/forums/f134/s63-charts-overzoom-136171-4.html#post1689346

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  16. avatar Maxi sagt:

    Es ist von Außen immer einfacher mit dem Finger auf jemanden zu zeigen.
    Ich würde abwarten was Team Vestas als Grund nennen, warum es dazu gekommen ist.
    Wissen tun es nur die Neun Crewmitglieder die an Bord waren.

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  17. avatar Paule sagt:

    Vieles, was hier geschrieben wurde ist natürlich richtig.
    ABER: es ist schon verwunderlich, das ein so kleines Island getroffen werden kann. Spricht trotz allem für keine gute Navigation (zumal es auch optisch durch das Leuchtfeuer hätte erkennbar sein müssen – wobei ich auf der Karte selber keins erkenne).
    Es zeigt aber deutlich die magische Anziehungskraft von Inseln/Untiefen etc. Fragt mal ein U-Boot Kapitän, was passiert, wenn er in der Ostsee auf Seerohrtiefe geht….

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