Volvo Ocean Race: Vestas Team schreibt nächste Etappe ab – Wiedereinstieg noch möglich

"Menschliches Versagen"

Vestas Team

Als Vestas noch mit Vollgas unterwegs war. © Brian Carlin/Team Vestas Wind/Volvo Ocean Race

Während die Vestas Crew auf dem Weg nach Mauritius ist, deutet sich immer mehr an, dass das blaue Boot nicht mehr für das Volvo Ocean Race repariert werden kann.

“Basierend auf den Informationen der Crew auf der Íle du Sud und der Luftaufnahmen kann es sein, dass die Reparatur vielleicht nicht möglich ist”, heißt es noch vorsichtig in einer Stellungnahme der Volvo Ocean Race Organisatoren. Aber auch wenn es sicher sei, dass das Boot nicht repariert werden könne prüfe Vestas zusammen mit der Rennleitung alle Möglichkeiten, um im Rennen zu bleiben.

vestas, gestrandet, Riff

Vestas angespült auf einer der Cargados Carajos Inseln. © NCG Operations Room – MRCC Mauritius

Vestas’ Chief Marketing Officer Morten Albæk sagt: “Obwohl wir sicher nicht die nächste Etappe von Abu Dhabi nach Sanya segeln können, prüfen wir alle Möglichkeiten, um zu einem späteren Zeitpunkt wieder in das Rennen einzusteigen.

Ob das heißt, dass noch ein Ersatzboot beschafft werden kann? Prinzipiell wäre es seit dem Umstieg auf die Einheitsklasse möglich. Aber gibt es ein einsatzfähiges neues Boot? War man vorbereitet, ein achtes Team beim Rennen starten zu lassen? Und könnte es rechtzeitig zu einem weiteren Etappenstart gebracht werden? Es scheint sehr unwahrscheinlich.

Gründe der Havarie

Erstmalig hat sich das Vestas Team auch zu den Gründen der Havarie Stellung genommen. “Wir können jetzt sagen, dass Wurzel des Unfalls menschliches Versagen ist.” Genaueres könne man erst dann sagen, wenn ausgiebig mit der Crew gesprochen werde. Das soll am Wochenende der Fall sein, wenn die Segler in Abu Dhabi erwartet werden.

Chris Nicholson, Vestas

Der unglückliche Vestas Skipper Chris Nicholson. © Brian Carlin/Team Vestas Wind/Volvo Ocean Race

Inzwischen ist die Crew der Vestas ist auf dem Weg nach Mauritius. Das 20 Meter lange Fischerboot “Eliza”, das einmal die Woche die Mini Insel Íle du Sud anläuft, hat die neun Segler aufgenommen und sich auf die mehr als eintägige 430 Kilometer lange Rückreise nach Mauritius gemacht. Von dort soll die Crew dann Ende der Woche nach Abu Dhabi fliegen.

Vestas Shore Manager Neil Cox der  nach wie vor versucht, einen Rettungsplan für das blaue Boot zu erstellen schüttelt immer noch den Kopf über die aktuelle Situation.

Fischer zerfleischt

Er sagte gegenüber der Volvo Ocean Race Hauptquartier: “Da sitzen neun Typen mitten im Indischen Ozean in einer Sandgrube. Und man denkt, das ist wie in einem schlechten Film.” Denn bei einem Austausch mit der Küstenwache sei er gewarnt worden, dass die Jungs bei dem Riff bloß nicht ins Wasser gehen sollten. Dort wimmele es von Haien und Barracudas.

Ein Fischer sei kürzlich von einem Barracuda so zerfleischt worden, dass kaum noch etwas von ihm übrig geblieben sei. Aber die Segler haben wohl aufgepasst. Sie hätten sich besonders über das Paket gefreut, das von einem Flugzeug der Küstenwache abgeworfen wurde. Es gab Cola, Schokolade und Kekse.

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Carsten Kemmling

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6 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Vestas Team schreibt nächste Etappe ab – Wiedereinstieg noch möglich“

  1. avatar Media sagt:

    In einem Interview von mr. Clean mit Knut heißt es, dass es keinen 8. Rumpf gibt

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  2. avatar Felix sagt:

    Sand pit mit Sandgrube zu übersetzen… naja, Leute, da geht besser.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 21

    • avatar Alex sagt:

      Der Vorteil wenn man nicht so perfekt Englisch kann, man überlegt nicht ob da jetzt richtig übersetzt wurde, man liest den Text und versteht was gemeint ist. 😉

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    • avatar Stefan Z sagt:

      Klugscheisser ==> Smart Ass

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  3. avatar hanswurst sagt:

    Würde sagen die Übersetzung ist korrekt, das übersetzte Wort aber sowohl hier als auch teilweise im Video nicht das von Cody verwendete wie man in den Untertiteln am Ende des Video sieht. Er spricht von sand spit = Sandbank.

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