World Cup Finale: Philipp Buhl hält Fahne hoch in Abu Dhabi – ISAF Pläne gescheitert

Finale, aber niemand geht hin...

Die Idee der ISAF war Klasse. Endlich ein Weltcup von Bedeutung. Ein echtes Finale mit hohem Preisgeld, das die Besten der Besten anlockt. Aber in Abu Dhabi fehlen die Stars. Nur die Laser feiern einen Höhepunkt.

Für Philipp Buhl ist das Finale des Weltcups noch einmal ein wichtiges Kräftemessen vor dem Start in das Olympia-Jahr. Die besten 20 Lasersegler der Welt sind nach Abu Dhabi gekommen, und es geht darum, die aktuelle Hackordnung zu manifestieren.

Buhl liegt gut in der Spur. Nach den ersten vier Rennen belegt er Platz fünf. Im vergangenen Jahr wurden 10.000 Dollar für den Sieger ausgeschüttet. Darauf will sich auch Altmeister Robert Scheidt als derzeit Zweitplatzierter eine Chance sichern.

470er Abu Dhabi

Matt Belcher und Will Ryan führen die Mini Flotte in Abu Dhabi an. © ISAF

Aber die Lasersegler im Frauen und Männerfeld sind wahrlich die einzigen, die das groß angekündigte Saisonfinale ernst nehmen. Und das liegt an einem Termin direkt vor und nach wichtigen Klassen-Weltmeisterschaften. In den 470er Klassen sind direkt nach der WM nur 11 und 8 Boote am Start, wie bei den Surfern, die auch nur zweitklassig besetzt sind. Bei den Finns segeln 6, und bei den 49ern 8 Boote.

Lächerliche Felder

Das sind lächerliche Felder für den formulierten Anspruch. Wenn es ein Finale gibt und keiner hingeht, läuft irgendetwas falsch. Seit so vielen Jahren bemüht sich die ISAF, dem Weltcup ein Gewicht zu geben. Leidtragende waren unter anderem die Kieler Woche, die denn Weltcup Status verlor.

Das System sollte ein funktionierendes Weltcup-Finale befruchten. 2014 klappte das ordentlich bei der Premiere in Abu Dhabi. Aber mit dem zweiten Versuch ist die ISAF gescheitert. Es gelingt einfach nicht die Termine der Klassen zu koordinieren.

Für Philipp Buhl spielt das im Moment keine Rolle. Er kämpft gegen die Besten und könnte am Ende seine Reisekasse noch ordentlich aufbessern. Aber die Weltcup Organisatoren sind vorerst mit ihren eigentlich guten Plänen gescheitert.

Aus Deutschland sind auch noch die beiden Frauen 470er Crews Annika Bochmann/Marlene Steinherr und Nadine Boehm/Ann-Christin Goliaß am Start. Sie kommen aber mit dem gestellten Material noch nicht so gut zurecht.

Ergebnisse Abu Dhabi World Cup Final 2015

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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Ein Kommentar „World Cup Finale: Philipp Buhl hält Fahne hoch in Abu Dhabi – ISAF Pläne gescheitert“

  1. avatar - sagt:

    470er segeln mit gestellten Booten stelle ich mir schwierig vor.
    Warum?

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