Volvo Ocean Race: Vierte Etappe von Sanya nach Auckland gestartet

Dongfeng gibt weiter die Schlagzahl vor

Start zur vierten Etappe des Volvo Ocean Race von Sanya/China nach Auckland/Neuseeland. Foto Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race

Start zur 4. Etappe des Volvo Ocean Race von Sanya/China nach Auckland/Neuseeland. Foto Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race

Besser hätten es selbst die kommunistischen Machthaber aus dem Reich der Mitte nicht vorschreiben können. Das chinesische Dongfeng Race Team bleibt beim Volvo Ocean Race das Maß aller Dinge. Nach dem Sieg auf dem dritten Teilstück von Abu Dhabi in den Heimathafen Sanya übernahm die Crew des französischen Skippers Charles Caudrelier nach dem Start der vierten Etappe ins neuseeländische Auckland sofort wieder die Führung. Im Plansoll blieb auch das Hafenrennen: Platz eins vor den härtesten Verfolgern von Abu Dhabi Racing (Ian Walker).

Wirkt wie befohlen: Abschied des chineschen Dongfeng Race Teams aus dem Heimhafen Sanya.  Foto: Victor Fraile/Power Sport Images

Wirkt wie befohlen: Abschied des chineschen Dongfeng Race Teams aus dem Heimhafen Sanya. Foto: Victor Fraile/Power Sport Images

„Es war ein harter Kampf an die Spitze, aber es wird noch viel härter, dort zu bleiben“, beugte Caudrelier vor dem Re-Start etwaigen Rückschlägen vor. Denn der Vorsprung in der Gesamtwertung vor Walkers Team beträgt lediglich einen Punkt. Aber schon jetzt wird der Legionär aus der Grande Nation in China wie ein kleiner Volksheld gefeiert. Schließlich hat er getreu dem Grundkonzept des Projekts, den Hochseenachwuchs der Weltmacht zu fördern, immer auch zwei Einheimische an Bord. Aktuell sind es nach Rotation Chen Jin Hao und Yang Jiru, die wohl niemand in der Segelszene kennt, weshalb sie gleich die Spitznamen Horace und Wolf verpasst bekamen.

Viel mehr überraschte jedoch der Austausch des Erfolgsnavigators Pascal Bidégorry gegen seinen Landsmann Evan Israel. „Auch dieser Wechsel war von langer Hand geplant“, erklärte der Skipper die Maßnahme, ausgerechnet nach Siegen die halbe Mannschaft umzukrempeln. Es steht sogar in seinem Anstellungsvertrag, wann er welchen Seglern immer wieder längere Erholungspausen als nur den Landaufenthalt einzuräumen hat. Während neue Namen auf Schlüsselpositionen zum Beispiel bei den Spaniern die „Mapfre“ noch nicht auf die Erfolgsspur führen, scheint Dongfeng davon unbeeindruckt.

Nach mäßiger Brise zum Re-Start erwartet das Feld auf dem Weg ins südchinesische Meer beinharte Bedingungen.  Foto: Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race

Nach mäßiger Brise zum Re-Start erwartet das Feld auf dem Weg ins südchinesische Meer beinharte Bedingungen. Foto: Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race

Hoch am Wind kämpfte sich das Sechser-Feld nach der ersten Nacht auf See bei noch moderaten, aber ungemütlichen fünf bis sechs Windstärken durch vietnamesische Gewässer Richtung Pazifik. In den kommenden dreieinhalb Wochen dürfte es auf den 5.264 Seemeilen jedoch teils deutlich härter zur Sache gehen. Vor allem im Südchinesischen Meer Richtung Philippinen rechnen die Teilnehmer sogar mit materialbrechenden Bedingungen. Per Bahnmarken versperrt die Regattaleitung nur eine Rückkehr in die Straße von Malakka und lenkt das Feld um die Solomon-Inseln herum.

„Diese Etappe gab es erst einmal in der Geschichte des Rennens und ist für die meisten Neuland“, so der sechsfache Veteran Bouwe Bekking, der nach dem enttäuschenden fünften Platz der niederländischen Brunel in Sanya als Gesamtdritter ein Beißholz gebraucht hätte. „Verdammt hoffnungslos“ sei das Ergebnis gewesen, obwohl sein Team alles gegeben habe. Es muss den Holländer wurmen, nach 24 Stunden schon wieder nur die Heckspiegel von Dongfeng und Abu Dhabi vor sich zu sehen. Dahinter reihen sich Mapfre, Alvimedica und am Ende die Frauencrew von SCA in gehabter wie inzwischen erwarteter Reihenfolge auf.

Gewohntes Bild in der unteren Tabellenhälfte: Mapfre, Alvimedica und SCA haben gegen das Führungstrio bislang zumeist das Nachsehen.  Foto: Marc Bow/Volvo Ocean Race

Gewohntes Bild in der unteren Tabellenhälfte: Mapfre, Alvimedica und SCA haben gegen das Führungstrio bislang zumeist das Nachsehen. Foto: Marc Bow/Volvo Ocean Race

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